Allgemeine Berichte | 01.11.2013

-Anzeige- „Herz-Seminar“ in der Mittelrhein-Halle Andernach

„Das schwache Herz“

Für Patienten und Interessierte am 12. November

Andernach. Wie in jedem Jahr führen auch im November diesen Jahres die Andernacher Kardiologen wieder ein „Herz-Seminar“ für Patienten und alle Interessierten am Dienstag, 12. November, 19 Uhr, Mittelrhein-Halle Andernach, durch. Das diesjährige Thema lautet: „Das schwache Herz“.

Dr. med. H. Degen, Leitender Arzt Kardiologie am St. Nikolaus-Stiftshospital, Dr. med. C. Schittek, niedergelassener Kardiologe in Andernach und Dr. med. U. Hambach, Oberarzt Kardiologie am St. Nikolaus-Stiftshospital werden diese Veranstaltung wieder gemeinsam durchführen. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Herzstiftung finden bundesweit im November Informationsveranstaltungen zum Thema „Herzschwäche“ statt.

Das Herz-Seminar richtet sich an Patienten, die an einer Herzschwäche leiden, aber insbesondere auch an alle Interessierten, insbesondere auch zur Frage einer möglichen Vorbeugung.

Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Hintergrundinformationen

Das Herz ist der „Motor des Lebens“. Der Mensch ist darauf angewiesen, dass sein Herz gut funktioniert. Was passiert, wenn der Motor seine Kraft verliert, schlapp macht, sodass es zu einer Herzschwäche kommt, was sind die Ursachen einer Herzschwäche, wie kann man das Entstehen einer Herzschwäche vermeiden und wie kann man eine bereits eingetretene Herzschwäche behandeln? All diese Fragen zum Thema Herzschwäche (medizinischer Fachausdruck: Herzinsuffizienz) werden bei der Veranstaltung angesprochen werden.

In Deutschland leiden circa zwei bis drei Millionen Menschen an einer Herzschwäche. Bei einer chronischen Herzschwäche nimmt die Pumpleistung des Herzens so weit ab, dass nicht mehr genügend Blut und damit Sauerstoff und Nährstoffe zu den Organen wie Gehirn, Nieren, Muskeln gepumpt werden können. Die chronische Form der Herzschwäche beginnt oft schleichend. Daher wird eine chronische Herzschwäche oft erst spät erkannt. Die betroffenen Menschen klagen über verschiedene Krankheitszeichen (Symptome): Kurzatmigkeit, insbesondere bei körperlichen Belastungen, allgemeiner Leistungsabfall, Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit, Beinschwellung durch Wasseransammlungen und eine Vielzahl von weiteren Beschwerden.

Die moderne Medizin bietet gute Möglichkeiten: Durch moderne, auch schonende Untersuchungsverfahren lässt sich früh eine Herzschwäche erkennen und die Ursache feststellen. Sehr unterschiedliche Ursachen können zu einer Herzschwäche führen. Daher ist es Aufgabe des Arztes, zunächst die zugrunde liegende Erkrankung festzustellen. Ursachen können sein: Bluthochdruckerkrankung, eine Verengung der Herzkranzgefäße (KHK), Herzklappenfehler, Herzmuskelerkrankungen, Herzrhythmusstörungen. Aber auch Medikamente oder Alkohol können dem Herzen schaden. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl weiterer Ursachen, die vom Kardiologen abzuklären sind.

Ursachenorientiert lässt sich dann eine Behandlung der Herzschwäche in die Wege leiten. Sehr unterschiedliche Behandlungsmethoden wie Medikamente, Herzschrittmacher-Therapien, Herzkatheterverfahren, Herz-Operationen und anderes mehr stehen zur Verfügung. Auch die Art, wie der Patient mit seiner Erkrankung umgeht und sein Leben danach richtet, ist entscheidend für den weiteren Krankheitsverlauf.

Durch viele neue Behandlungsverfahren, konnte in den letzten 20 Jahren die Lebensqualität von Patienten mit Herzschwäche deutlich gebessert werden. Auch die Lebenserwartung solcher Patienten hat sich deutlich gesteigert.

Beim Vorliegen einer „Herzschwäche“ besteht für den Patienten ein deutlich erhöhtes Risiko in Bezug auf gefährliche Herzrhythmusstörungen. Auch der plötzliche Herztod („Sekundentod“) kann dabei auftreten. In einer solchen Situation hilft nur das beherzte Handeln von Menschen, die in einer solchen Situation anwesend sind. Hier gilt es, sofort den Notarzt zu rufen und mit einer Herzwiederbelebung (Reanimation) zu beginnen. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern fehlt in Deutschland vielen Menschen die Kenntnis oder der Mut, mit einer solchen Wiederbelebung zu beginnen. Frühe Wiederbelebungsmaßnahmen sind letztendlich aber entscheidend für das Überleben des Patienten. Da diese Wiederbelebungsmaßnahmen relativ einfach sind, möchten die Veranstalter im Rahmen dieses Herzseminars diese sogenannte „Laien-Reanimation“ den Teilnehmern nahebringen. Praktische Übungsmöglichkeiten werden zur Verfügung stehen.

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