Dr. Adolf Weiland überreichte Julia Klöckner nach ihrem fulminanten Wahlergebnis in Koblenz das passende Geschenk
Laufschuhe für CDU-Spitzenkandidatin
CDU-Landesvertreterversammlung in der Rhein-Mosel-Halle - 233 von 234 gültigen Stimmen für Klöckner
Koblenz. Laufschuhe überreichte Dr. Adolf Weiland, Vorsitzender des CDU-Bezirksverbands Koblenz-Montabaur, der CDU-Landesvorsitzenden Julia Klöckner für ihren fulminanten Wahlerfolg. Denn die attraktive, blonde Powerfrau ist bei der CDU-Landesvertreterversammlung in der Rhein-Mosel-Halle von 234 gültigen Stimmen mit 233, das sind 99,6 Prozent, zur CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl bestimmt worden. Das Dr. Weiland, er leitete auch die Versammlung, das richtige Geschenk für Julia Klöckner hatte, bewies diese schon einen Tag später, als sie über die Weihnachtsmärkte, z.B. den in Neuwied-Engers lief, schließlich will sie ja die in sie gesetzte Hoffnung der Delegierten erfüllen und Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz werden.
In der Rhein-Mosel-Halle begann die Landesvertreterversammlung mit den üblichen Regularien bis dann der Koblenzer Landtagsabgeordnete Andreas Biebricher verkündete: „Von 250 Delegierten sind 246 anwesend und wahlberechtigt.“
Das Motto der Versammlung „Loslegen“ nahm dann Julia Köckner, sie ist auch stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende, wörtlich und legte los mit ihrer etwa 40-minütigen Rede, denn es sind nur noch etwas mehr als 100 Tage bis zur Landtagswahl am 13. März 2016. Ihre Themen gingen quer durch die Landespolitik, wobei sie kein gutes Haar an der rot-grünen Landesregierung in Mainz ließ. Beim Thema „Flüchtlinge“ dankte sie allen, die sich hier engagieren, auch Lehrern, Erziehern und Verwaltungsmitarbeitern vor allem aber den Ehrenamtlichen: „Sie zeigen uns, was unsere westlichen Werte ausmachen“, unterstrich die 38-Jährige. Sie kritisierte, dass die Landesregierung die Rückführung der Flüchtlinge, die keine Chance auf Asyl haben, an die Kommunen verschoben habe. Bei der Umstellung auf Sachleistung und die Registrierung der Flüchtlinge im Land funktioniere nichts, meinte die Politikerin und forderte einen Masterplan für die Integration: „Interkulturelle Feste reichen nicht, Integration ist wie Händeschütteln, nicht nur einseitig. Wir wollen ein Integrationspflichtgesetz, damit wir nicht die Fehler machen wie mit den Gastarbeitern. Das Erlernen der deutschen Sprache muss als Verpflichtung und Leistung dafür gesehen werden, dass wir für Wohnung und Verpflegung der Flüchtlinge sorgen.“
Klöckner: „Wir kämpfen für die Gleichberechtigung“
Julia Klöckner verglich ihre Forderung mit Hartz IV, denn wer das bekommt, hat sich auch verpflichtet, einiges wahrzunehmen. Die Rechten stellte die Rednerin in den Senkel: „Braune Brandstifter sind das Allerletzte was wir für die Zukunft brauchen“, und bekam dafür von der Versammlung einen Riesenapplaus.
Julia Klöckner geißelte Versuche, die Landes-CDU bei der geringsten Kritik zum Thema Flüchtlinge in die rechte Ecke zu stellen: „Die Flüchtlinge, die zu uns kommen, sind keine Heiligen, sondern Menschen und wer da bei Rot-Grün Probleme anspricht, dem wird der Mund verboten. Uns ist es egal, wer die Gleichberechtigung in Frage stellt, wir kämpfen für die Gleichberechtigung.“
Schließlich wurde Julia Klöckner wahlkämpferisch und zeigte auf, was ihrer Ansicht nach die Landesregierung in Mainz alles verkehrt macht bzw. versemmelt hat. Das reichte von der alljährlichen Nettoneuverschuldung, über die Abiturienten- und Akademikerschwemme, marode Straßen und Brücken im Land bis hin zum Personalmangel bei der Polizei, die im Land 1,7 Millionen Überstunden vor sich her schiebe.
Für diese Rede unter dem Motto: „Frischer Schwung, neue Kraft: Wir in Rheinland-Pfalz“ gab es von der Versammlung Standing Ovations, die fast nicht enden wollten. Schließlich waren die CDU-Delegierten hellauf begeistert von dieser flammenden Rede und unterstrichen dies dann bei der Wahl von Julia Klöckner zur Spitzenkandidatin mit einem überwältigenden Ergebnis.
Nach der Gratulationscour fuhr Adi Weiland mit der Wahl der Bewerber für die Landesliste fort. Wer auf den vorderen Plätzen für diese Liste gewählt wurde, ist garantiert Landtagsabgeordneter, auch wenn die Personenstimmen nicht reichen. Bis zu welchem Listenplatz das geht hängt von den Stimmen ab, die die CDU bei der Landtagswahl am 13. März bekommt.
Hier die Namen aus unserem Verbreitungsgebiet: Dr. Adolf Weiland (Koblenz-Montabaur) Platz 3, Ellen Demut (Linz/Rengsdorf) Platz 6, Guido Ernst (Remagen/Sinzig) Platz 13, Hedi Thelen (Andernach), Platz 19, Gabriele Wieland (Montabaur) Platz 26. Josef Dötsch (Bendorf/Weißenthurm) Platz 29, Andreas Biebricher (Koblenz) Platz 32, Jörg Röder (Neuwied) Platz 40, Horst Gies (Bad Neuenahr-Ahrweiler) Platz 44 und Dennis Maxeiner (Koblenz/Lahnstein) Platz 46. Und da die CDU bei der Landtagswahl mit einem absoluten Top-Ergebnis rechnet, wurden in Koblenz noch weitere „CDU-Landeslistler“ für die Plätze 52 bis 101 gewählt.
