Allgemeine Berichte | 09.05.2015

Caritas und Dekanat bereiten Ehrenamtliche auf ihre Aufgabe vor

„Ausbildungspaten“ sind fit für ihren Einsatz

Im Bischof-Bernhard-Stein-Haus trafen sich zukünftige Paten zur zweiten Schulung. privat

Andernach. Seit knapp zwei Jahren unterstützen der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. und das Dekanat Andernach-Bassenheim Jugendliche und Heranwachsende im Projekt „Ausbildungspatenschaften“. Dabei werden einzelne Jugendliche und Heranwachsende über einen begrenzten Zeitraum von einem erwachsenen Paten oder einer Patin ehrenamtlich begleitet. Die Paten stehen mit Rat und Tat zur Seite und unterstützen die Jugendlichen in schulischen Fragen, im Praktikum, bei der Berufsfindung oder Bewerbung. Erfahrungen haben gezeigt, dass die regelmäßige Begleitung durch Paten jungen Menschen in dieser wichtigen Lebensphase hilft, sich selbst zu finden und Orientierung für ihr Leben zu gewinnen. Auf diese Weise können grundlegende Werte, Lebensfragen oder erste berufliche Wünsche weiterentwickelt werden. Paten helfen den Jugendlichen, ihre Interessen zu sortieren, Werte zu benennen, Schritte zu gehen und Zielrichtungen zu verfolgen.

In Andernach trafen sich kürzlich zukünftige Paten zur zweiten Schulung im Bischof-Bernhard-Stein-Haus. Dort berichtete ein aktiver Pate, wie eine zeitlich begrenzte Patenschaft begonnen und gestaltet werden kann. Neben guten Erfahrungen stellen sich immer wieder neue Herausforderungen, die im Vorfeld nicht abzuschätzen sind. Insgesamt zieht der Pate eine positive Bilanz: „Eineinhalb Jahre habe ich nun einen Jugendlichen begleitet. Das hat mir selbst gut getan. Auch wenn die Patenschaft jetzt zu Ende geht, kann mir das keiner nehmen“ - für den Jugendlichen und den Paten also eine Win-Win-Situation. Die professionelle Begleitung der Ehrenamtlichen unterstützt bei offenen Fragen, denn jeder Jugendliche braucht eine andere Hilfe. „Jede Patenschaft ist anders gelagert. Es ist das wirkliche Leben“, weiß Irmgard Hillesheim, Sozialarbeiterin und Projektkoordinatorin des Caritasverbandes. Und eine Teilnehmerin ergänzt: „Wir haben es mit Individuen zu tun, darauf sollten wir uns einstellen.“ AuchIrmgard Hillesheim und Dekanatsreferent Alexander Just, die diese Gruppe leiten, steuerten eigene Erfahrungen aus dem laufenden Projekt bei. Eine zeitlich befristete Patenschaft zu beginnen, ist das eine. Irgendwann aber ist ein Beruf, ein Ausbildungsplatz gefunden, sind die Schulnoten besser oder konnten andere Hilfen bereitgestellt werden. Dann, so Alexander Just, hat die Patenschaft ihren Zweck erfüllt: „Ist für den Jugendlichen das Ziel erreicht, ist es gut, sich noch einmal zu treffen, um die Patenschaft zu einem gemeinsamen Abschluss zu führen.“

Die Vielfalt der Aufgaben fasziniert die zukünftigen Paten, ebenso die gegenseitige Wertschätzung und Akzeptanz in der Gruppe. Auch in Zukunft werden Irmgard Hillesheim und Alexander Just den Patinnen und Paten mit Rat und Tat zur Seite stehen und diese durch ihre Patenschaft begleiten. „Es ist ganz toll, wie professionell Sie das vorbereitet haben“, meinte ein Teilnehmer und lobte Struktur, Ablauf und Planung der Schulungen: „Das ist mir wichtig in meinem Leben, und hier habe ich es gefunden.“ Dabei haben auch die Patinnen und Paten viel auf sich genommen und eine Menge Zeit geopfert. Zum Abschluss erhielten die Teilnehmer ihre Zertifikate. Sie freuen sich nun auf ihre neue Aufgabe und warten gespannt auf ihre erste Patenschaft. Jugendliche ab 16 Jahren, die sich für eine Patenschaft interessieren, können sich bei Alexander Just, Tel. (0 26 32) 3 09 79 12, E-Mail alexander.just@bistum-trier.de oder bei Irmgard Hillesheim, Tel. (0 26 32) 25 02 26, E-Mail hillesheim-i@caritas-andernach.de melden.

Im Bischof-Bernhard-Stein-Haus trafen sich zukünftige Paten zur zweiten Schulung. Foto: privat

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