Seniorenkreis der Kolpingfamilie Andernach
Kolpingfamilie im Karnevalsfieber
Tolles Programm im altehrwürdigen Kolpinghaus
Andernach.Seniorenkreisleiter und Sitzungspräsident Josef Nonn begrüßte die verkleideten Närrinnen und Narren in der festlich geschmückten Narhalla mit einem dreifach donnernden „Annenach Alaaf“. Sein besonderer Gruß galt natürlich allen anwesenden Damen im Saal und dem Vorsitzenden Georg Manthey.
Schon bald danach hieß es: "Erhebt euch von den Plätzen, der Prinz ist da!" Der erste Programmhöhepunkt war zweifelsohne der Empfang des Prinzenpaars mit dem gesamten Hofstaat aus dem stolzen Corps Stadtsoldaten. Unter den Klängen des Einzugsmarschs „Ach wär‘ ich nur ein einzig Mal …“ zog die närrische Reisegesellschaft unter tosendem Beifall der Närrinnen und Narren in den Saal ein. Der triumphale Empfang galt dem schlagfertigen und redegewandten Hofstaatteam, das alle Register des närrischen Könnens zog. Seine Tollität Prinz Michael II., „der Kresse aus der Wackelbütt“, Ihre Lieblichkeit Prinzessin Manuela I., „die närrische Fee vom Frauenkaffee“ sowie die Närrische Kanzlerin Nadine, „die Frohnatur mit goldenem Humor“ und die übrigen Mitglieder des Hofstaats waren zunächst einmal überwältigt von der überschwänglichen Freude der karnevalistischen „Urgesteine“ der Kolpingfamilie. Der Vertreter des Festausschusses, Hans-Josef, genannt „Männe“ Völkel, präsentierte sich bestens präpariert über Ziele, Aufgaben und Wirkungsweise der Ideen von Adolf Kolping. Nach der protokollarisch üblichen Begrüßungszeremonie durch Sitzungspräsident Josef Nonn in gereimten Worten ergoss sich ein reicher Ordenssegen durch den Festausschuss und das Prinzenpaar, das etwas Zeit mitgebracht hatte, um die frischen Nautzen und Teile des weiteren Programms zu genießen. Bevor sich die närrische Reisegesellschaft zu neuen Terminen aufmachte („Dringende Regierungsgeschäfte…“), eröffnete Anita Baumann als Eisbrecher mit Ihrem Vortrag „O Jammer, diese Männer“ das Bühnenprogramm und lies in der Bütt grundsätzlich kein gutes Haar am anderen Geschlecht. Lachsalven waren der Dank für einen gelungenen Vortrag, was auch dem Prinzen gefiel. Heinz Meurer am Schifferklavier war die mit meistbeschäftigte Person, die sowohl den jeweiligen Ein- und Auszug der Vortragenden begleitete, aber auch als der musikalische Leiter der Evergreens zu überzeugen vermochte. Mit dem Lied „Ein Schiff wird kommen“ zog Nana Mouskouri in den Saal ein und brachte einen Strauß „Weiße Rosen aus Athen“ zum Besten. In Gestik und Mimik überzeugend wusste Hilde Weiler zu begeistern. Ferdi Busenkell, ein Urgestein in der Bütt von Kolping, huldigte zunächst in einem Liedvortrag der „Annenacher Fasenacht“, bevor er die Erlebnisse eines Rentners zum Besten gab Die „Evergreens“ aus dem Alt-Herren-Corps der Blauen Funken Andernach zogen als „Sänger vom finst’ren Walde“ ein brachten mit ihrem Potpourri von alten und neuen „Fasenachtsschlagern“ unter der Leitung von Heinz Meurer den Saal zum Kochen; ihre „Gassenhauer“ sorgten für eine tolle Stimmung. Heinz Stark und Hildegard Nonn (in Vertretung für seine erkrankte Frau Hermine) zogen in ihrem Zwiegespräch manch anwesendes Kolpingmitglied durch den karnevalistischen „Kakao“, anerkannten aber auch die ehrenamtliche Tätigkeit der Kolpingfamilie. Anneliese Klose, Anita Baumann und Hilde Weiler brachten mit ihrer Parodie auf eine Modenschau nach der Melodie „Auf der schwäb‘sche Eisebahne“ den Saal zum Kochen: Eingehüllt in blaue Müllsäcke boten sie eine perfekte Show.
„Ach, wär sie doch in der Eifel geblieben“, so brillierte Elfriede Lamberz in der Bütt über ihre Urlaubserfahrung in dieser Mittelgebirgsregion, die sie mit anderen Urlaubsorten auf der ganzen Welt verglich. Wie sie erhielten alle Vortragenden den gebührenden Applaus und eine Wegzehrung mit der Aufforderung, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Ihre beiden neuen Lieder aus der CD zum Jubiläum „600 Jahre Andernacher Karneval“ führte Nicole Klemmer-Hermann auf, die ebenfalls aus dem Andernacher Karneval seit Kindesbeinen nicht mehr wegzudenken ist.
Das vorletzte Wort hatten noch einmal die Evergreens, die mit dem zweiten Teil ihres diesjährigen Bühnenprogramms die Stimmung weiter anheizten. Mit dem Dank an die Aktiven (alles gestandene Kolpingmitglieder), die Nauzenbäckerinnen, das Service-Personal, die Helfer beim Aufbau durch Sitzungspräsident und Seniorenkreisleiter Josef Nonn und dem Lied „Käi Word su schön bie Annenach“ endete die kurzweilige Veranstaltung mit „Annenach Alaaf und Treu Kolping“.
