Allgemeine Berichte | 28.06.2019

Kommunales Kino Andernach

Ein kleines Jubiläum mit vielen Zuschauern

Das kommunale Kino geht in die Sommerpause; (v.l): Wladimir Klauser, Hans-Georg Hansen, Brigitte Witschas, Susanne Bender, Doris Jonas, Hiltrud Ruland, Peter Birlem, Gabriele Specht-Birlem und Sigrid Schug. Foto: HG Hansen

Andernach. Die Projektgruppe kommunales Kino der Ehrenamtsinitiative „Ich bin dabei“, konnte mit der 25. Filmvorführung im Gemeindesaal der Christuskirche ein kleines Jubiläum verbuchen. Obwohl draußen ein lauer Sommerabend lockte, kamen 60 Zuschauer, um sich die „Wohlfühl-Geschichte“ von einem alten Mann, der durch eine junge Frau wieder den Wert des Lebens und der Familie entdeckt, anzusehen. Um im Filmsaal ein wenig Summerfeeling zu vermitteln, wurde jedem Besucher ein kühlendes Eis angeboten, das gern angenommen wurde. In ihrer Begrüßung erinnerte die Kümmerin Sigrid Schug an die allererste Filmvorführung der Projektgruppe „Mein ziemlich kleiner Freund“ im Mai 2017 und dankte dem Publikum für seine Treue. Der Film „Mr. Morgan´s Last Love“ beginnt etwas düster: Der betagte Philosoph Matthew Morgan (Michael Caine) ist in tiefer Trauer versunken, weil er seine über alles geliebte Frau an Krebs verloren hat. Von seinen beiden Kindern, die in Amerika leben, hat er sich entfremdet. In all den Jahren, in denen er nun schon in Paris lebt, hat er kaum ein Wort französisch gelernt. Im Bus trifft er eines Tages die zwanzigjährige Pauline. Die beiden vereinsamten Menschen fühlen sich zueinander hingezogen. Doch Matthew hat eigentlich keine Lust mehr zu leben. Bilder des herbstlich melancholischen Paris passen zu seiner Stimmung. Er will sich umbringen - und wird gerettet.

Es ist ein leiser Film um eine innige Wahlverwandtschaft, dessen Dramaturgie sich langsam und auf eine liebenswerte und elegante Art entfaltet. Der knorrige Matthew und die fröhliche Pauline nähern sich einander durch tiefe, verständnisvolle Gespräche und durch die eine oder andere Umarmung. Doch es wird deutlich, dass Matthew zu sehr in seiner eigenen Welt gefangen ist, um auf die Belange anderer Menschen einzugehen - noch nicht mal auf die seiner Kinder. Dass er sich ein wenig daraus hervor bewegt, hat er der zutraulichen und fröhlichen Pauline zu verdanken - wunderbar gespielt von Clémence Poésy. Im Juli geht die Projektgruppe in die Sommerpause. Der nächste Film wird am Dienstag, 20. August wieder im Gemeindesaal der Christuskirche gezeigt. Dann wird nämlich ganz was Feines geboten: in Südfrankreich liefern sich ein Sternerestaurant und ein indisches Lokal einen Wettstreit um ihre Gäste. Es geht um die Magie des Kochens und der Liebe.

Das kommunale Kino geht in die Sommerpause; (v.l): Wladimir Klauser, Hans-Georg Hansen, Brigitte Witschas, Susanne Bender, Doris Jonas, Hiltrud Ruland, Peter Birlem, Gabriele Specht-Birlem und Sigrid Schug. Foto: HG Hansen

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