Nachhaltige Stromerzeugung in Andernach
CDU-Stadtratsfraktion prüft Einsatz von „Energyfischen“ zur nachhaltigen Stromerzeugung
aus Andernach
Die CDU-Stadtratsfraktion Andernach hat die Stadtverwaltung gebeten zu prüfen, ob sogenannte „Energyfische“ künftig auch in Andernach zur nachhaltigen Stromerzeugung eingesetzt werden können. In einem Schreiben an Oberbürgermeister und Verwaltung verweist die Fraktion auf aktuelle Entwicklungen zur Nutzung der Strömungsenergie des Rheins.
Bereits mehrfach habe sich der Stadtrat mit den Chancen und Herausforderungen der Energiewende beschäftigt – zuletzt im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung. Dabei sei unter anderem auch die Nutzung des Rheins als Energiequelle thematisiert worden.
Aktuelle Projekte, etwa im rheinland-pfälzischen Sankt Goar, zeigten nun zusätzlich neue Möglichkeiten der klimafreundlichen Stromerzeugung auf. Dort sollen kleine Unterwasserturbinen – sogenannte „Energyfische“ – die natürliche Strömung des Rheins nutzen, um emissionsfreien Strom zu erzeugen. Ein geplanter Verbund von 124 Anlagen könnte dort jährlich rund 2,5 Gigawattstunden Strom liefern und damit etwa 500 Haushalte versorgen.
„Diese Technologie ist spannend, weil sie grundlastfähig arbeitet, sich flexibel an wechselnde Wasserstände anpasst und gleichzeitig als sehr umweltverträglich gilt“, führt Hans-Georg Hansen in dem Antrag aus.
Die CDU-Fraktion bittet die Verwaltung daher gemeinsam mit den Stadtwerken zu prüfen, ob ein solcher Einsatz auch in Andernach möglich wäre – beispielsweise zur Eigenstromversorgung im Bereich des Hafens oder anderer kommunaler Einrichtungen.
Für die CDU-Fraktion steht fest: Die Energiewende müsse auch auf kommunaler Ebene mit innovativen und praktikablen Lösungen vorangebracht werden.
