Gleichberechtigung stärken
Dokumentarfilm ‚Die Unbeugsamen‘ in Andernach zeigt Frauenkampf um Gleichberechtigung
aus Andernach
Andernach. Politik - eine reine Männersache? Das Kommunale Kino zeigte den Dokumentarfilm „Die Unbeugsamen“.
Das Grundgesetz feiert dieser Tage 77. Geburtstag. Das war für die Ehrenamtsinitiative „Kommunales Kino Andernach“ Anlass, im Gemeindesaal der Christuskirche den Dokumentarfilm „Die Unbeugsamen“ aus dem Jahr 2020 zu zeigen.
Im Kreuzgang wurde unter Beteiligung der SPD-Frauen Andernach eine interaktive Aktion durchgeführt, die anschaulich zeigte, wie ein Gesetz entsteht - vom Referentenentwurf bis zum Inkrafttreten. Im Saal stand Artikel 3 des Grundgesetzes im Mittelpunkt. Gleichberechtigung und Chancengleichheit. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, wie diese Werte heute erlebt werden und welche Parallelen sich zum Film ziehen lassen.
Der Film selbst gab eindrücklich wieder, wie Frauen gegen große Vorurteile und sexistische Diskriminierung ankämpften - sie mussten sich ihre Beteiligung an den demokratischen Entscheidungsprozessen gegen erfolgsbesessene und amtstrunkene Männer regelrecht erkämpfen. Nicht selten erfolgte Hohngelächter im Bundestag, wenn Frauen ihre Rechte einforderten. Insgesamt gesehen jedoch fand durch die Jahrzehnte hindurch eine Wandlung des Frauenbildes statt: Die Entwicklung von Randfiguren, deren Dasein sich vornehmlich auf die Rolle als Dienerin des Hausherrn und Erzieherin der Kinder beschränkte hin zur verantwortungsbewussten Politikerin, die es sogar bis zur Kanzlerin schaffte, ist nachvollziehbar.
Die Fußball WM wirft ihre Schatten voraus. So widmet sich der nächste Film am Dienstag, den 16. Juni, dem Thema Fußball: In einer deutschen Tragikomödie wird die Geschichte eines autistischen Jungen erzählt, die auf einer wahren Begebenheit beruht. Bitte vormerken!
