Allgemeine Berichte | 23.11.2013

Neue alt-katholische Jakobuskirche wird geweiht

Ein Fest des Glaubens für alle

Die Weihe findet am 1. Adventsonntag in Koblenz statt

Koblenz. Die alt-katholische Kirchengemeinde Koblenz feiert am 1. Dezember, 11 Uhr, auf dem Koblenzer Asterstein, Anton-Gabele-Straße, die Weihe ihrer neuen Kirche. Die Kirche befindet sich in dem ehemaligen evangelischen Gemeindezentrum in der Goebensiedlung. Den Weihegottesdienst leitet Bischof Dr. Matthias Ring aus Bonn. „Wir brauchen mehr Platz!“ Das war wohl das entscheidende Argument für die Entscheidung zugunsten eines Ortswechsels der Koblenzer alt-katholischen Gemeinde. Im Dezember 2012 beschlossen die Kirchenmitglieder einstimmig den Kauf des evangelischen Gemeindezentrums im Koblenzer Stadtteil Asterstein. „Solche wichtigen Entscheidungen werden bei uns synodal getroffen, das heißt, alle dürfen mit entscheiden“, sagt Ralf Staymann, der Pfarrer der Gemeinde. Dabei liegt natürlich auch ein wenig Wehmut in der Luft. Vielen Gemeindemitgliedern ist die bislang für die Gottesdienste genutzte Koblenzer Jakobuskapelle in der Nähe des Deutschen Ecks schon seit Jahrzehnten zu einer geistlichen Heimat geworden. „Es hilft ja nichts, denn heute ist die Kapelle zu klein“, sagt Gemeindemitglied Elisabeth Pohl. „Durch den Umzug auf den Asterstein kann die Gemeinde wachsen“, fügt sie ganz realistisch hinzu. Auch das neue Gemeindezentrum ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Tatsächlich liegt die nächste Bushaltestelle unmittelbar vor der Kirchentür. Nun wird am 1. Dezember Bischof Dr. Matthias Ring aus Bonn nach Koblenz kommen, um die Kirche zu weihen. Die Gemeindemitglieder freuen sich, eine evangelische Kirche weiter nutzen zu können. So bleibt sie in Kontinuität ein Haus Gottes. Im Weihegottesdienst soll diese Kontinuität zum Ausdruck gebracht werden, indem ein Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde ein Begrüßungswort spricht. Das soll ein Zeichen dafür sein, dass die Verkündigung an diesem Ort weitergeht. Den neuen Sakralraum gestaltet künstlerisch Peter Klein, alt-katholischer Priester mit Zivilberuf aus dem südbadischen Blumberg. Mittelpunkt der neuen Kirche wird der Altar sein. Bereits beim Betreten des Raumes wird dieses Grundkonzept ins Auge fallen. Von drei Seiten stehen Stuhlreihen um den Altar. Die Sedilien, die Sitze für den liturgischen Dienst, befinden sich gegenüber auf der anderen Seite. So haben Priester und Assistenz ihren Platz inmitten der Gemeinde und auch ihr Blick ist auf Altar und Ambo ausgerichtet. „Mitte der sonntäglichen Eucharistiefeier ist nicht der Priester, sondern Jesus Christus“, so Pfarrer Staymann. So soll auch der Gottesdienst anlässlich der Kirchweihe ein Fest des Glaubens für alle werden.

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