Ehrenamtsinitiative: Ich bin dabei
Beim Großmeister französischer Gastlichkeit in die Küche geschaut
Koch-Atelier war zu Besuch bei Jean-Marie Dumaine in Sinzig
Andernach. Die Mitglieder des Koch-Ateliers um ihren Kümmerer Gerard Lesage haben sich der französischen Küche verschrieben. In den gut eineinhalb Jahren ihres geselligen Tuns haben sie schon einige leckere Menüs in der Lehrküche der katholischen Familienbildungsstätte in Andernach auf den Tisch gezaubert. Jetzt hat sie ein Ausflug zum Großmeister französischer Gastlichkeit, zu Jean-Marie Dumaine , nach Sinzig geführt. In der stilvollen Atmosphäre des Restaurants Vieux Sinzig wurden die Protagonisten des guten Geschmacks aufs Herzlichste vom Chef selbst und seiner für den Service zuständigen Gattin Colette begrüßt. Zur Eröffnung des Mittagsmenüs wurde den Teilnehmern als Aperitif ein Holunderblütencocktail mit Limetten geboten. Zum Aperitif reichte das Haus als einen ersten Gruß aus der Küche ein schmackhaftes Gänseconfit zu selbst gebackenem Brot. Vom Cocktail ausgenommen waren natürlich die Autofahrer, die sich mit alkoholfreien Getränken begnügten. Als Entrée konnten die Andernacher Feinschmecker zwischen einer klaren Perlhuhnsuppe mit Klößchen an Wildkräutern und einer Poulardenpâté mit schwarzen Walnüssen und Wildkräutersalat mit weißen Bohnen und Tomaten wählen. Beides schmeckte vorzüglich. Beim Hauptgang fiel die Wahl zwischen der Seelachs-/Rotbarschvariation und Chicorée mit Kürbisratatouille und dem glasierten Schweinenacken mit Rote-Bete-Bortsch sichtlich schwer. Der dazu gereichte Kartoffelschaum zerging wohltuend auf der Zunge. Der zum Fisch kredenzte Grauburgunder aus Rheinhessen rundete den Geschmack vollkommen ab. Auch der vom Haus empfohlene Rotwein zum Fleischgericht passte perfekt. Natürlich kam es auch mit Chef und Chefin zu nützlichen Fachsimpeleien. Jean-Marie Dumaine kündigte an, dass er gerne bei nächster Gelegenheit einmal bei den ambitionierten Amateuren aus dem Koch-Atelier reinschauen wird. Von Gattin Colette gab es durchaus gern gehörte Tipps zur Gestaltung der Essenstafel. Mit einer fruchtigen Quittentarte zu Steinkleeeis oder der auf den Punkt gereiften französischen Käseauswahl beendeten die Andernacher ihr opulentes Mahl. Als Abschluss durfte ein Espresso mit einem süßen Gruß des Küchenchefs nicht fehlen. Nach mehr als 3 Stunden Theorie und Praxis in französischer Küchenkunst traten die Teilnehmer zufrieden die Heimreise an.
