20 neue Mitbürger mit Migrationshintergrund schließen bei der VHS Andernach Integrationskurs mit ausgezeichneten Ergebnissen ab
Elementarer Schlüssel für die Zukunft
Andernach. Bei der Integration von ausländischen Bürgern ist die deutsche Sprache ein elementarer Schlüssel - auch was die berufliche Zukunft anbelangt. Deshalb sind nach dem neuen Ausländerrecht Zuwanderer zur Integration und zum Nachweis entsprechender Deutschkenntnisse verpflichtet. Dieser Verpflichtung hat sich abermals eine Gruppe von 20 neuen Mitbürgern aus Andernach und den Verbandsgemeinden Pellenz und Weißenthurm bei der Volkshochschule Andernach gestellt und an einem Integrationssprachkurs teilgenommen. Jetzt haben die 20 TeilnehmerInnen dieses Integrationskurses nach erfolgreichem Abschluss ihre entsprechenden Zertifikate aus den Händen von Bürgermeister Claus Peitz und VHS-Geschäftsführer Günter von Blohn während einer Feierstunde im Historischen Rathaus erhalten.
Innerhalb von sechs Monaten erlernten die Teilnehmer bei täglich fünf Unterrichtsstunden am Vormitttag die deutsche Sprache in Wort und Schrift. Nach dem Sprachkurs erhielten die MigrantInnen in einem sich nahtlos anschließenden Orientierungskurs Einblicke in das politische, soziale und rechtsstaatliche System der Bundesrepublik Deutschland, wobei auch Grundlagen der deutschen Geschichte und Kultur vermittelt wurden.
Schließlich haben sich die neuen Mitbürger nach intensiver Sprachschulung im Oktober 2014 der Abschlussprüfung für das Zertifikat Deutsch für Zuwanderer (DTZ) unterzogen. Durch das erfolgreiche Ablegen dieser Zertifikats-Prüfung - 16 der TeilnehmerInnen erreichten dabei das Sprachniveau B 1 - dokumentieren die Absolventen die erworbene sprachliche Handlungsfähigkeit in Deutsch und somit auch den bedeutsamen Schritt zur Integration nach außen, insbesondere für eine Erfolg versprechende Eingliederung in den Arbeitsmarkt.
Bürgermeister Peitz gratulierte den TeilnehmerInnen zu ihren ausgezeichneten Leistungen und wünschte ihnen weiterhin den gleichen Erfolg bei der Ausgestaltung ihres Lebens in der neuen Heimat. Dabei überbrachte der Bürgermeister den Anwesenden noch die Glückwünsche von Lothar Kaspers, dem zuständigen Regionalkoordinator bei der Außenstelle Trier des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge sowie auch von Margreth Kühner-Pustrowski als zuständiger Koordinatorin beim IQ-Netzwerk Rheinland-Pfalz / Jobcenter Mayen-Koblenz.
Danach dankte der Leiter der Volkshochschule Andernach der Dozenten Marita Naumiuk und Walter Butz für die lebendige und erfolgreiche Gestaltung des Unterrichts wie auch Jasna Vujinovic für das große Engagement bei der Integrationsbegleitung der Teilnehmer. Auch schloss Bürgermeister Peitz die zuständigen Ansprechpartner bei den Migrationserstberatungsstellen, der AWO Rheinland sowie dem Caritasverband Koblenz für die darüber hinausgehende sozialpädagogische Begleitung der Teilnehmer während des Integrationskursbesuchs in seine Dankesworte ein.
Seit März 2007 bieten das Jobcenter Mayen-Koblenz und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) das besondere Projekt an: Unter dem Motto „sprechen und arbeiten“ wird arbeitslosen Zuwanderern vormittags nicht nur die Sprache ihrer neuen Heimat, sondern auch deren Kultur näher gebracht. Nachmittags werden die Teilnehmer, sofern möglich, in sogenannten Arbeitsgelegenheiten (AGHs) beschäftigt. Grund für dieses bundesweit beispielhafte Kooperationsprojekt, an welchem in Andernach neben den oben genannten Initiatoren die Volkshochschule Andernach als Sprachkursträger, die Perspektive gGmbH als Beschäftigungsgesellschaft sowie die Integrationsbegleiterin Jasna Vujinovic beteiligt sind, ist die Erkenntnis, dass Menschen, die kaum Deutsch sprechen, auf dem Arbeitsmarkt so gut wie keine Chancen haben. Dementsprechend werden auch im neuen Jahr 2015 weitere Integrationssprachkurse am Vormittag, aber auch am Nachmittag im Schulungszentrum Stadthausgalerie der Volkshochschule Andernach anlaufen.
Pressemitteilung
Stadtverwaltung Andernach
