Unfallkasse Rheinland-Pfalz
„Bewegungskita Rheinland-Pfalz“ feierte zehnten Geburtstag
Ministerin Irene Alt lobt das Qualitätssiegel
Andernach. Das Qualitätssiegel „Bewegungskita Rheinland-Pfalz“ wird zehn Jahre. Dieses Jubiläum feierten über 100 Gäste im Rahmen des Jahrestreffens der zertifizierten Bewegungskitas bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz in Andernach. Zu den Festgästen gehörte ebenfalls Ministerin Irene Alt vom Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen. „Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und sehen Ihren Besuch als besondere Wertschätzung und als große Anerkennung für die Arbeit an, die in den zertifizierten Bewegungskitas geleistet wird“, zeigte sich Jördis Gluch von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz überzeugt. „Unsere Erwartungen haben sich nicht nur voll erfüllt, sie sind übertroffen worden“, führte Ministerin Irene Alt im Rückblick auf zehn Jahre „Qualitätssiegel: Bewegungskita Rheinland-Pfalz“ in ihrem Grußwort aus.
Zertifizierung durch Bewegungskonzept
95 Kitas dürfen sich in Rheinland-Pfalz „Bewegungskita“ nennen. Hinter jeder dieser Zertifizierungen steht ein Bewegungskonzept, das u. a. die Interessen der Kinder und deren Grundbedürfnisse nach Bewegung in den Mittelpunkt des pädagogischen Handelns stellt. „Wo Bewegung drauf steht, muss auch Bewegung drin sein“, betonte Ministerin Irene Alt und hob hervor: „Sie leisten einen ganz wichtigen Beitrag in der Bildungs- und Erziehungsarbeit.“ Bei den regelmäßigen Treffen der Bewegungskitas liegt jeweils ein Schwerpunkt auf den Fachvorträgen. In diesem Jahr referierte Professorin Astrid Krus von der Hochschule Niederrhein zum Thema „Es kommt Bewegung in die Bildungsprozesse“. Die Expertin für Pädagogik der frühen Kindheit zeigte die Bedeutung von Bewegung für kindliche Bildungsprozesse in Kitas auf. Wichtig sei, den Eltern immer wieder die Bedeutung der Frühpädagogik näher zu bringen. Neben vielen Spielideen wartete auf die Teilnehmenden Neues zur Bewegungs- und Gesundheitsförderung der Kinder, aber auch der Beschäftigten in den Kitas. Das bestätigte Erzieherin Rita Koltes von der Kita Kastanienvilla in Oberbillig. Ihre Einrichtung sei schon seit 2006 dabei, doch immer wieder könne man von jedem Treffen aktuelles Wissen mitnehmen. Eine „Schatzsuche“ ließ u. a. „alte“ Spiele aufleben: „Da werden Kinderträume wahr“, schwärmt Myriam Dieterich von der Städtischen Bewegungskita Remagen beim Gummitwist. „Ich habe etliche neue Bewegungsübungen und -spiele kennengelernt und nehme viele Anregungen und Gesichtspunkte in unsere Einrichtung mit“, so Erzieherin Hedi Schmitz. Sie nahm am Jahrestreffen als Vertreterin der Kita Traumland in Trimbs teil, die bereits seit fünf Jahren mit dem Qualitätssiegel „Bewegungskita Rheinland-Pfalz“ ausgezeichnet ist.
Verein unterstützt und informiert bei der Zertifizierung
Das ehemalige Aktionsbündnis „Bewegungskita Rheinland-Pfalz“ arbeitet nach Vereinsgründung nun auf festen rechtlichen Füßen. Als Vorstandsmitglieder gehören dem Verein der Aktionskreis Psychomotorik, die Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e. V., die Sportjugend/der Landessportbund Rheinland-Pfalz, die Turnverbände Rheinland-Pfalz sowie die Unfallkasse Rheinland-Pfalz an. Sie stehen in enger Partnerschaft zum Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen. Der Verein „Bewegungskita Rheinland-Pfalz“ unterstützt interessierte Kitas mit kostenloser Beratung und Begleitung. Detaillierte Anforderungen sind im Internet unter www.bewegungskita-rlp.de im Servicebereich aufgeführt. „Bewegung ist im frühen Kindesalter der Motor zur Entwicklung. Kinder ‚begreifen‘ mit ihren Händen, Füßen und ihrem Körper die Welt. Im bewegten Spiel nehmen sie Kontakt zu anderen auf, erleben und entwickeln in der Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt ihre eigenen körperlichen Fähigkeiten und Grenzen“, umschreibt der Bewegungskita Rheinland-Pfalz e. V. den Ruf nach einer „Bewegten Kindheit“.
