Ausstellungen im Geysir-Erlebniszentrum
„Landschaften erzählen“ und „Andernach auf den zweiten Blick“
Künstlerischer Doppelschlag
Andernach. Maria Karin Krüppel lässt in Bildern „Landschaften erzählen“. Dazu gestaltet sie gemeinsam mit Franz Bussmann die Ausstellung „Andernach auf den zweiten Blick“, wozu sie Bilder und Franz Bussmann Fotografien beisteuert. Da lag es nahe, für die Vernissage einmal ein „Kunstgeplänkel im Duett“ vorzusehen. Bürgermeister Claus Peitz und Wolfgang Redwanz gelang dabei im Dialog ein ebenso informativer wie heiterer Aufschlag. Christian Heller freute sich bei der Begrüßung, dass die Einladung auf große Resonanz gestoßen war.
Musikalisch wurde die Vernissage von Franziska Seitz, Paula Denkel und Marice Schlaus, junge Schülerinnen der Kreismusikschule umrahmt. Sie interpretierten auf Querflöten einfühlsam mehrstimmige Sätze klassischer Musik.
Claus Peitz und Wolfgang Redwanz gingen in heiterer Form auf Besonderheiten eines ersten und zweiten Blicks ein, untersuchten humorvoll die durchaus schwierige Frage, ob man mehr Zeit für ein Bild oder ein Foto benötigt. Dass Maria K. Krüppel als Malerin für Landschaftserkundung, erste Skizzen, Übertragung der Eindrücke auf Leinwand mit Farbe und Pinsel und unterschiedlichen Maltechniken Zeit benötigt, ist offensichtlich. Aber auch Franz Bussmann muss für jedes Foto viel Zeit investieren mit mehrmaliger Aufsuchung des Motivs, einem guten Draht zu Petrus, Auswahl einer Perspektive, für die man bisweilen auch eine Leiter benötigt, viele Fotos für ein einziges Bild und die abschließende Bildbearbeitung mit moderner Computertechnik. Frank Bussmann hat sein Handwerk von der Pike auf bei Fred Doll gelernt und bei internationalen Fototagen in Nickenich bereits erste Preise gewonnen. Ihm sind eindrucksvolle Stadtaufnahmen gelungen. Die Ausstellung „Andernach auf den zweiten Blick“ wartet mit interessanten Fotos und Skizzen auf. Die Ausstellung vermag die Besucher darin bestärken, den „zweiten Blick“ auf die Stadt Andernach und den Vulkanpark insgesamt zu werfen. Den größeren Teil machen die Landschaftsbilder von Maria K. Krüppel aus. Sie hat in ihrem „zweiten Leben“ nach vielen Leitungsjahren im Kindergarten und in der Familienbildungsstätte ein Kunststudium in Köln absolviert. In Motiven von Rapsfeldern, aus dem Nettetal und vom Laacher See kommt ihre Liebe zur Heimat zum Ausdruck. Ihre besondere Nähe zum Kloster Maria Laach findet Niederschlag im Bild eines tanzenden Mönchs am Seeufer, unschwer als Gärtnerbruder Hilarius auszumachen.
Aber auch andere Landschaften haben es ihr angetan, so die Gärten von Emil Nolde in Seebül, der Jakobsweg in Nordspanien, Motive aus Andalusien und aus der Schweiz. Sie malt das, was sie selbst gesehen und erlebt und in zahlreichen Skizzen festgehalten hat und schließlich in Akryl oder Öl auf die Leinwand bringt.
Es geht ihr dabei nie um möglichst naturgetreue Wiedergaben, sonder um den Ausdruck der Stimmung, die sie in der Landschaft empfunden hat. Und von dieser Liebe zur Landschaft und ihren Eindrücken soll auch der Betrachter angesteckt werden.
Pressemitteilung des
Geysir-Informationszentrums
