ZDF überträgt am 3. Dezember Gottesdienst aus Andernach
Eine große Gemeinschaftsaktion
Ehrenamtliche betreuen im Anschluss an die Ausstrahlung die Telefonschaltung
Andernach. Auf die Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft Andernach kommt etwas Großes zu: am 3. Dezember um 9.30 Uhr wird ein Gottesdienst aus der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, besser bekannt als Mariendom, live im ZDF übertragen. Mehr als 130 Freiwillige sind neben den Hauptamtlichen involviert, damit die 45-minütige Übertragung reibungslos funktioniert. Ehrenamtliche unterstützen das Projekt in den Bereichen Auf- und Abbau, Catering und Telefondienst.
Fast 30 Frauen und Männer informierten sich über die Mitarbeit am Telefon. Im Anschluss an die Ausstrahlung bietet das ZDF Zuschauerinnen und Zuschauern diesen Service an. „Danke, dass Sie sich auf das Experiment einlassen“, begrüßte Pfarrer Stefan Dumont die Interessierten. „In den ersten zwei bis drei Stunden werden die Telefone ununterbrochen klingeln“, weiß Martin Korden von der Katholischen Fernseharbeit der Deutschen Bischofskonferenz. Die Leitungen sind von etwa 10 bis 19 Uhr freigeschaltet. Innerhalb dieser Zeitspanne wählen durchschnittlich 3.000 bis 4.000 Anruferinnen und Anrufer die Nummer; etwa 500 kommen durch.
Pastorales Angebot schaffen
Ziel dieser Telefonschaltung, die die jeweiligen Gemeinden übernehmen, ist es, ein pastorales Angebot zu schaffen. Die Mitarbeiter stellten die Gemeinde dar. Es sei so, als würden sie gemeinsam mit den Mitfeierenden Zuhause nach dem Gottesdienst aus der Kirche treten und kurz darüber sprechen, erklärte Korden.
Der Fachmann nahm den Anwesenden einige Bedenken: „Sie sprechen für die Gemeinde, nicht für die katholische Kirche. Sie müssen also nichts Besonderes wissen. Sie sollten einfach einen guten Willen mitbringen und zuhören.“
Die meisten Anrufer seien sehr froh und dankbar. Einige nutzten die Hotline, um mit Jemanden über ihre Sorgen zu sprechen. Es riefen viele einsame Menschen an. Zudem käme es gelegentlich zu Verwechselungen. „Wir sind nicht die Telefonseelsorge. Machen Sie dem Anrufenden klar, dass er mit einem Gemeindemitglied spricht, von dem er oder sie keine theologische, psychologische oder gar medizinische Fachkompetenz erwarten kann.“ Es gebe zudem viele Zuschauerinnen und Zuschauer, die gerne die Predigt geschickt haben möchten, Informationen über die Kirche wünschen oder Fragen zur musikalischen Gestaltung haben. Einige möchten direkt mit dem Pfarrer sprechen. „Daher vereinbaren wir mit den Ortspfarrern immer eine eigene Sprechstunde, ein oder zwei Tage nach der Ausstrahlung.“
Annette Weiß, Lektorin und Kommunionhelferin in der Pfarreiengemeinschaft, erklärte, für sie sei das ein Dienst am Menschen, daher mache sie mit. Für Elisabeth Meyer-Geisen, die Mitglied im Pfarrgemeinderat in der Gemeinde St. Stephan und darüber hinaus im Pfarreienrat vertreten ist, sei es eine Art, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. „Ich konnte mir vor diesem Schulungsabend gar nicht vorstellen, warum solch ein Telefonangebot notwendig ist“, gab sie zu. Das habe sich jetzt geändert und sie sei froh, sich hier zu engagieren.
20 Messdiener aus allen sieben Pfarreien
Daneben kümmert sie sich mit weiteren Ehrenamtlichen um das Catering, und ihre Kinder werden als Messdiener im Fernsehen zu sehen sein. Die 20 Messdiener kämen aus allen sieben Pfarreien der Pfarreiengemeinschaft Andernach, erklärte sie. Die Gemeinden wüchsen so langsam zu einer Gemeinschaft zusammen und der Gottesdienst sei eine große Gemeinschaftsaktion.
Pfarrer Dumont lädt alle Interessierten zum Mitfeiern des Gottesdienstes am 3. Dezember in den Mariendom ein. Um 9.10 Uhr gibt es eine kurze Einweisung in die Besonderheiten der Liveübertragung.
Pressemitteilung
Bischöfliche Pressestelle Trier,
Redaktion Koblenz
