Bischof Isaac Amani aus Moshi/Tansania besucht Pfarreiengemeinschaft Kruft-Nickenich
„Ich bin sehr froh, hier zu sein“
Kruft/Nickenich. Mit einer gemeinsamen Messfeier begann der Besuch von Bischof Isaac Amani aus der Diözese Moshi/Tansania in der Pfarreiengemeinschaft Kruft-Nickenich. Beim anschließenden Empfang im Pfarrsaal galt der Dank von Bischof Amani den zahlreich erschienenen Gläubigen für die langjährige Unterstützung. „Ich bin sehr froh, hier zu sein und das Bistum Trier und ganz besonders die Pfarreien zu besuchen, die seit vielen Jahren dem Bistum Moshi sehr verbunden sind. Im Namen des Bistums drücke ich persönlich unsere aufrichtige Anerkennung für Ihre Solidarität mit Moshi aus. Wir schätzen ihre Unterstützung auf persönlicher Ebene und auf Ebene der Pfarrei für unsere Projekte. Sie haben unsere Bemühungen, den verwundbaren Kindern, speziell den Aids-Waisenkindern, zu helfen, sehr unterstützt.“ Seit 2002 engagieren sich die Pfarreiengemeinschaft Kruft-Nickenich und der Freundeskreis Aids-Waisenkinder Moshi/Tansania für die elternlosen Kinder. Mit den Spenden und Patenschaften wird den Kindern der Schulbesuch ermöglicht und die Pflegefamilien unterstützt, die selbst am Rande des Existenzminimums leben.
Das Rainbow Center des Bistums Moshi unter der Leitung von Pfarrer Aloyce Urio organisiert die Hilfe vor Ort.
Es kümmert sich seit einiger Zeit verstärkt auch um Kinder mit Behinderungen und um Albinos. Sie werden in der afrikanischen Gesellschaft häufig noch diskriminiert oder gar versteckt. Hier ist viel Aufklärungsarbeit und konkrete Unterstützung zu leisten. Deshalb wird das Bistum Moshi die St. Pammakius Schule, eine inklusive weiterführende Schule, bauen, wo bevorzugt Kinder mit Behinderung aufgenommen werden. Die Umgebung, die Strukturen und die Lehrer werden freundlich zu den Kindern sein, die nicht getrennt oder isoliert von anderen Schülern sein werden. Bischof Amani erklärt: „Durch das gemeinsame Lernen entwickelt sich eine neue Kultur der gegenseitigen Anerkennung, Gemeinsamkeit, Respekt und Unterstützung. Wir hoffen, dass die Gesellschaft nach und nach Einsicht gewinnt und ihre negative Einstellung gegenüber Behinderten ändert.
Unser oberstes Anliegen ist es, dass die Kinder mit Behinderung mehr Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und Selbstakzeptanz entwickeln.“ So wird der Bischof seinen Besuch in Deutschland auch dazu nutzen, sich deutsche Inklusionseinrichtungen anzuschauen und Erfahrungen auszutauschen.
Seinen Besuch in der Pfarreiengemeinschaft Kruft-Nickenich beschloss Bischof Amani mit dem Besuch des St. Arnulfus-Kindergartens Nickenich, wo die Kinder dem Geistlichen einen herzlichen Empfang bereiteten. Der Kindergarten hat schon seit Jahren eine Patenschaft für ein Aids-Waisenkind in Moshi.
