Leserbrief zur Energieversorgung und Transparenz in Andernach zur Ausgabe 15/2013 „Blick Aktuell“.
Forderung nach Transparenz und Bürgernähe sind Utopie
Der Leserbriefschreiber, Herr Schartmann, ist offensichtlich noch nicht lange in der Politik tätig. Sonst müsste er wissen, dass seine Forderungen nach Transparenz und Bürgernähe einer Utopie entsprechen. Das sind alles Worthülsen, die nichts mit der Realität zu tun haben. So auch nicht in Andernach. Ich nenne beispielsweise die Besetzung von Entscheidungsträgern in der Stadtverwaltung. Hier sollten eigentlich Ausschreibungen zu einer Wahl des fähigsten Kandidaten führen. Die findet in Andernach - wie auch anderswo - nicht statt. Einzig und allein die Parteien maßen sich an, über die entsprechenden Kandidaten zu verfügen und die werden dann ins Amt gehievt. Qualifikation oder Sachkenntnis werden nicht verlangt. Das war schon immer so und da würde Transparenz nur stören.
Von diesen ins Amt geschobenen Kandidaten wird natürlich erwartet, nur Entscheidungen zu treffen, die der Partei dienlich sind. So läuft das in Bund, Land und in der kommunalen Politik. Was den Verkauf des Stromnetzes anbelangt, könnte ich schon jetzt voraussagen, wer der sogenannte „Strategische Partner“ sein wird. Wenn auch nicht für den Bürger, so wird es doch sicher für die beteiligten Parteien von Nutzen sein. Es werden wieder Spenden fließen, die letztlich der Bürger über Gebühren- oder Tariferhöhung bezahlt an das Unternehmen, welches den Zuschlag erhält.
Da sind andere Kommunen den Siebenschläfern in Andernach weit voraus. Die haben die Stromversorgung wieder selbst übernommen und generieren nicht unerhebliche Einnahmen.
Offensichtlich verfügen diese über fachlich qualifizierte Führungskräfte, die ihre Entscheidung nach wirtschaftlichen Erwägungen treffen. Gisela Körfgen, Andernach
