Gelog der Eisengassen-Kramgassen-Kreuzmarkt-Nachbarschaft
Helene Neuhaus wurde verabschiedet
Jahresbericht von 1914 zeigte die Verblendung vieler Bürger
Andernach. Zum traditionellen Gelog traf sich die Nachbarschaft bei Nachbar Gerd Gesell. Dem gemeinsamen Kaffeetrinken mit hausgemachtem Kuchen folgten die Totenehrung, der Jahresbericht, der Bericht des Jahres 1964 (vorgetragen von Rainer Schmelz) und der Bericht des Jahres 1914 (vorgetragen von Dr. Wolfgang Nix).
Gerade der Jahresbericht von 1914 zeigt die Verblendung und Hurraeinstellung vieler Mitbürger zu dem beginnenden Weltkrieg, der sich aus dem Attentat von Sarajewo entwickelte.
Der Kassenbericht durch Frau Helene Neuhaus zeigte solide Finanzen auf, was dann von den Kassenprüfern Käthe Schmitz und Rolf Ahsenmacher bestätigt wurde. Nach 20 Jahren als Kassenwartin der Gemeinschaft trat Frau Neuhaus aus gesundheitlichen Gründen zurück. Als Nachfolger im Amt wählte die Versammlung einstimmig Rainer Schmelz.
Ebenfalls einstimmig erfolgte die Wahl des Schöffen Rolf Ahsenmacher. Unter dem Punkt Verschiedenes beschloss die Versammlung eine leichte Erhöhung des Jahresbeitrages. Die Anwesenden spendeten außerdem einen stattlichen Betrag für das Nachbarschaftskonto, das durch die Renovierungen der drei Nachbarschafts-Fahnen in der Vergangenheit doch erheblich geschrumpft war. Zum Thema einer Fusion mit einer angrenzenden Altstadtnachbarschaft gab die Gemeinschaft dem siebenköpfigen Schöffenstuhl, bei einer Enthaltung, einstimmig ihr Votum.
