Notizen aus der letzten Stadtratssitzung
Die Stadt geht mit ausgeglichenem Haushalt ins kommende Jahr
Andernach. Die Stadt Andernach hat für das kommende Jahr einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt und rechnet sogar mit einem, wenn auch kleinen, Überschuss von rund 11.000 Euro. „Eine schwarze Null sei heute schon beachtlich“, zeigt sich Oberbürgermeister Achim Hütten in der Stadtratssitzung mit dem Ergebnis zufrieden. „Laut Vermögensplan sind jedoch Investitionsprogramme erforderlich, sodass eine leichte Nettoverschuldung nicht zu vermeiden ist“, so Hütten, die sich jedoch in einem überschaubaren Rahmen halte. Die geplanten Investitionen sind unter anderem der soziale Wohnungsbau, für den eine Million Euro veranschlagt wurden. So soll unter anderem am Schwimmbad ein Mehrfamilienhaus mit rund 16 Wohnungen entstehen. „Für ein weiteres Projekt wird noch nach einem passenden Grundstück gesucht“, so Hartmut Dressel (FWG). Judith Lehnigk-Emden (FDP) begrüßte die Investitionen in den sozialen Wohnungsbau. „Sie persönlich kenne viele Familien, die in viel zu kleinen Wohnungen leben und sich über bezahlbaren Wohnraum freuen würden.“ Weitere 480.000 Euro sind für die Sanierung der Historischen Altstadt vorgesehen. Hierunter fallen unter anderem auch die Neugestaltung des Parkplatzes am Runden Turm sowie die Präsentationsfläche der Römerfunde. Rund 1,1 Millionen Euro werden in eine neue, LED-Straßenbeleuchtung investiert. „Hierfür erwartet die Stadt jedoch einen hohen Zuschuss“, so Hütten. Auch im kommenden Jahr werden sich die Andernacher Bürgerinnen und Bürger auf Straßenbaumaßnahmen an diversen Straßen einstellen müssen. Die teuersten Maßnahmen sind dabei die Sanierung der Albertstraße, die mit 850.000 Euro zu Buche schlägt, sowie der Füllscheuerweg, für dessen Sanierung 620.000 Euro veranschlagt sind. „Diese großen Investitionen belasten sowohl unseren städtischen Haushalt, als auch die Anwohner“, so Gerhard Masberg (CDU). Dennoch gebe es keine gerechte Alternative, um unsere Heimatstadt lebens- und liebeswert zu erhalten, so Masberg. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Marc Ruland forderte in diese Zusammenhang nochmal über eine Einführung von wiederkehrenden Beiträgen zu diskutieren, da zurzeit lediglich die Anwohner an den Kosten beteiligt werden. 330.000 Euro sind für weitere Sanierungsarbeiten an der Grundschule St. Peters eingeplant, während die Feuerwehr für rund 428.000 Euro aufgerüstet wird. Der Haushalt wurde mit einer Gegenstimme verabschiedet. Jürgen Schartmann (Die Linke) stimmte als einziger gegen den Haushalt, da seiner Meinung nach die sozial Schwachen zu wenig berücksichtigt wurden.
