Seniorenkreis der Kolpingfamilie Andernach
Eine festliche Adventsfeier
Andernach. Die festliche Stunde mit der Adventsfeier der Kolpingsenioren rundet traditionell das jeweilige Veranstaltungsjahr ab. So konnte Josef Nonn, der Leiter des Seniorenkreises, auch in diesem Jahr wiederum eine große Schar von Mitgliedern und Gästen willkommen heißen. Die „Evergreens“, eine Gesangsgruppe des Altherren-Corps der Blauen Funken, eröffneten mit den Liedern „St. Niklas war ein Seemann“ und „Winterwunderland“ die Kaffeetafel. Das reichhaltige Buffet wurde aus Kuchenspenden realisiert.
Während des Kaffeetrinkens arbeiteten Otto Kaiser an der Kamera und Alfred Adams am Mikrofon vom Offenen Kanal, um die Kolpingfamilie Andernach ins rechte Bild und den richtigen Ton zu setzen. Die Ausstrahlung dieser Aufzeichnung wird bald erfolgen. Kernpunkt des Interviews mit dem Vorsitzenden der Kolpingfamilie Georg Manthey und mit Nonn als Seniorenkreisleiter waren die Fragen nach Sinn und Zweck einer Kolpingfamilie, die sich der christlichen Soziallehre verpflichtet fühlt.
Auch hier macht sich der demografische Wandel bemerkbar, wenn es darum geht, neue Mitglieder für die Ziele der „Kolpingianer“ zu gewinnen. So fehlt es besonders in der Generation der Jugend und der jungen Familien mit Kindern deutlich an Nachwuchs. Früher war einer der Schwerpunkte die Unterstützung der Auszubildenden in Theorie und Praxis in der eigenen Lehrlingswerkstatt. So konnte manch junger Mensch in den Fächern mit Nachholbedarf zu einem vernünftigen Abschluss gebracht werden.
Heute fällt es auch immer schwerer, das vereinseigene Kolpinghaus zu unterhalten und auch das Ferienheim der Kolpingfamilie Andernach in Schelborn mit Leben zu erfüllen. Deutlicher Schwerpunkt der Arbeit ist heute eindeutig das Programm für den Seniorenkreis, der sich mindestens einmal im Monat zu einem festen Termin trifft.
Angesprochen auf eine mögliche Überschneidung mit den alten ehrwürdigen Nachbarschaften in der Kernstadt war als klare Antwort zu hören, dass es keine Konkurrenzsituation geben würde, weil jede der Organisationen einen eigenen Schwerpunkt in ihrer Arbeit setzen würde.
Mit dem Lied „Wir sagen euch an, den lieben Advent“ wurde die festliche Stunde eröffnet, in der Weihnachten als Fest des Friedens und der Familien im Mittelpunkt stand. Mit dem Text eines Lieds von Konstatin Wecker „Ich hab einen Traum“, vorgetragen von Manthey, und einer Bild-Meditation von Beate Heinen wurde die Andacht fortgesetzt, immer wieder unterbrochen durch Adventslieder, die von allen Teilnehmern unter musikalischer Begleitung von Heinz Meurer am Schifferklavier gesungen wurden.
Heiteres enthielt die Geschichte von der „Weihnachtsmaus“ nach einem Text von James Krüss, die von Marlene Dornbach vorgelesen wurde und die schlagartig verschwunden war, als alle Süßigkeiten vom Tannenbaum und aus der Vorratskammer verspeist/verschwunden waren. Neben den Fürbitten mit Elfriede Lambertz und Elfriede Neiß und dem Lied „Es kommt ein Schiff geladen“ aus dem Andernacher Gesangbuch Köln 1608 trug Anita Baumann die nachdenkliche Geschichte vom Teilen unter dem Titel „Die Apfelsine des Waisenknaben“ von Charles Dickens vor, die treffender die derzeitige Notwendigkeit von Barmherzigkeit und des Teilens mit den Menschen, die neu zu uns als Flüchtlinge kommen, nicht besser hätte zeigen können.
Nach einem Segensspruch und dem Lied „Leise rieselt der Schnee“ schloss die Andacht. Die „Evergreens“ trugen aus ihrem Repertoire die Lieder „Fröhliche Weihnacht überall“ und „Feliz Navidad“ vor.
In den Dank des Seniorenleiters klinkte sich auch der Vorsitzende der Kolpingfamilie ein, um den vielen Helfern hinter den Kulissen, sei es den Kuchenbäckerinnen, den Bedienungskräften, den Helfern bei der Saalbestuhlung und der Dekoration sowie beim Küchendienst für die tatkräftige Hilfe im Lauf des Jahres mit einem kleinen Präsent zu danken.
Geehrt und mit der Anstecknadel des Kolpingsymbols versehen wurde an diesem Nachmittag auch Hilde Weiler, die neu in die Kolpingfamilie eingetreten ist. Nachdem das Kolpinglied erklungen war, machten sich die Teilnehmer froh und eingestimmt auf das kommende Weihnachtsfest auf den Weg nach Hause.
Hilde Weiler und Georg Manthey.
