Topspiel in Plaidt
HSV Rhein-Nette gewinnt Topspiel gegen SV Gerolstein in Plaidt in der Verbandsliga
aus Andernach
Plaidt. Am vergangenen Samstag, dem 7. November 2026, empfingen die Herren der HSV Rhein-Nette den Tabellenzweiten SV Gerolstein zum Topspiel der Verbandsliga in Plaidt.
Gerolstein legte in gewohnter Manier mit viel Tempo los. Die Hausherren konnten aber gut dagegenhalten und nach kurzen Abstimmungsproblemen das sehr starke Gerolsteiner Umschaltspiel unter Kontrolle bringen. In der Folge gelang es den Bäckerjungen, sich ab Mitte der ersten Halbzeit abzusetzen und mit einer Acht-Tore-Führung in die Kabine zu gehen.
HSV-Coach Felix Bous ordnete die erste Halbzeit ein:
„Wir haben uns wieder gut auf unseren Gegner eingestellt, sodass unser Plan in der ersten Halbzeit voll aufgegangen ist. Das Tempospiel der Gerolsteiner über ihren sehr starken Spielmacher Sebastian Wolf konnten wir fast komplett unterbinden. Und wenn doch etwas auf unser Tor kam, war auf Alex Winkel im Kasten Verlass, der noch einige Bälle entschärfte. Wir selbst haben im Angriff mit der nötigen Konsequenz gute Lösungen gefunden und aus meiner Sicht zur Pause auch in der Höhe verdient geführt.“
In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch. Die nie aufgebenden Gerolsteiner kämpften sich Tor um Tor heran, ehe sich die Vereinigten aus Plaidt und Andernach mit einem 3:0-Lauf zwischenzeitlich noch einmal auf sieben Tore absetzen konnten. Doch die Gäste hatten sich inzwischen besser auf die taktischen Konzepte der HSV eingestellt und nutzten zunehmend ihr gefährliches Tempospiel. Dem Heimteam hingegen fehlte es im eigenen Angriffsspiel phasenweise an Kreativität und Tiefe. In dieser Phase war es der über die gesamte Partie starke Mika Wissen, der immer wieder Verantwortung übernahm und mit seinem Treffer zum 32:30, 20 Sekunden vor Schluss, die Partie entschied.
„Gegen Ende haben wir uns vielleicht etwas zu sehr auf unsere Erfahrenen verlassen und wollten den Vorsprung allzu lässig über die Zeit bringen. Die Gerolsteiner steckten aber nie auf und kamen mit ihrem Wilwest-Handball doch nochmals näher ran, als wir es uns lieb war. Am Ende ging die Rechnung auf, aber das sollte uns eine Lehre sein, in Zukunft sechzig Minuten Gas zu geben“, resümierte Dario Lehmler, sportlicher Leiter der HSV.
„Das war definitiv das schwerste Heimspiel für uns. Während wir unsere Vorgaben in der ersten Halbzeit über weite Strecken umsetzen konnten, ist uns das im zweiten Durchgang nicht mehr gelungen. Wir alle wussten um die Mentalität und die Comeback-Qualitäten unserer Gäste. Unser Puffer aus der ersten Halbzeit und ein starker Mika haben uns schlussendlich zum Sieg geführt. Aus dieser Partie sind wir als Mannschaft sicherlich gewachsen und können vor allem viel lernen“, erklärt Spielertrainer Yannik Kessels.
Mit Blick auf die kommende Aufgabe ergänzt er:
„Unsere Aufgaben werden nicht leichter. Mit Schweich wartet als Nächstes eine physisch sehr starke Mannschaft auf uns. Das wird der nächste Härtetest für unser Team. Aber wir werden motiviert in die nächste Trainingswoche starten, um auch die nächsten beiden Punkte einzufahren.“
Stimmen zum Spiel
HSV-Man of the Match Mika Wissen:
„Wir haben lange Zeit sehr viel richtig gemacht. Im Laufe der zweiten Halbzeit ist uns aber allmählich die Puste ausgegangen und wir haben den Gerolsteinern ihr Tempospiel überlassen. Am Ende wurde es dadurch vielleicht unnötig knapp, aber die zwei Punkte kann uns keiner mehr nehmen.“
HSV-Spieler Leander Hahn:
„Im Tempospiel haben wir gegen Gerolstein irgendwann den Kürzeren gezogen. Aber dank einer geilen ersten Hälfte haben wir dieses wirklich spannende Topspiel gewonnen. Ein mega Gefühl!“
Für die HSV im Einsatz:
Winkel, Vogt (beide Tor); Kessels (2), Happel (1), Hahn (5), Müller, Wissen (17), Schnur, Weingärtner, Klein, Gereke (4/4), Richter, Keip (2), Mayer, Lehmler (1).
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Foto: Nicht zu stoppen: Mit 17 Toren war Youngster Mika Wissen Toptorschütze seiner HSV, die den Tabellenzweiten aus Gerolstein im Spitzenspiel der Verbandsliga vor beachtlicher Kulisse von gut 250 Zuschauern schlagen konnte. Foto: HSV Rhein-Nette