Allgemeine Berichte | 06.06.2014

An der Rhein-Mosel-Fachklinik endete eine Ära

Chefarzt Dr. Andreas Korn in den Ruhestand verabschiedet

Dr. Andreas Korn verabschiedete sich, unterstützt von seiner Ehefrau Gertrud, aus dem Kreis seiner Kollegen und Mitarbeiter an der Rhein-Mosel-Fachklinik.privat

Andernach. An der Rhein-Mosel-Fachklinik (RMF) endete eine Ära. Nicht weniger als 29 Jahre leitete Dr. Andreas Korn die Abteilung Gerontopsychiatrie an der RMF. Nun verabschiedete sich Korn in den Ruhestand, weshalb ihn das Direktorium, die Kollegen und Mitarbeiter noch einmal gebührend feierten. In seiner Rede hob Dr. Stefan Elsner, Ärztlicher Direktor der RMF, den hohen Stellenwert des vitalen Chefarztes hervor: „Sie haben einen wesentlichen Teil der Klinikgeschichte geprägt, und sie haben einen wesentlichen und wechselhaften Teil dieser Geschichte miterlebt.“ Elsner spielte damit auch auf die Gründung des Landeskrankenhauses (AöR) an, das 1997 die Geschicke der Rhein-Mosel-Fachklinik als Träger übernommen hat.

Oberärztin Dr. Marion Bauer-Hermani stellte heraus: „Sie waren unser Lehrmeister, der sein Fachgebiet exzellent verstanden und sein Wissen gern bereitwillig weitergegeben hat.“

Korn selbst dankte in seiner Ansprache sichtlich bewegt allen Kollegen und Mitarbeitern und besonders seiner Ehefrau Gertrud: „Ohne dich hätte ich es sicher nicht geschafft.“ Medizin und Führung wurden Korn schon in die Wiege gelegt, als er vor 65 Jahren in Bielefeld geboren wurde, als Sohn eines Arztes und als das älteste von sechs Kindern. Nach dem Abitur zog er ins Rheinland, dem er bis heute treu geblieben ist. Von 1971 bis 1977 hat Korn in Köln studiert. Ab Oktober 1978 war er vier Jahre Assistenzarzt in der damaligen Kölner Universitäts-Nervenklinik.

Im Oktober 1982 begann Korn an der damaligen Landesnervenklinik Andernach mit der Fortsetzung der psychiatrischen Weiterbildung. Im November 1983 erhielt er von der Bezirksärztekammer Koblenz die Anerkennung als Arzt für Neurologie und Psychiatrie. Die Zusatzbezeichnungen „Psychotherapie“ und „Klinische Geriatrie“ folgten. Schon einige Zeit in Amt und Würden, wurde Korn 1989 promoviert, mit „magna cum laude“, mit einer Arbeit über morphometrische Untersuchungen an Nervenästen von Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen. Der Bielefelder machte in Andernach bemerkenswert schnell Karriere.

Als Weiterbildungsassistent gekommen, dauerte es nur wenig mehr als zwei Jahre, bis er Ende 1984 zum Leitenden Abteilungsarzt der Gerontopsychiatrie ernannt wurde.

In all den Jahren hat er beständig an der diagnostischen und therapeutischen Weiterentwicklung der Abteilung gearbeitet „und mit seinen Mitarbeitern für das Renommee und die hervorragende Leistungsfähigkeit der einzigen gerontopsychiatrischen Fachabteilung im Norden von Rheinland-Pfalz gesorgt“, lobte Elsner.

Das geschah aber nicht nur durch seinen engagierten chefärztlichen Einsatz in der Klinik. Zahlreiche Vorträge hat er im Lauf der Jahre an verschiedenen Orten gehalten. Lange Zeit bot Korn Sprechstunden zu Fragen um die Demenz in Gesundheitsämtern an. Außerdem war er vielfach als Gutachter tätig und beteiligte sich an Forschungsprojekten.

Des Weiteren war Korn langjährig als Konsiliararzt vor allem in Koblenzer Allgemeinkrankenhäusern tätig.

„Natürlich war er auch erfolgreich an der Weiterbildung einer großen Zahl von Assistenzärzten beteiligt, in der klinischen Praxis wie im theoretischen Unterricht. Viele Jahre hatte er einen Lehrauftrag der Universitätsmedizin Mainz für die Ausbildung unserer PJ-Studenten“, resümierte Elsner.

Korn und Elsner arbeiteten 18 Jahre zusammen. Der Abschied fiel Elsner schwer: „Ich habe ihn in dieser Zeit als einen Kollegen erlebt, der sich stets mit Elan für eine gute Versorgung der Patienten eingesetzt hat, dabei auch immer wieder kämpferisch für die Belange seiner Abteilung. Wir haben zahllose Gespräche geführt, bei denen er immer kompromissbereit und lösungsorientiert war, und ich konnte mich darauf verlassen, dass eine einmal getroffene Absprache eingehalten wurde.“

Dr. Andreas Korn verabschiedete sich, unterstützt von seiner Ehefrau Gertrud, aus dem Kreis seiner Kollegen und Mitarbeiter an der Rhein-Mosel-Fachklinik.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Image Anzeige
Rund ums Haus
10 Jahre NoWi
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Titel
Nachruf-Anzeige Marjanca Maguin
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0284#
Brunnenfest Bad Breisig
Brunnenfest Bad Breisig
Empfohlene Artikel
Zeltlageratmosphäre gab es bei der Singerunde am Mariendom
25

Ein flackerndes Lagerfeuer ist Garant für eine fröhliche, träumerische, entspannte Atmosphäre – und wenn dann gemeinsam gesungen wird, ist die Romantik des Zeltlagers perfekt. „Wir am Dom“, das Gemeindeteam vom Mariendom, hatte zur Singerunde am Lagerfeuer eingeladen – und fast vierzig Kinder, Jugendliche und Erwachsene kamen Anfang Mai in den Pfarrhausgarten am Andernacher Mariendom, um „dat Jeföhl“ der Gemeinschaft am Lagerfeuer zu erleben.

Weiterlesen

Weitere Artikel
In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen.Foto: Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz
41

Beweidungsprojekt wächst auf fast 30 Hektar

Wasserbüffel erobern neue Flächen in den Thürer Wiesen

Thür. In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen. Damit stehen der Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz ab sofort zusätzliche zehn Hektar Feuchtwiesen westlich der L113 als Ökokontofläche zur Verfügung. Insgesamt umfasst die Projektfläche in den Thürer Wiesen nun fast 30 Hektar.

Weiterlesen

Die Stadt Andernach hat ihr beliebtes Naherholungsgebiet, die Mayener Hohl, in den vergangenen Monaten umfassend forstwirtschaftlich aufgewertet. Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
30

Stadt Andernach entwickelt innerstädtischen Grünzug ökologisch weiter

500 neue Bäume für die Mayener Hohl

Andernach. Die Stadt Andernach hat ihr beliebtes Naherholungsgebiet, die Mayener Hohl, in den vergangenen Monaten umfassend forstwirtschaftlich aufgewertet. Entlang des rund 600 Meter langen innerstädtischen historischen Weges standen vor allem zwei Ziele im Fokus: die Wiederherstellung der Verkehrssicherheit und die nachhaltige Stärkung des gesamten Gehölzbestandes.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Rund ums Haus
Imageanzeige
Dauerauftrag 2025
Dauerauftrag 2026
Titelanzeige
Gebrauchtwagenanzeige
125 jähriges Jubiläum Moses - Aktionsanzeige
Anzeige neuer Mitarbeiter Jürgen Paaß
Azubispots Bad Neuenahr-Ahrweiler
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, Mai 2026
Brunnenfest in Bad Breisig
Brunnenfest Bad Breisig
Brunnenfest
Brunnenfest Bad Breisig
TdoT FFW Burgbrohl
Kirmes in Kripp