Generalsekretärin Andrea Nahles eröffnet Wahlkampf in ihrem Wahlkreis
„Dialog-Box“ der SPD in Andernach
Andernach. Sich in diesem Jahr über das Wetter zu echauffieren, ist schlicht sinnlos. So erschien denn auch die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles bei strömendem Regen gewohnt gut gelaunt in den Rheinanlagen, um der Presse die „Dialog-Box“ ihrer Partei zu präsentieren. Dieser kleine Bau aus Beton wird bis zur Bundestagswahl im September in vierfacher Ausfertigung durch die Republik geschickt (100 Orte sind geplant), um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und die Politik der Sozialdemokraten näher zu bringen. Flankiert wird das Gesprächsangebot mit einem kleinen Rahmenprogramm, etwa der Präsentation von Filmen. Andrea Nahles hat nicht nur ihren eigenen Wahlkampf im hiesigen Wahlkreis 199 zu managen. Vielmehr verantwortet sie als Generalsekretärin den gesamten Bundestagswahlkampf der SPD. Umso mehr muss sie sich auf die Genossen verlassen, die eigens geschult wurden, um mit den Menschen des Landes ins Gespräch zu kommen. Hintergrund der mehr als ein dreiviertel Jahr dauernden Schulung der freiwilligen Wahlkampfhelfer der SPD (laut Nahles nicht ausschließlich SPD-Mitglieder) ist auch die Vorbereitung auf die „Tür-zu-Tür-Kampagne“. Es ist möglich, dass es beim ein oder anderen an der Tür klingelt und SPD-Wahlkämpfer vor der Tür stehen - gelegentlich soll auch Kanzlerkandidat Peer Steinbrück dabei sein. Erste Erfahrungen bei den Hausbesuchen seien „überwiegend positiv“, so Andrea Nahles. Die „eigentliche Kunst“ dabei sei es, „fragend unterwegs zu sein“. Denn die sozialdemokratischen Wahlkämpfer sollen den Menschen nicht die Slogans der Partei um die Ohren hauen: Man möchte wissen, wo der Schuh drückt. Beispielsweise werde, so Nahles, gefragt, was sich nach Ansicht der Befragten ändern soll. Erste Antworten betrafen u.a. die Mietpreise. Dass nicht alle Befragten SPD-Wähler sind oder werden, weiß die Generalsekretärin. So sei es denn auch ein weiteres Ziel, die Wahlbeteiligung zu erhöhen. Die Dialoge mit den Wählern sollen Veranstaltungen in großen Hallen ersetzen. Auftritte auf Marktplätzen werden im Wahlkampf offensichtlich ebenfalls bescheidener geplant, um mehr Raum für den direkten Austausch zu lassen. Die Leute glauben immer weniger den großen Inszenierungen, weiß Andrea Nahles. Aber „authentisch“ zu wirken, gelinge nur, „indem man sich viel Arbeit macht“, sagte sie in Andernach. Dazu gehört auch, dass die „Dialog-Box“ nicht nur in großen Städten aufgebaut wird. In der Berliner Wahlkampfzentrale will die SPD-Generalsekretärin die Rückmeldungen der Wahlkämpfer vor Ort sammeln und auswerten. Dazu wurde eine eigene Software angeschafft, die am Folgetag von beispielsweise Hausbesuchen die Themen sammelt. Sie habe sich das in Chicago abgeschaut, sagt sie.
Andrea Nahles mit einem Mitarbeiter auf der „Dialog-Box“.
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