Allgemeine Berichte | 18.04.2019

13. Austausch mit Winnipeg am Bertha-von-Suttner-Gymnasium

Die Kanadier sind los

Freudig wurde man begrüßt. Foto: privat

Andernach. Zum 13. Mal fand der seit nunmehr 25 Jahren bestehende Austausch zwischen dem Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Andernach mit der Arthur A. Leach School aus Winnipeg/Kanada statt. Bunte ‚Welcome to Andernach‘-Plakate hatten die deutschen Kinder der 8. Klasse des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums mit an den Andernacher Bahnhof gebracht, wo sie jubelnd ihre kanadischen Partner in die Arme schlossen. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich bereits beim Besuch der Deutschen in Winnipeg im Oktober kennengelernt, und lange diesem Rückbesuch entgegengefiebert.

Für die kanadischen Schüler/innen bedeutete der Besuch in Europa, eine komplett andere Welt zu entdecken. Manitoba, ihre Heimatprovinz, ist geprägt durch weite unbewohnte Flächen. Außerhalb von Winnipeg fährt man oft Stunden über Land, ohne Siedlungen oder Menschen zu sehen. Hier in Deutschland und besonders an der Rhein-Schiene kamen die jungen Gäste aus dem Staunen nicht mehr heraus - so dicht besiedelt, so viele Menschen an Bahnhöfen, auf den Straßen und in den vielen kleinen und auch großen Städten. Was nehmen sie mit nach Kanada? Sicher auch die Eindrücke aus der Begegnung mit der zweitausendjährigen Geschichte unserer Region, denn der diesjährige Austausch beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit dem Thema ‚Die Römer im Rheinland‘. Es fanden ebenso spannende wie lehrreiche Exkursionen statt, zum Beispiel zu den Römerwelten in Bad Hönningen und nach Trier. Die Schüler und Schülerinnen zeigten sich tief beeindruckt von der dort noch erhaltenen, z.T. zweitausend Jahre alten Architektur - ihre Heimatstadt Winnipeg wurde schließlich erst im 19. Jahrhundert gegründet. Aber wovon sie und natürlich auch die Deutschen am meisten geprägt wurden und profitierten, war das enge Zusammenleben mit den jeweiligen Gastgebern und deren Familien. Die in der Schule gelebte interkulturelle Kompetenz, der konstruktive Umgang mit dem Fremden, sich aufeinander einzustellen und voneinander zu lernen, all das wurde hier greifbar und ganz praktisch trainiert. Für die deutschen Schüler/innen kam noch eine intensive Vertiefung und Erweiterung ihres Englisch hinzu, zumal die kanadischen Partner an ihrer Schule kein Deutsch lernen. Nach knapp zwei Wochen ging der schulisch und persönlich überaus erfolgreiche Austausch nun zu Ende. Der Abschied war schwer und verlief nicht ohne Tränen. Was bleibt? Das konkret neu Gelernte, aber auch die unbezahlbaren Erfahrungen. Und bei dem ein oder anderen vielleicht auch Freundschaften, die fürs Leben geschlossen wurden.

Freudig wurde man begrüßt. Foto: privat

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  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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