Miesenheimer St. Hubertus Schützen feierten 150. Geburtstag
Bis in die späten Abendstunden dauerte die gut gelaunte Geselligkeit an
Über die Pfingsttage steckten eine Festmesse, der Jubiläumsabend sowie das Königsschießen mit Schützenfest den feierlichen Rahmen ab
Miesenheim. „Hubertus, Mann der Gnade, sei unser Schatzpatron. Führ uns auf deinem Pfade hinaus zu Gottes Thron“, sangen die erschienenen Mitglieder, Freunde und Gönner der Miesenheimer Schützen jüngst in der Pfarrkirche St. Kastor. „Deck uns mit deinem Schilde, wenn unser Ende naht“. Dass zumindest das Fortwähren der St. Hubertus Schützengilde in keinster Weise gefährdet ist, unterstrichen die Feierlichkeiten im Rahmen der 150-jährigen Vereinsjubiläums. Mit Gesang und Gebeten erbat ein fast voll besetztes Kirchenhaus für die kommenden Aufgaben der Schützengruppierung Gottes Segen, wobei Pfarrer Hans Rith, auch Präses der Hubertus-Schützen, durch den Gottesdienst führte und dabei die Segnung die restaurierte Königskette vornahm.
Auf dem Kirchenvorplatz wurde dann Salut geschossen und am Kriegerdenkmal den verstorbenen Vereinsmitgliedern gedacht. Hier war es Dirk Rabenhofer, 1. Brudermeister, der in ehrendem Gedenken einen Kranz niederlegte und die versammelte Bevölkerungen einlud, den Hubertusmitgliedern in die vereinseigene Schützenhalle zu folgen. Dort sollte abends der Jubiläumsabend steigen. Als Schirmherr dieser Veranstaltung hatte sich Bürgermeister a.D. Josef Nonn zur Verfügung gestellt, der bei seinem Grußwort „herzliche Glückwünsche“ zu einem „herausragenden Ereignis“ überbrachte. Er selbst sei ein „recht guter Schütze“ und „froh, gute Verbindungen zu den Miesenheimer Schützen“ zu pflegen. Die Mitglieder wurden durch ihre Treue ein großes Stück Heimatverbundenheit mitbringen in einem Verein, der „über viele Jahrzehnte am Leben der Ortsgemeinschaft mitgewirkt und es geprägt hat“. Für das die Pfingst-Feierlichkeiten abrundende Königsschießen sowie das Große Schützenfest wünschte er den St. Hubertus-Schützen alles erdenklich Gute. Landrat Dr. Alexander Saftig war der Miesenheimer Einladung ebenfalls gefolgt und lobte die „Stärke“ des Vereins, der sich „seiner Verpflichtung bewusst sei, auch nach vorne zu schauen“. „Es ist nicht nur das Schießen, sondern auch die Gemeinschaft, die es zu schützen gilt“, spielte Saftig mit den Wörtern. Auch die traditionelle Enge zur Kirche sei angenehm zu spüren.
Vorbildliche Jugendarbeit
Die vom Vorsitzenden Dirk Rabenhofer versprochene „grün-weiße Geburtstagsparty“ fand in weiteren Grußworten ihre Fortsetzung: Bürgermeister Claus Peitz stellte den Wahlspruch „Glaube, Sitte, Heimat“ der St. Hubertus-Schützen in den Mittelpunkt seiner Rede. Ortsvorsteher Gerhard Masberg würdigte den „hohen Stellenwert“, den das „bürgerliche Brauchtum“ Schießsport einnimmt. Für ihn sei auch die Jugendarbeit von besonderer Vorbildfunktion. Jürgen Rausch als Bezirksbundesmeister nannte den Miesenheimer Jubilar einen „zuverlässigen Partner“, dessen „Jugendarbeit fast an erster Stelle“ seiner Vereinigung stehe. Während alle Vorredner finanzielle Obolusse überreichten, händigte er Brudermeister Rabenhofer einen ehrenvollen Wappenteller aus. Unverzichtbar für ein Jubiläum ist auch ein Blick in die Geschichtsbücher, wo unter anderem auf das Gründungsjahr 1863, auf die Verabschiedung der ersten Statuten im Jahr 1864 oder aber das Fortbestehen infolge der harten Kriegsjahre zurückgeblickt wurde.
Musikalisch kamen die Festgäste anfangs dank der Gruppe „Springgras“ auf ihre Kosten. Später übernahm die Band „Macartus“ in Sachen Unterhaltung mit zeitloser Stimmungsmusik für Jung und Alt. Für das leibliche Wohl sowie Kinderbelustigung war ebenfalls über das gesamte Festwochenende gesorgt. Einen Besuch statteten auch die seit vielen Jahren befreundeten Schützen aus Ekeren ihren rheinischen Weggefährten ab. Selbstverständlich ließen es sich die Belgier nicht nehmen, Gratulationen auszusprechen und zum Gelingen der Feier beizutragen. Bis in die späten Abendstunden dauerte die gut gelaunte Geselligkeit an, ehe mit dem Schlussakkord vom Band der Festabend in die Nacht hinein ausklang.
Präses Hans Rith hielt die Festmesse in St. Kastor ab.
Die Königskette der Schützen wurde im Vorfeld restauriert und am Jubiläumstag gesegnet.
Dirk Rabenhofer, 1. Brudermeister, hatte während des Jubiläumsabends gut lachen und freute sich über die vielen Festgäste in der Schützenhalle.
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