Umbau und Erweiterung an der August-Horch-Schule gewährleisten praxisnahe Lernsituationen
Erster Spatenstich für eine Investition in die Zukunft
Andernach. Mit dem symbolischen Spatenstich an der vom Landkreis Mayen-Koblenz getragenen, August-Horch-Schule Andernach startete kürzlich eine Baumaßnahme, die im Juli 2014 vom Kreistag beschlossen wurde: Die Kfz-Werkstatt der Berufsbildenden Schule (BBS) am Schillerring wird umgebaut und durch einen Erweiterungsbau um 130 qm vergrößert. Damit wird das Ziel verfolgt, die Ausbildung für die Berufseinsteiger im Bereich des Kfz-Handwerks zeitgemäß zu optimieren. Der Stahlbetonanbau verfügt nach Fertigstellung über eine moderne Lüftungsanlage sowie eine erhöhte Gebäudedecke, die dann auch die Arbeit an Kleintransportern auf Hebebühnen ermöglicht. Eine Zwischenwand mit Toren trennt später den neu geschaffenen Karosseriebereich von der alten Werkstatt, deren Boden im Zuge der Baumaßnahme erneuert wird. Mit der Sanierung von zwei WC-Räumen wird auch eine behindertengerechte Toilette eingebaut. Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben, das im Frühjahr 2017 abgeschlossen sein soll und die technische Ausstattung belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro.
Gute Gründe für die Baumaßnahmen
Schulleiter Rainer Finkenrath dankte dem Kreis Mayen-Koblenz sowie der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz (ADD) für die schnelle und zukunftsweisende Umsetzung des Anliegens seiner Schule. Mit der Einrichtung einer Bezirksfachklasse für das nördliche RLP im Handwerksbereich „Karosserie- und Fahrzeugbau“ sei die Schüleranzahl deutlich gestiegen und damit der Raumbedarf gewachsen. Außerdem käme die Baumaßnahme der Notwendigkeit, praxisnahe Lernsituationen zu schaffen, entgegen.
Landrat Dr. Alexander Saftig stellte fest, dass es keines großen Überzeugungsaufwandes durch die August-Horch-Schule bedurfte, um die Investition für die Baumaßnahme zu tätigen. Man habe ja in Andernach ganz bewusst einen Technikbereich eingerichtet „Wer eine Schule hat, wem die Schüler am Herzen liegen und wer so überzeugende Schulleitungen hat, der kann sich solchen Investitionen nicht entziehen.“ Dr. Saftig dankte der ADD für die Unterstützung und den Landeszuschuss in Höhe von 600 000 Euro. Hubertus Bialas (ADD) begrüßte, dass die Schüler künftig auch am Elektromotor ausgebildet werden können. Durch die Baumaßnahme würde dieser Ausbildungsbereich in der BBS nun „zukunftsfest“ gemacht. Die Schule sei nun so aufgestellt, dass sie ihren Auftrag in den nächsten Jahrzehnten gut bewältigen kann. „Wenn hier die Menschen mit neuester Technik ausgebildet sind, vielleicht können wir sie dann an VW weitergeben“, scherzte Bürgermeister Claus Peitz im Rahmen seiner Dankworte und hatte auf Grund der allseits bekannten Nachrichtenlage die Lacher auf seiner Seite.
Die August-Horch-Schule am Andernacher Schillerring, die als BBS ihren Schulbetrieb im Jahr 1975 aufnahm, ermöglicht zurzeit rund 1800 jungen Menschen aus der Region den Einstieg in das Berufsleben. 85 Lehrkräfte qualifizieren die Schüler/Innen in Kooperation mit außerschulischen Partnern fachlich und fördern deren berufsübergreifende Kompetenzentwicklung.
Dr. Alexander Saftig konnte sich mit seinem Landkreis dem Investitions-Anliegen der Schule nach eigenen Worten „nicht entziehen“; (l. neben ihm) Schulleiter Rainer Finkenrath.
Architektin Agnes Hessel, Gerd Neuwirth und Ulrich Busch (Kreisverwaltung) bei der Erläuterung der Baumaßnahme.
