Politik | 05.09.2015, 11:18 Uhr

Ortstermin mit Entscheidungsträgern und Anwohnern zur L117 bei Plaidt

Komplettsanierung soll Anfang 2016 starten

Spurrillen werden kurzfristig ausgeglichen - L117 überdurchschnittlicher Verkehrsbelastung ausgesetzt

Bernd Cornely (rechts im Bild), leitender Baudirektor des LBM, erläuterte betroffenen Anwohnern anhand von Planungsunterlagen die vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen auf der Landesstraße. MKA
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Plaidt. Seit Monaten fordern betroffene Plaidter Familien beim zuständigen Landesbetrieb Mobilität Cochem-Koblenz (LBM) die kurzfristige Beseitigung der erheblichen Straßenschäden an der L117, Ochtendunger Straße. „Blick aktuell“ berichtete im Juli ausführlich über die aus dem Zustand der Straße resultierenden Beeinträchtigungen für die Anwohner. So bewirken zum Beispiel die vielen durch tiefe Spurrillen und Furchen fahrenden Lkw Erschütterungen in den anliegenden Häusern. Nach einem umfangreichen Mailaustausch zwischen den Betroffenen und dem Landesbetrieb kam es jetzt zu einem fruchtbaren Ortstermin mit den zuständigen Entscheidungsträgern. Im Sinne der Beschwerdeführer hatte der Landtagsabgeordnete Marc Ruland (SPD) ein Treffen der Anwohner mit dem Verkehrsstaatssekretär des Ministeriums des Innern, für Sport und Infrastruktur, Günter Kern sowie dem leitenden Baudirektor des LBM, Bernd Cornely, am betroffenen Straßenabschnitt koordiniert.

Anhaltender Regen und der Lärm hunderter vorbeifahrender Kraftfahrzeuge vermittelten dem Termin die angemessene Tristesse. Eine Abordnung der betroffenen Anwohner im Neubaugebiet „Wohnpark Saffiger Straße“ berichtete Staatssekretär Günter Kern ausführlich die Situation an der L117 und schilderte die Beeinträchtigung ihrer Wohnqualität durch die Folgen der schadhaften Landesstraße. Günter Kern machte deutlich, dass die zunächst seitens des LMB vorgesehene provisorische Abtragung und Erneuerung der beiden obersten Asphaltschichten aufgrund des Ergebnisses von Kernbohrungen nun doch nicht weiter verfolgt wird. Die angestrebte Verbesserung sei so nur von kurzer Dauer. Daher käme nur der komplette Ausbau infrage. Die erforderlichen Landesmittel würden, vorbehaltlich der Genehmigung des Landtags, dazu nun zur Verfügung stehen.

Für die kommenden 40 Jahre in einem vernünftigen Zustand

Bernd Cornely (LBM) entschuldigte sich für Irritationen im Zusammenhang mit Terminzusagen und erläuterte den Anwohnern anhand eines Bohrkernes anschaulich den Aufbau einer Fahrbahndecke: „Ein Bohrkern von der L117 in diesem Abschnitt wäre mir jetzt in der Hand zerbröselt.“ Interessant die Zahlen, die die Teilnehmer des Gesprächs von dem Diplom-Ingenieur erfuhren: 9.500 Kraftfahrzeuge am Tag befahren täglich die L117. Die Verkehrsbelastung wird noch erhöht durch einen 16-Prozent-Anteil des Schwer-Lastverkehrs. Damit liegt die Landesstraße in Plaidt weit über dem Durchschnitt der anderen Landesstraßen (2.700/Tag). Bernd Cornely informierte über den aktuellen Stand des Projekts L117. Nachdem in den letzten Wochen Vermessungsarbeiten und gutachterliche Fahrbahnanalysen vorgenommen wurden, kann der Landesbetrieb Mobilität nun mit der konkreten Planung und den Ausschreibungen beginnen. Erklärtes Ziel ist die Auftragserteilung bis zum Ende des Jahres sowie der Beginn der Bauarbeiten Anfang 2016. Eine „gewisse Zeit“ der Vollsperrung der Straße wird erforderlich sein. „Die Perspektive ist“, so Bernd Cornely, „die Straße wird absolut verbessert, sie wird modernisiert und so ausgebaut, dass sie für die nächsten 40 Jahre im vernünftigen Zustand ist.“

Erfreut waren die Anwohner über die verbindliche Zusage der Verantwortlichen, die tiefen Spurrillen in den kommenden Wochen provisorisch auszugleichen und ihre Anregungen hinsichtlich der Vorsehung eines Zebrastreifens und geschwindigkeitsreduzierender Maßnahmen, soweit möglich, zu berücksichtigen.

Eine kurzfristige, zunächst provisorische Ausbesserung der tiefen Spurrillen auf der L117, Ochtendunger Straße, wurde den Anwohnern von (von links) Bernd Cornely und Staatssekretär Günter Kern zugesagt. Landtagsabgeordneter Marc Ruland (2.v.r.) hatte den Ortstermin koordiniert.

Eine kurzfristige, zunächst provisorische Ausbesserung der tiefen Spurrillen auf der L117, Ochtendunger Straße, wurde den Anwohnern von (von links) Bernd Cornely und Staatssekretär Günter Kern zugesagt. Landtagsabgeordneter Marc Ruland (2.v.r.) hatte den Ortstermin koordiniert.

Bernd Cornely (rechts im Bild), leitender Baudirektor des LBM, erläuterte betroffenen Anwohnern anhand von Planungsunterlagen die vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen auf der Landesstraße. Fotos: MKA

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