Schüler der IGS Pellenz Plaidt präsentieren Erfahrungen des Betriebspraktikums
„Berufsorientierung hat einen hohen Stellenwert“
Plaidt. „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir!“ - das umgekehrte Zitat des römischen Philosophen Seneca wird an der IGS/Realschule plus praktiziert und umfasst bei Weitem nicht nur den reinen Lehrstoff. Neben der Persönlichkeitsentwicklung ist die Vorbereitung auf die Berufswelt, die Berufsorientierung ein eminent wichtiger Baustein an der Pellenzschule. Vor den Osterferien haben 120 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen ein zweiwöchiges Betriebspraktikum (das erste der IGS) in circa 40 Ausbildungsberufen absolviert. Alle hatten sich eigenständig um einen Praktikumsplatz beworben und auch eine Zusage erhalten. Eine hundertprozentige Erfolgsquote hat es in den Vorjahren nicht gegeben. Die Rückmeldungen, die die Klassenlehrer bei den Besuchen in den Betrieben erhalten haben, waren nahezu ausnahmslos positiv, ob von Seiten der Unternehmen oder der Schüler.
Erfahrungen dargestellt
Wichtig für den Erfolg der Betriebspraktika ist eine intensive Nachbereitung. Diese erfolgt innerhalb des Arbeitslehrunterrichts unter anderem durch Gespräche (zum Beispiel Erfahrungsaustausch), Bewertung der Praktikumsmappen, aber auch nach außen hin durch eine Abschlussausstellung für die Eltern und die Praktikumsbetriebe. Die Praktikanten präsentierten ihre Berufe und die Erfahrungen, die sie in den zwei Wochen gesammelt haben. Kulinarische Genüsse wurden angeboten aber auch praktische Dinge, zum Beispiel ein Versicherungscheck oder eine Kfz-Frühjahrskontrolle. Eine sehr gelungene Veranstaltung, wie viele Besucher bestätigten.
Grundlage ist eine gute Vorbereitung
Die positiven Ergebnisse sind jedoch nur erreichbar durch eine intensive unterrichtliche Vorbereitung im Fach Arbeitslehre, wobei die Lehrer zusätzliche Unterstützung durch die Agentur für Arbeit erhalten. Die Schüler werden nicht nur bei der Auswahl von Praktikumsberuf und -betrieb unterstützt, sondern auch auf den Alltag im Betrieb vorbereitet. Das erste Praktikum dient zur Orientierung bei der Berufswahl und dem Kennenlernen der Arbeitswelt. Auf diese Weise sollen die Schüler Interessen entwickeln oder überprüfen, Einblicke in verschiedene Berufszweige erhalten und eventuelle Berührungsängste gegenüber dem Berufsleben und dem handwerklichen Arbeiten überwinden. Für Schüler/-innen mit dem Ziel Berufsreife können nach dem Betriebspraktikum einen Praxistag (vier Tage Unterricht, ein Tag Betrieb) nutzen. In einem Schuljahr können sie zwei unterschiedliche Praktika absolvieren, um sich gezielt auf den Berufseinstieg vorzubereiten. Ein weiteres zweiwöchiges Praktikum findet jeweils für die Abschlussklassen statt, wovon eine Woche in den Ferien liegt. Hier kann man sich auch gezielt für einen Ausbildungsplatz empfehlen. Im Unterricht wird darüber hinaus mit außerschulischen Partnern ein Schwerpunkt auf die Bewerbungsphase (Bewerbungsschreiben, -gespräche, -tests) gelegt. Betriebsbesichtigungen, Schulpatenschaften (DM-Drogeriemarkt, KSK Mayen, RWE, Seehotel Maria Laach), eine Lehrstellenbörse auf der Homepage und Ähnliches runden das Angebot ab.
