Lokalsport | 29.06.2026

Hitzeschlacht Westerwald

Daniel Kistner erkämpft zweiten Platz beim Duathlon in Dreikirchen

Daniel Kistner mit starkem PODIUM bei der Hitzeschlacht im Westerwald /Dreikirchen

Dreikirchen / WW. – Was für ein dramatischer Sportsonntag im Westerwald! Am vergangenen Wochenende verwandelte sich der 28. systemceram Duathlon in eine absolute Hitzeschlacht.

Bei extremen klimatischen Bedingungen und erbarmungslosen, tropischen Temperaturen weit jenseits der 30-Grad-Marke feierte der lokale Ausnahmeathlet Daniel Kistner einen fulminantes „Comeback“:

Nach einem taktisch brillanten und aufopferungsvollen Rennverlauf sicherte er sich den sensationellen 2. Gesamtplatz.

Schon am Vormittag stand die Luft über dem Startgelände am Schwimmbad in Hundsangen. Die Athleten blickten beim Warm-up in den flimmernden Horizont – jedem war klar: Heute geht es nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern gegen den eigenen Körper und die extreme Natur.

Der Veranstalter, SC Alemannia Dreikirchen, reagierte blitzschnell auf die Wetterwarnungen. Dank zusätzlicher Lieferanten und lokaler Partner wurden in den Wechselzonen Hundsangen und Dreikirchen zusätzlich Eis, hunderte Liter Elektrolytgetränke und zusätzliche Schwämme bereitgestellt.

Ohne diese logistische Meisterleistung der lokalen Sponsoren wäre ein Rennen unter diesen Extrembedingungen kaum vorstellbar gewesen.

Taktik und pure Willenskraft von Daniel Kistner

Als der Startschuss fiel, „explodierte“ das Feld trotz der Hitze. Daniel ging das Rennen taktisch klug, aber mit extrem hoher Intensität an.

• 1. Lauf (1 km): Auf dem aufgeheizten Asphalt rund um das Hundsangener Freibad wurde von Beginn an ein mörderisches Tempo angeschlagen. Mit einer starken Zeit von nur 4:22 Minuten setzte sich Daniel sofort in der absoluten Spitzengruppe fest und wechselte in Rekordzeit aufs Rad.

• Die Radstrecke (ca. 20 km): Hier zeigte sich die wahre Härte des Westerwaldes. Die giftigen Anstiege boten keinerlei Schatten. Der Fahrtwind brachte keine Abkühlung, sondern fühlte sich an wie ein Föhn. Mit purer Willenskraft und einer aerodynamischen Glanzleistung brannte er ein tolles Ergebnis von 41 Minuten in den Asphalt.

• 2. Lauf (ca. 5 km): Der abschließende Laufabschnitt nach Dreikirchen hinein wurde zum finalen Charaktertest. Der Körper schrie nach Kühlung, die Muskeln krampften. Doch angepeitscht von den Zuschauern am Streckenrand mobilisierte Daniel die allerletzten Reserven.

Nach aufopferungsvollen 24 Minuten im finalen roten Bereich überquerte er völlig erschöpft, aber überglücklich die Ziellinie.

Mit diesem fulminanten Finish sicherte sich Daniel Kistner den hervorragenden zweiten Platz auf dem Podium. Im Ziel sackte er wie viele andere Finisher erst einmal zusammen, bevor der Jubel ausbrach.

„Es war die reinste Hölle da draußen, die Luft hat gebrannt“, konnte Daniel kurze Zeit später stolz resümieren. Danach war dann erst einmal eine verdiente Erfrischung angesagt.

Daniel Kistner mit starkem PODIUM bei der Hitzeschlacht im Westerwald /Dreikirchen Foto: Privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag 2025
Dauerauftrag Imageanzeige
Verkaufsstart KuK
Andernach schmeckt
Innovatives aus Weißenthurm
Kirmes in Brohl
Empfohlene Artikel
Trafen sich auf der Andernacher Sportanlage (v.l.): Yannik Veldhaus, Torsten Helf, Elmar Schulz, Paul Schmitz, Oberbürgermeister Christian Greiner, Katharina Steinmetz, Hans-Werner Bartz und Carina Lang
27

Andernach. Die Organisatoren des bevorstehenden Benefiz-Fußballspiels gegen die Lotto-Elf am 17. September trafen sich zur Besichtigung der Andernacher Sportanlagen. Da von einer Vielzahl von Zuschauern ausgegangen wird, sind für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach in Abstimmung mit der Stadtspitze und den zuständigen Ämtern viele Dinge zu erörtern und festzulegen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Beim Überqueren dieser Stelle wurde der junge Mann fortgerissen. Foto: Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik
2541

Der junge Mann wurde von der Strömung mitgerissen und wird seither vermisst

28.06.: Schwerer Unfall am Rhein: 20-Jähriger verschwindet spurlos

Region. Am 28.06.2026, gegen 18:45 Uhr, hielt sich ein 20-jähriger Mann gemeinsam mit Freunden am Rhein in Höhe des Binger Mäuseturms (Rheinkilometer 530,1) auf. Beim Überqueren einer Wasserrinne geriet er in die Strömung, ging unter und wurde anschließend nicht mehr gesehen.

Weiterlesen