Oberbürgermeister Achim Hütten informierte über aktuelle Themen
Auftaktveranstaltung zu „60 Minuten SPD“ in Namedy
Andernach. Mit ihrem neuen Veranstaltungskonzept „60 Minuten SPD“ wollen die Andernacher Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten insbesondere in den einzelnen Stadtteilen kurz und bündig über aktuelle politische Entwicklungen informieren und sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger stellen. Den Auftakt machte eine einstündige Veranstaltung mit Oberbürgermeister Achim Hütten, der zunächst zum Themenkomplex Bürgerbeteiligung, Bürgerhaushalt und Bürgerforen referierte und dann detaillierter auf die Unterbringung von Flüchtlingen einging. „Kernge-danke des neuen Veranstaltungskonzeptes sei es vor allem, Politik nicht über die Köpfe der Bürge-rinnen und Bürger hinweg zu machen“, erläuterte vorab der SPD-Parteivorsitzende und Landtags-abgeordnete Marc Ruland, MdL, „sondern die Expertise der Menschen vor Ort zu nutzen und sie auch nach ihren Ideen für unsere gemeinsame Heimat zu befragen.“ Mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingsthematik wies Hütten vor allem auf die Situation der Spätaussiedler in Andernach in den 1980er-Jahren. Auch damals habe es innerhalb der Bevölkerung einige Ängste gegeben, die sich rückblickend nicht erfüllten. Ähnlich überzeugt gab sich Hütten daher auch im Blick auf die gegenwärtige Situation. Die Unterbringung von Menschen, die maßgeblich aus Syrien, dem Iran und dem Irak vor Krieg oder politischer Verfolgung fliehen, stelle zwar eine Herausforderung dar, aber, so Hütten: „Ich bin überzeugt: Wir werden auch diese Herausforderung meistern! Bislang ist die Unterbringung von Geflüchteten erfolgreich verlaufen. Zudem ist die Integration dieser Menschen im ländlichen Raum deutlich leichter als in städtischen Ballungszentren.“
Vertrauen schaffen
Dennoch sei es seitens der Verwaltung und der Politik unerlässlich, sich ernsthaft mit den Ängsten der Menschen auseinanderzusetzen und zum Abbau dieser beizutragen: „Andernorts mussten wir erleben, wie Angst in Hass umschlägt. Dies gilt es in Andernach zu vermeiden“, erläuterte Hütten mit Blick auf die Entwicklung rechter und rechtspopulistischer Bewegungen vor allem in den neuen Bundesländern. „Die Politik - ganz gleich ob hier vor Ort oder auf Landes- und Bundesebene - muss den Menschen als Partner entgegentreten und Vertrauen schaffen. Wir müssen deutlich machen, dass es uns eben nicht um ein Gegeneinander-Ausspielen von Interessengruppen gehen kann, sondern dass eine Lösung nur gemeinschaftlich und solidarisch gelingt.“ Abschließend dankten Ruland und seine erste Stellvertreterin Ulla Wiesemann-Käfer Hütten für seinen ausführlichen Vortrag, dem noch viele Fragen der anwesenden Bürgerinnen und Bürger folgten und versprachen, die erfolgreiche Auftaktveranstaltung „60 Minuten SPD“ künftig auch in anderen Stadtteilen fortsetzen zu wollen.
Pressemitteilung
SPD-Stadtverband Andernach
