Deutsche Umwelthilfe und Stiftung „Lebendige Stadt“ ehren Andernach für visionäres Freiflächen-Konzept
„Essbares Andernach“ ist Gesamtsieger im Wettbewerb Lebenswerte Stadt
Andernach.Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) und die Stiftung „Lebendige Stadt“ haben die Stadt Andernach für die nachhaltige Umgestaltung seiner Grünanlagen als Gesamtsieger des Wettbewerbs „Lebenswerte Stadt“ ausgezeichnet. Die Stadt am Mittelrhein hatte im vergangenen Jahr ihr Projekt „Essbare Stadt“ eingereicht und konnte sich neben fünf weiteren Kommunen gegen bundesweit 154 Bewerberprojekte durchsetzen. Andernach erhält für die Auszeichnung ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro. Die Auszeichnungsfeier fand im Neuen Rathaus in Leipzig statt.
Mit seinem Projekt „Essbare Stadt“ macht Andernach aus seinen Parkanlagen begehbare Gärten und ergänzt die gewohnten Grünflächen durch sowohl leckere als auch dekorative Gemüsearten. „Das Andernacher Konzept ist schon allein wegen seiner Einfachheit brillant: Der Stadt gelingt ohne aufwendige Baumaßnahmen eine Aufwertung seiner Grünanlagen. Durch die Wahl von essbaren Pflanzen wurde dem öffentlichen Grün eine Multifunktionalität verliehen, die bei der Bevölkerung sehr gut ankommt. Selten wurde mit so einfachen Mitteln so viel bewegt. Aber auch die anderen Bewerberprojekte dokumentieren, mit welcher Kreativität man sich in den Städten für ein attraktives Lebensumfeld engagiert. Das ist Best-practice pur“, so Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung „Lebendige Stadt“.
„Anfangs herrschte in Andernach natürlich auch Skepsis. Doch relativ schnell wandelte sich die Stimmungslage hin zum absolut Positiven. Vor allem, weil jetzt Bereiche der Stadt, die früher weniger attraktiv waren, aufgewertet worden sind. Uns geht es darum Blühräume nicht nur für Pflanzen und Tiere, sondern vor allem für die Menschen zu schaffen, in denen sie sich wohlfühlen, in denen sie sich entfalten - in denen sie eben aufblühen können“, erläutert Achim Hütten, der Oberbürgermeister von Andernach. Gemeinsam mit der Langzeitarbeitslosen-Qualifizierungsgesellschaft Perspektive GmbH habe man auch ein umfangreiches berufsqualifizierendes Angebot gestrickt. Die hierüber beschäftigten Langzeitarbeitslosen leisteten wertvolle Arbeit in Andernach. So sei die Essbare Stadt wirklich zu einem gesamtstädtischen Konzept geworden, das Menschen jeden Alters und aus allen Bevölkerungsschichten anspricht und mitnimmt.
Neben Andernach wurden auch die Städte Arnsberg, Bad Hersfeld und Sondershausen, sowie die Bezirke Berlin-Pankow und Hamburg-Mitte als „Lebenswerte Städte“ ausgezeichnet. Alle diese Preisträger erhalten ein Preisgeld von jeweils 3.000 Euro. Anlässlich des heute in Leipzig stattfindenden Fachkongresses „Grün, schön und lebendig - Das Potential von Stadtnatur für eine lebenswerte Stadt“ berichten die Siegerprojekte von ihren Erfahrungen und diskutieren mit Kommunalvertretern aus dem ganzen Bundesgebiet.
„Alle sechs Siegerprojekte zeigen, dass Erholung im Grünen mitten in der Stadt nicht nur möglich, sondern stadtplanerische Messlatte ist. Eine sinnvolle und kreative Grünflächenplanung gehört zu modernen Stadtentwicklungskonzepten einfach dazu. Und sie bezieht die Menschen vor Ort aktiv mit ein. So arbeiten Lokalpolitik, Verwaltung und Bürgerschaft gemeinsam daran, dass unsere Städte auch in Zukunft lebenswert bleiben“, so Harald Kächele, Bundesvorsitzender der DUH.
V.l.: Prof. Dr. Frank Lohrberg (RWTH Aachen), Dr. Andreas Mattner (Vorstandsvorsitzender Stiftung „Lebendige Stadt“), Lutz Kosack (Stadtplanungsamt Andernach), Heike Boomgaarden, Achim Hütten (Oberbürgermeister Andernach), Burkhard Jung (Oberbürgermeister Leipzig), Claus Peitz (Bürgermeister Andernach), Prof. Dr. Harald Kächele (Vorstandsvorsitzender Deutsche Umwelthilfe e.V.), Michael Spielmann (Bundesgeschäftsführer Deutsche Umwelthilfe e.V.).Foto: privat
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