Allgemeine Berichte | 03.03.2017

Kurfürst-Salentin-Gymnasium Andernach

Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Mobbing

Informationsabend mit dem Ziel, Eltern und Lehrkräfte für das Thema zu sensibilisieren

Viele Eltern nahmen das Angebot an, sich zum Thema „Mobbing“ zu informieren.privat

Andernach. Kleine Hänseleien, große Gemeinheiten und gezielte Demütigungen können für Schülerinnen und Schüler den Schulalltag zur Hölle machen. Um dem zu begegnen, ist sinnvolles und rechtzeitiges Handeln gefragt. Um für das Thema „Mobbing“ zu sensibilisieren und Unterstützung zu gewährleisten, organisierte der Schulelternbeirat des Kurfürst-Salentin-Gymnasiums einen Informationsabend für Eltern und Lehrkräfte. Wo Menschen auf engem Raum über längere Zeiträume hinweg zusammenarbeiten müssen, entsteht nicht selten ein Reizklima. Dies gilt nicht nur für den Arbeitsplatz, sondern auch für die Schule. Kinder und Jugendliche können hier Ausgrenzung und Mobbing ausgesetzt sein. Den Elternvertretern des Kurfürst-Salentin-Gymnasiums ist daher ein offensiver Umgang mit dem Thema wichtig: Das Problem gäbe es an jeder Schule, häufig werde jedoch der Deckmantel des Schweigens darüber gelegt, so Tanja Syre-Hansen, die als Mitglied des Schulelternbeirats gemeinsam mit Christine Budde, Anja Langenbahn und Bettina Schmitz den Abend organisierte. Ziel war es, Eltern und Lehrkräfte für die Anzeichen von Mobbing zu sensibilisieren und auf die Möglichkeiten zur Unterstützung aufmerksam zu machen. Dies ist nötig, da Kinder und Jugendliche häufig nicht über das sprechen, was sie bedrückt. Bei Mobbing sei es besonders entscheidend, die Signale richtig zu deuten, da die Opfer von sich aus keine Hilfe suchen würden. Gleichzeitig handle es sich um einen unterschwellig ablaufenden Prozess, so dass allen Beteiligten das Ausmaß der Handlungen meist nicht bewusst sei, erläuterte die Referentin Stefanie Becker von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Dabei ist es nicht einfach, die Signale richtig zu deuten: Kopf- oder Bauchschmerzen, Schlafstörungen, nachlassende Leistungen oder eine Abnahme der Kontakte können Hinweise sein.

Das Gespräch mit dem Kind suchen

Um genauer herauszufinden, was los ist, rät die Expertin zu einem Gespräch mit dem Kind. Erst durch das Offenlegen des Problems könnten die ersten Schritte aus dieser Situation unternommen werden. Hierbei ist die Zusammenarbeit mit der Schule hilfreich. Um Eltern sowie Schülerinnen und Schüler in einer solchen Situation zu unterstützen, verfügt das Kurfürst-Salentin-Gymnasium über verschiedene Strukturen im Kampf gegen Mobbing. Speziell ausgebildete Schülerinnen und Schüler stehen ihren Schulkameraden als Streitschlichter, Vertrauensschüler und Medienscouts bei Krisen zur Seite. Sie stellen ein gut zugängliches Angebot dar, da das Gespräch mit Mitschülern meist zunächst leichter fällt. Bei Fällen von Ausgrenzung oder Mobbing wird nach dem Prinzip des „No blame approach“ agiert. Ziel dabei ist es, die Isolation des Betroffenen aufzuheben. Eine hierfür eingerichtete Unterstützergruppe kümmert sich darum, dass er oder sie sich wieder wohl in der Klasse fühlt. „Die Stärke dieses Konzepts liegt darin, dass es bereits sehr früh ansetzen kann, also auch bei Kindern angewandt werden kann, die sich ausgegrenzt fühlen. Auf diese Weise kann schwerwiegendes Mobbing verhindert werden“, betonte Dagmar Neuhaus , Sozialarbeiterin des Gymnasiums, die die Unterstützungsmöglichkeiten der Schule vorstellte. Schließlich zeigte der Abend, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten für das Wohl der Kinder ist.

Schulelternbeirat als Ansprechpartner für Eltern

Der Schulelternberat sieht sich hier auch in der Verantwortung, Ansprechpartner für die Eltern zu sein. „Es ist uns wichtig, als Eltern für Eltern da zu sein, ihnen Tipps und Hilfe geben zu können“, so Bettina Schmitz, Vorsitzende des Schulelternbeirats. Damit die Informationen des Abends auch weiterhin den Eltern zur Verfügung stehen, wird die Präsentation auf der Homepage der Schule veröffentlicht (www.ksgandernach.de).

Viele Eltern nahmen das Angebot an, sich zum Thema „Mobbing“ zu informieren.Foto: privat

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