Viele Besucher in Andernach beim „Offenen Markt“ mit Film zum Thema Demenz
„Es ist ein Geben und Nehmen“
„Netzwerk Demenz Andernach“ informierte im Pfarrgemeindesaal St. Stephan
Andernach. Einen "Offenen Markt“ der Möglichkeiten bot die regionale Arbeitsgemeinschaft „Netzwerk Demenz Andernach“, Teil des Netzwerks Demenz Mayen-Koblenz, im Pfarrgemeindesaal St. Stephan in Andernach. Dort informierten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger über das große Angebot rund um Andernach für Menschen mit Demenz. Das Katharina Kasper Seniorenzentrum beeindruckte die Besucherinnen und Besucher mit einer Bilderausstellung.
Die ausgestellten Werke wurden ausschließlich von Menschen mit Demenz, im Rahmen des Projektes „Betreutes Malen“, geschaffen. Gertrud Hüttges und Astrid Schirra am Stand der Altenzentrum-St.-Stephan-Stiftung machten auf das Angebot der Tagespflege Raphael aufmerksam, die in diesem Jahr ihr 20. Jubiläum feiert. Die Tagespflege entlastet Angehörige und gibt den Senioren fachliche Unterstützung. Eine Tagespflege gibt es auch im Alten- und Pflegeheim Marienstift. Am Stand zeigten Marianne Fuhrmann und Ulla Schöffel eine Erinnerungskiste, den mit rotem Samt bezogenen und mit etlichen Utensilien gespickten Tast- und Sinneswürfel, einen Tast- und Fühlmuff und eine Nesteldecke.
Die von den Mitarbeiterinnen des Marienstifts selbst hergestellten Gegenstände garantieren ein abenteuerliches Tasterlebnis und wecken Erinnerungen, wobei der Gegenstand der Biographie des älteren Menschen entsprechend gestaltet wird.
Der Infostand der Rhein-Mosel-Fachklinik wurde von Agnes Francois und Christiane Hildebrandt betreut. Dort war einiges über die Klinik und vor allem über die Geriatrische Tagesstätte zu erfahren, die Menschen mit und ohne Demenz betreut. Im Seniorendomizil Bad Tönisstein existiert ebenfalls eine Tagespflege.
Ulli Rosenzweig und Laura Weber berichteten auch vom behüteten Bereich mit Dementen-Küche und Dementen-Garten. Abgeschlossene Wohnbereiche gibt es auch im Marienstift und in der Rhein-Mosel-Fachklinik. Der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. war mit Bettina Kriegel vom Mobilen Sozialen Dienst (MSD) und von SoNA Andernach - Sozialraumorientierte Netzwerke für das Alter vertreten. Am Stand der Caritas wurde das Rundumpaket für das Leben zuhause vorgestellt. Hierzu zählen Alltagsbegleiter, Betreuungsverein, Entlastungsdienst für verwirrte Menschen und Angehörige (EVA) und „Essen auf Rädern“. Der Pflegestützpunkt Andernach, Beratungsstelle für alte, kranke und behinderte Menschen, informierte über die Leistungen der Pflegeversicherung und die Möglichkeiten der Entlastung in der Pflege. Claudia Hermes und Ulrike Flick vom Pflegestützpunkt beantworteten auch viele Fragen zum Umgang mit Menschen mit Demenz und den Möglichkeiten der finanziellen Hilfen.
„Die Arbeit mit demenzkranken Menschen ist schwer, schön und interessant“
Am Stand der Stiftung Kirchliche Sozialstation mit dem Förderverein der Hospizbewegung Andernach Pellenz e.V. verkauften Helga Hörning, Gisela Nachreiner, Margret Nolte und Rita Zeus kunstvoll selbst hergestellte Glückwunsch- und Trauerkarten zugunsten der Hospizarbeit. „Die Arbeit mit demenzkranken Menschen ist schwer, schön und interessant. Es ist ein Geben und Nehmen“: Diesen ermutigenden Satz von Marianne Fuhrmann konnten die Besucher mit nach Hause nehmen.
Als Höhepunkt kündigte Ulrike Flick vom Pflegestützpunkt einen aktuellen deutschen Spielfilm an, der wieder einmal bewies, dass das Thema Demenz auch humorvoll betrachtet werden kann. Das Publikum im voll besetzten Pfarrsaal war begeistert.
Den Abend organisiert hatten Pflegestützpunkt Andernach, Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V., Altenzentrum-Sankt-Stephan-Stiftung, Seniorenzentrum Marienstift, Seniorendomizil Bad Tönisstein, Katharina Kasper Seniorenzentrum Andernach, Geriatrische Tagesstätte RMF, Stiftung Kirchliche Sozialstation Andernach und die Katholische Pfarrgemeinde St. Stephan Andernach.
Pressemitteilung des
„Netzwerks Demenz Andernach“
Auch Ulrike Flick (l.) und Claudia Hermes vom Pflegestützpunkt beantworteten viele Fragen zum Umgang mit Menschen mit Demenz und den Möglichkeiten der finanziellen Hilfen.
