Der Pfarrgemeinderat Nickenich organisierte eine Tour für ältere Mitbürger
Ein Zeugnis der Eifeler Eisenbahngeschichte
Das historische Bahnbetriebswerk in Gerolstein war das Ziel der Gruppe
Nickenich. Der Pfarrgemeinderat führte auch in diesem Jahr wieder eine Fahrt für die Nickenicher Bürger über 60 Jahre durch. Mit einem Reisebus startete man nach Gerolstein. Dort besichtigte man das historische Bahnbetriebswerk unter fachgerechter Führung. Das Bahnbetriebswerk ist ein lebendiges Zeugnis der über 130-jährigen Eisenbahngeschichte in der Eifel. Hier wurden die Loks und Triebwagen für den größten Teil der Eifelstrecken gewartet, sogar für die bekannte Strecke Andernach - Mayen - Gerolstein. Auch heute werden hier noch historische Loks und Triebwagen gewartet und instand gesetzt. Im Lokschuppen konnte man den Handwerkern bei den Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten zusehen. Weiterhin gab es die vollfunktionsfähige Drehscheibe, den riesigen Wasserkran, den Kohlekran zum Befüllen von Dampfloks sowie zahlreiche Loks, Triebwagen und Waggons zu bestaunen. Danach ging es zum Mittagessen in das nahe gelegene Restaurant Forsthaus. Nach dem Mittagessen besichtigte die Gruppe unter fachgerechter Führung die evangelische Erlöserkirche. Als 100. und letzte vom Berliner Kirchenbauverein und aus dem Privatvermögen des Kaisers Wilhelm II. finanzierte Kirche, wurde sie in den Jahren 1911 bis 1913 erbaut. Der Architekt Franz Schwechten hatte zuvor auch die Kaiser-Wilhelm-Gedächniskirche in Berlin entworfen.
Die Innenausstattung ist mit großflächigen Goldmosaiken, Rundbögen und einer dominierenden Kuppel aufwendig ausgestattet. Zur Einweihung der Kirche am 15. Oktober 1913 war das Kaiserpaar selbst anwesend. Bis 1945 gehörte die Kirche dem Hause Hohenzollern, danach der evangelischen Kirche im Rheinland. Nach der Führung fuhr man weiter zum Waldcafé am Gemündener Maar. Einige Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, um einen Verdauungsspaziergang um das Maar zu machen. Danach ging es wieder heimwärts.
