24. Andernacher Musiktage auf Burg Namedy - Mit Eröffnungsgala und feierlichem Abschlusskonzert -
Drei Tage niveauvolle Kultur für alle Sinne
Andernach. Nicht jeder weiß, dass sich auch große Komponisten der Klassik von ihren musikalischen Vorbildern inspirieren ließen, dass sie von ihnen lernten. Nina Tichmann, Pianistin und Mitglied des bekannten und in der Musikwelt hoch geschätzten XYRION-TRIOS, trat dazu bei der Präsentation der diesjährigen XXIV. Andernacher Musiktage eindrucksvoll den Beweis an. Mit zwei Klavierstücken von Wolfgang Amadeus Mozart (Fragment einer suite kv.399-Overture und Kleine Gigue in G major, K. 574), die von anwesenden Musik-Kennern eindeutig Bach zugeordnet wurden, erläuterte sie die Idee zur diesjährigen Programmgestaltung unter dem Motto „Große Vorbilder et un petit Divertissement“. Ludwig van Beethoven steht zwar im Mittelpunkt des Programms, es geht aber auch um den Einfluss seiner Musik auf zeitgenössische Komponisten, wie Mozart, Brahms, Gounod oder Schubert. Die 24. Andernacher Musiktage mit namhaften internationalen Künstlerinnen und Künstler finden vom 16. bis 18. Mai im historischen Ambiente der Burg Namedy statt. Die künstlerische Leitung des Festivals obliegt seit 2007 dem XYRION TRIO, das sich aus den Musikhochschul-Professorinnen Nina Tichmann am Klavier, Ida Bieler, Violine und Maria Kiegel, Violoncello, zusammensetzt.
Oberbürgermeister Achim Hütten begrüßte im Rittersaal der Burg Namedy neben Bürgermeister Claus Peitz, Mitarbeiter des Kulturamtes, Vertreter des Kulturausschusses und des Förderkreises der Burg Namedy, Sponsoren und Medienvertreter zur Vorstellung des Festivalprogramms. In Richtung der Burgherrin, Heide Prinzessin von Hohenzollern, dankte er für „die Gastfreundschaft und die Seele des Hauses, die auf Gäste ausstrahlt.“
Ein „Fest“ für alle Sinne
Gastgeberin und Festival-Gesamtleiterin Heide Prinzessin von Hohenzollern lenkte die Aufmerksamkeit besonders auf den „Tag auf Burg Namedy“, 18. Mai, der mit einer Matinée beginnt, mit der Ausstellung „Entdeckungen“ der Malerin Maria Amos am Nachmittag fortgeführt wird und mit einem feierlichen Abschlusskonzert endet. Außerdem könne man nachmittags den Klängen des spanischen Gitarristen Rafal Aguirre lauschen und sich an Kaffee, Kuchen und herzhaften Leckereien erfreuen. Alle Sinne kämen an diesem Tage auf ihre Kosten.
Unverwechselbarkeit, künstlerische Qualität und Vielfalt sind die Markenzeichen dieses Festivals, das einen festen und viel beachteten Platz in der rheinländischen Kammermusikszene hat. „Das ist alles nur möglich durch den Dreiklang der Musikerinnen, des Hauses von Hohenzollern, der Stadt Andernach und der Sponsoren“, so Achim Hütten, der noch ergänzte, dass höhere Eintrittspreise nicht zu einer spürbaren Verbesserung der betriebswirtschaftlichen Seite der Veranstaltungen beitragen würden.
Kartenvorverkauf und Infos
Weitere Informationen zu den Andernacher Musiktagen erhalten Interessierte unter www.andernachermusiktage.de. Karten sind im Vorverkauf auf Burg Namedy, Tel. (0 26 32) 4 86 25, erhältlich.
Programm der XXIV. Andernacher Musiktage
„Große Vorbilder et un petit Divertissement“ - Kammermusikfestival der Stadt Andernach vom 16. bis 18. Mai -
Künstlerische Leitung: XYRION TRIO - Nina Tichman (Klavier), Ida Bieler (Violine), Maria Kliegel (Violoncello); Gesamtleitung des Festivals: Heide Prinzessin von Hohenzollern
Freitag, 16. Mai: Eröffnungsgala, Beginn 19 Uhr
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Klaviertrio C-Dur KV 548; Ludwig van Beethoven (1770-1827): Klaviertrio Es-Dur op. 70, Nr. 2; Johannes Brahms (1833-1897): Klaviertrio C-Dur op. 87 - XYRION TRIO
Im Anschluss an das Konzert findet der traditionelle Eröffnungs-Empfang für das Publikum statt.
Samstag, 17. Mai: Im Fokus, Beginn 19 Uhr
„Bläserfest“ - Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Es-Dur KV 452; Ludwig van Beethoven (1770-1827): Septett Es-Dur op. 20
Tom Owen (Oboe), Patrick Messina (Klarinette), Geoffrey Winter (Horn), Valentino Zucchiatti (Fagott), Nina Tichman (Klavier), Ida Bieler (Violine), Matthias Buchholz (Viola), Maria Kliegel (Violoncello), Szymon Marciniak (Kontrabass)
Sonntag, 18. Mai, 12 Uhr: Matinée - Ein Tag auf Burg Namedy -
„Petit Divertissement“ - Ludwig van Beethoven (1770-1827): 1. Sinfonie C-Dur, Fassung für Klaviertrio und Flöte; Charles Gounod (1818-1893): Petite Symphonie B-Dur, Fassung für Bläserquintett
Alja Velkaverh (Flöte), Tom Owen (Oboe), Patrick Messina (Klarinette), Valentino Zucchiatti (Fagott), Geoffrey Winter (Horn), Ida Bieler (Violine), Maria Kliegel (Violoncello), Nina Tichman (Klavier)
Sonntag, 18. Mai, 15 Uhr: Vernissage - Freier Eintritt -
Ausstellung - Kunst in der Vorburg
Entdeckungen I“
Maria Amos: Malerei, Raum, Transparenz, Objekte - Maria Amos Forschung ist einzigartig, obwohl sie sich in unterschiedlichen Medien entwickelt. Ihre Sprache ist komplett visuell: Die Bilder präsentieren sich uns, als ob wir sie durch die Augen der Künstlerin anschauen.
Sonntag, 18. Mai, 17 Uhr: Finale
- Feierliches Abschlusskonzert - Ludwig van Beethoven (1770-1827): Quintett Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Es-Dur op. 16; Franz Schubert (1797-1828): Oktett für Klarinette, Horn, Fagott, Streichquartett und Kontrabass F-Dur D 803
Nina Tichman (Klavier), Tom Owen (Oboe), Patrick Messina (Klarinette), Geoffrey Winter (Horn), Valentino Zucchiatti (Fagott), Ida Bieler (Violine), Eugenia Ottaviano (Violine), Matthias Buchholz (Viola), Maria Kliegel (Violoncello), Szymon Marciniak (Kontrabass)
