Neujahrsempfang der CDU Andernach
Das neue Jahr wird politisch „sehr interessant“
Ebehard Ginger als Gastredner
Andernach. Die CDU Andernach startete kürzlich den Reigen der Neujahrsempfänge der politischen Parteien. In der Stadthausgalerie begrüßte der Stadtverband zahlreiche Gäste (nicht ausschließlich Parteimitglieder) und stimmte auf das politische Jahr 2013 ein. Es wird „politisch ein sehr interessantes Jahr“, sagte denn auch die Stadtverbandsvorsitzende Mechthild Heil: Mehrere Landtagswahlen und die Bundestagswahl stehen im Kalender. Die Bundestagsabgeordnete will natürlich, dass Angela Merkel wieder zur Kanzlerin gewählt wird, man wolle die „erfolgreiche Politik“ fortsetzen.
Eine Wahl heiße für Regierungen, „Rechenschaft“ abzulegen. Mechthild Heil sagte, man stehe „gut“ da, in Bund, im Land, im Kreis und der Kommune. Die Wirtschaft brummt, „während andere den Anschluss verlieren“. Aber auch in Deutschland müsse man „jeden Tag neu dafür kämpfen“, dass es so bleibe.
SPD gönnt den „kleinen“ Leuten nichts
Selbstverständlich wurde auch gegen die politische Konkurrenz kräftig ausgeteilt: Rot-Grün wolle zu viele Steuern erhöhen, klagte sie an. Das sei mit den bürgerlichen Parteien nicht zu machen. Allerdings habe die SPD im Bundesrat eine Initiative geblockt, um die berüchtigte kalte Progression zu mindern. Das Geld von Lohnerhöhungen, so Heil, solle schließlich auch im Geldbeutel der Menschen ankommen. Aber: „Die SPD gönnt gerade den kleinen Leuten nichts.“ Sie kritisierte auch die Zustände beim Thema Kinderbetreuung. In Andernach stand man bislang gut da. Doch bei der Erweiterung der Kinderbetreuung habe sich die SPD „zu sehr auf die Hilfe der Genossen im Land verlassen“.
Last des Ehrenamtes
Als Gastredner kam in diesem Jahr Heils Bundestagskollege Eberhard Gienger nach Andernach. Der ehemalige Turnweltmeister am Reck und zweifache „Sportler des Jahres“ ist stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgruppe Sport und Ehrenamt der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Der Ex-Sportler hob natürlich den Wert des Sports hervor, plädierte dafür, Kinder zu mehr Sport anzutreiben und machte auch Älteren Mut, sich noch aktiv körperlich zu betätigen. Heute hat man die Chance, sehr alt zu werden - das macht mehr Spaß, wenn man auch gesund ist. In der Regel läuft Sport über Vereine: Vereine seien der „Kit“, so Gienger, der die Gesellschaft zusammenhalte. Doch die Lust, sich ehrenamtlich zu engagieren, wird offensichtlich geringer. Der Bundestagsabgeordnete sprach von der „Last des Ehrenamtes“. Viele Menschen, die das tun, wollten es nur für eine begrenzte Zeit und ohne die Sorge, dass man etwa als Vereinsvorsitzender persönlich haftbar gemacht wird. Hier hilft der Staat, sagte Gienger, unter anderem mit der Erhöhung der Steuerfreiheit oder mit geschaffenen Erleichterungen beim Haftungsrisiko für ehrenamtlich Tätige. „Die Politik hat einiges getan.“ WPA
