Allgemeine Berichte | 27.08.2026, 08:30 Uhr

vhs Andernach als Partnerin der ersten Stunde

Bildungsstaatssekretärin Jenny Groß besucht Feriensprachkurs in Andernach

Vertreterinnen und Vertreter beim Besuch des Feriensprachkurses an der Grundschule Martinschule in Andernach. Von links: stellvertretende Schulleiterin, Ursula Hüls, Direktorin des vhs-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, Ute Friedrich, Geschäftsführerin der vhs Andernach, Julia Dormayer, Bildungsstaatssekretärin, Jenny Groß, Schulleiterin der Martinschule, Dorothea Calovini, Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Bettina Luitz, Oberbürgermeister Christian Greiner, Anette Moesta (CDU), designierter Bürgermeister, Sammy Labidi

Andernach. Wie gelingt Kindern der Start in den Schulalltag, wenn Deutsch nicht ihre Muttersprache ist? Eine Antwort darauf gab die Volkshochschule Andernach (vhs) gemeinsam mit dem vhs-Landesverband Rheinland-Pfalz bei dem Besuch der rheinland-pfälzischen Bildungsstaatssekretärin Jenny Groß an der Grundschule Martinschule in Andernach. Groß informierte sich vor Ort über die Feriensprachkurse für Grundschülerinnen und Grundschüler, die dort in den vergangenen Wochen von der Volkshochschule Andernach (vhs) angeboten wurden.

An dem Termin nahmen neben der Staatssekretärin auch Oberbürgermeister Christian Greiner, die Geschäftsführerin der vhs Andernach, Julia Dormayer, der designierte Bürgermeister, Sammy Labidi, die Direktorin des vhs-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, Ute Friedrich, die Schulleiterin der Martinschule, Dorothea Calovini, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), vertreten durch Bettina Luitz sowie Anette Moesta (CDU) als Vertreterin der Politik teil. Bei einem Besuch im Klassenzimmer konnten sich die Gäste ein eigenes Bild davon machen, wie im Kurs gearbeitet wird.

Im Mittelpunkt des Angebots steht ein klarer Grundsatz: Bildungschancen dürfen nicht an Sprachbarrieren scheitern. In kleinen Gruppen und mit spielerischen Methoden lernen die Kinder, sich in Alltagssituationen zurechtzufinden und sprachliche Grundlagen zu festigen. So soll ihnen der Einstieg in den Schulalltag nach den Ferien leichter gelingen. Erstmals werden die Kurse in diesem Jahr auch für Kinder angeboten, die erst nach den Sommerferien eingeschult werden – denn Sprachförderung wirkt umso nachhaltiger, je früher sie beginnt.

Oberbürgermeister Christian Greiner betonte die Bedeutung des Angebots für die gesamte Stadtgesellschaft: „Jedes Kind soll die gleiche Chance auf einen guten Bildungsweg haben – unabhängig davon, welche Sprache zu Hause gesprochen wird. Mit diesen Kursen nehmen wir die Kinder frühzeitig an die Hand und geben ihnen das nötige Rüstzeug für einen erfolgreichen Start in der Schule. Dass die Kurse nun schon vor der Einschulung ansetzen, ist ein echter Gewinn für die Kinder und ihre Familien.“

Die Stadt Andernach steht dabei exemplarisch für das Gelingen des Konzepts der Feriensprachkurse. Seit 2014 bietet die Volkshochschule Andernach diese jedes Jahr an und ist damit eine Partnerin der ersten Stunde. Insgesamt nahmen seit 2024 472 Schülerinnen und Schüler in 55 Feriensprachkursen in Andernach teil. Das Erfolgsmodell basiert auf starker Partnerschaft: Das Bildungsministerium steuert und finanziert die Kurse und stellt Lehr- und Lernmittel zur Verfügung. Das Innenministerium beteiligt sich an der Finanzierung. Die Volkshochschulen bringen ihr didaktisch-methodisches Know-how ein.

„Ich bin sehr froh, dass das Land mit dem Verband der Volkshochschulen seit Jahren einen verlässlichen Partner an der Seite hat, um Kindern und Jugendlichen die Förderung zu ermöglichen, die sie brauchen. Mein Dank gilt allen Dozentinnen und Dozenten sowie den Beteiligten an den Volkshochschulen, die in ihren Ferien dazu beitragen, dass Kinder einen guten Start in ihre Bildungslaufbahn haben können“, so Groß. „Frühzeitige Förderung hilft dabei, dass die Kinder mit einem ähnlichen Lernstand in die Schule kommen und Lehrkräfte sich auf ihre pädagogische Arbeit konzentrieren können.“

Auch die Geschäftsführerin der vhs Andernach, Julia Dormayer, zeigte sich überzeugt vom Erfolg des Formats: „In kleinen Gruppen und mit viel Freude an der Sprache erleben die Kinder, das Lernen Spaß macht. Wir setzen bewusst auf spielerische Methoden und Alltagssituationen, denn so festigt sich das Gelernte am besten. Der große Zuspruch und die Fortschritte der Kinder zeigen uns, dass wir mit diesem Weg genau richtig liegen.“

Dank der guten Kooperation der vhs Andernach mit der Martinschule kann die Umsetzung der Feriensprachkurse erst ermöglicht werden. Daher gilt ein besonderer Dank der Schulleitung und den Lehrkräften der Martinschule für ihren großen Beitrag.

Bildungsstaatssekretärin Jenny Groß würdigte das Engagement der Stadt Andernach und der beteiligten Partner und bezeichnete das Angebot als beispielgebend für eine frühe und wirksame Sprachförderung in Rheinland-Pfalz.

Vertreterinnen und Vertreter beim Besuch des Feriensprachkurses an der Grundschule Martinschule in Andernach. Von links: stellvertretende Schulleiterin, Ursula Hüls, Direktorin des vhs-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, Ute Friedrich, Geschäftsführerin der vhs Andernach, Julia Dormayer, Bildungsstaatssekretärin, Jenny Groß, Schulleiterin der Martinschule, Dorothea Calovini, Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Bettina Luitz, Oberbürgermeister Christian Greiner, Anette Moesta (CDU), designierter Bürgermeister, Sammy Labidi Foto: Stadtverwaltung Andernach/ EK

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