Allgemeine Berichte | 20.08.2026

Römervilla Schutz

Erneuter Vandalismus an der Römervilla: Erhalt historischer Bausubstanz wird mutwillig erschwert

Erneut haben Unbekannte Teile des historischen Mauerwerks mutwillig beschädigt.

Mülheim-Kärlich. Die Römervilla in Mülheim-Kärlich ist ein bedeutendes Zeugnis der regionalen Geschichte.

Die Ruinen des Landguts aus dem 3. Jahrhundert nach Christus, die 1983 beim Bimsabbau entdeckt wurden, erlauben einen direkten Einblick in das antike Alltagsleben.

Umso größer ist der Ärger über die erneuten mutwilligen Beschädigungen an der denkmalgeschützten Anlage.

Erneut haben Unbekannte Teile des historischen Mauerwerks mutwillig beschädigt – und das nur wenige Jahre, nachdem die Stadt Mülheim-Kärlich bereits massive Beschädigungen mit großem Aufwand saniert musste.

2021 waren die Reste der Römervilla teilweise schwer zerstört worden, so dass eine umfassende Sanierung unumgänglich war, um das antike Mauerwerk zu erhalten. Für die umfangreichen Arbeiten musste die Stadt Mülheim-Kärlich insgesamt rund 78.000 Euro aufwenden. Die Verbandsgemeinde Weißenthurm hat die Stadt bei den aufwendigen Erhaltungsmaßnahmen mit 10.000 Euro unterstützt. Weitere, noch ausstehende Sanierungsarbeiten sollten in nächster Zeit angegangen werden. Die wiederholten Beschädigungen des einstigen Landguts, das bereits 1990er Jahren saniert worden war, bedeuten damit nicht nur einen erheblichen zusätzlichen Aufwand, sondern auch einen Rückschlag für die langfristige Sicherung des historischen Bauwerks.

Dass nun erneut Mauern mutwillig beschädigt wurden, sorgt bei der Stadt Mülheim-Kärlich und vielen Menschen vor Ort für großes Unverständnis und Verärgerung. Denn die Folgen solchen Vandalismus trägt am Ende die Allgemeinheit. Jede Beschädigung verursacht Kosten, die aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden müssen und damit letztlich von den Bürgerinnen und Bürgern getragen werden. Geld, das für die Beseitigung mutwillig verursachter Schäden eingesetzt werden muss, fehlt für andere wichtige Aufgaben und für die weitere Sanierung und Aufwertung der Römervilla. „Es ist einfach unbegreiflich, wenn das, was mit viel Aufwand, Engagement und öffentlichen Geldern erhalten und für die Zukunft gesichert werden soll, mutwillig wieder beschädigt wird“, betont der Mülheim-Kärlicher Stadtbürgermeister Gerd Harner. Die Römervilla gehöre zur Geschichte der Stadt und ist ein Stück Kulturgut, das die Verwaltung für kommende Generationen bewahren will. „Es kann nicht sein, dass die Allgemeinheit immer wieder für die Folgen von Vandalismus bezahlen muss“, so Harner.

Die Stadt Mülheim-Kärlich und die VG Weißenthurm appellieren deshalb eindringlich an alle, verantwortungsbewusst und respektvoll mit den antiken Ruinen umzugehen. Das historische Bauwerk ist ein Stück Stadtgeschichte und ein Kulturgut, dessen Erhalt nur mit erheblichem finanziellen und organisatorischen Aufwand möglich ist. Umso unverständlicher ist es, wenn dieses Engagement durch mutwillige Zerstörung immer wieder zunichtegemacht wird.

Pressemitteilung der Stadt Mülheim-Kärlich

Die Stadt Mülheim-Kärlich und die VG Weißenthurm appellieren eindringlich an alle, verantwortungsbewusst und respektvoll mit den antiken Ruinen umzugehen.

Die Stadt Mülheim-Kärlich und die VG Weißenthurm appellieren eindringlich an alle, verantwortungsbewusst und respektvoll mit den antiken Ruinen umzugehen. Foto: Stadt Mülheim-Kärlich / Andreas Anheier

Dass nun erneut Mauern mutwillig beschädigt wurden, sorgt bei der Stadt Mülheim-Kärlich und vielen Menschen vor Ort für großes Unverständnis und Verärgerung.

Dass nun erneut Mauern mutwillig beschädigt wurden, sorgt bei der Stadt Mülheim-Kärlich und vielen Menschen vor Ort für großes Unverständnis und Verärgerung. Foto: Stadt Mülheim-Kärlich / Andreas Anheier

Weitere Beschädigungen.

Weitere Beschädigungen. Foto: Stadt Mülheim-Kärlich / Andreas Anheier

Erneut haben Unbekannte Teile des historischen Mauerwerks mutwillig beschädigt. Foto: Stadt Mülheim-Kärlich / Andreas Anheier

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Rund um´s Haus
Dauerauftrag Imageanzeige
Holz Loth-Entsorgung
Stellenanzeige
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, August 2026
Maschinen- und  Anlagenführer
Empfohlene Artikel
Im Alftal lag dieses Jahr der Lagerplatz der Jugend vom Mariendom.
14

Andernach. „Zeltlager is e Jeföhl“ – und zwar ein ganz besonderes, faszinierendes Gefühl für alle, die unter dem Banner der Jugend vom Mariendom in der Eifel unterwegs waren.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: Pixabay.com
1224

Schweres Unwetter im Gebiet der Verbandsgemeinde Bad Breisig:

21.08.: Nach tödlichem Unfall in Waldorf: Verwaltung drückt Mitgefühl aus

Waldorf. In der Ortsgemeinde Waldorf ereignete sich am Abend des 19.08.2026 bei einem der insgesamt 12 Feuerwehreinsätze in der Verbandsgemeinde Bad Breisig ein tragischer Unglücksfall im Zusammenhang mit dem Unwetter, bei dem es zu einem tödlichen Unfall kam. Zwei Spaziergängerinnen suchten bei einer überdachten Sitzgruppe an einem Wirtschaftsweg Schutz vor dem Unwetter, wobei ein dahinter befindlicher Baum entwurzelt wurde und auf die Sitzgruppe stürzte.

Weiterlesen

Am Freitagabend, 4. September, wird es spannend, wenn verkündet wird, wer die Nachfolgerin von Burgundia Hannah Schooß wird.
1332

Ahrweiler. Die vier mächtigen Stadttore der historischen Altstadt empfangen die Gäste an den ersten beiden Septemberwochenenden zu den Ahrweiler Weinwochen, dem größten und traditionsreichsten Weinfest des Ahrtals. Zwischen Fachwerkhäusern und lauschigen Gassen verwandelt sich das Städtchen vom 4. bis 6. September sowie vom 11. bis 13. September in eine stimmungsvolle Festmeile voller Genuss, Musik und Lebensfreude.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

von links Holger Klemm (TI Bad Breisig), Petra Reuter, Klaus Reuter, Ursula Reuter-Breith, Frau Rückes (cbg), Dr. Raimund Lassak (cbg)
573

Bad Breisig. Das Hotel Zur Mühle an der Rheinpromenade in Bad Breisig trägt auch in den kommenden drei Jahren die Klassifizierung Drei Sterne Superior. Mit der erfolgreichen Nachklassifizierung bestätigt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Rheinland-Pfalz dem traditionsreichen Familienbetrieb einen hohen Qualitätsstandard.

Von Tourist-Information Bad Breisig aus Bad Breisig

Weiterlesen