Interessantes Elternfrühstück im Haus der Familie in Andernach
„Lebensmittel in den Mund oder in den Müll“
Andernach. Das Haus der Familie lud wieder zu einem interessanten Elternfrühstück ein und Janine Schäfer, pädagogische Leiterin im Haus der Familie, konnte hierzu über 50 Besucher begrüßen. Dank der ehrenamtlichen Helfer des Hauses waren für die Gäste wieder schöne und dekorativ gestaltete Frühstückstische und ein Tagungsraum hergerichtet worden. Nach dem gemeinsamen Frühstück hielt Raimund Solcher, Arbeitsvermittler – Perspektive Andernach, einen interessanten und aufschlussreichen Vortrag mit dem Thema: „Lebensmittel in den Mund oder in den Müll“. An Hand vieler Beispiele erfuhren die Besucher einiges über das Konsumverhalten der Bürger in Deutschland. Unter anderem, das allein in Deutschland über 15 Millionen Tonnen an Lebensmittel einfach weggeschmissen werden. Hier einige Beispiele dazu: 20 - 40 Prozent der Ernte kommen nicht in den Handel und werden untergepflügt, weil sie nicht dem Schönheitsideal der Supermärkte entsprechen. Allein in Europa gehen dadurch rund 40 Millionen Tonnen an Obst und Gemüse verloren. Mit jedem Kilogramm Äpfel werden auch 700 Liter Wasser weg geworfen, die zur Produktion nötig waren. Dass allein hier in Deutschland 346 Millionen Kilogramm an Fleisch im Müll landen. Dafür mussten umgerechnet folgende Tiere sterben: 45 Millionen Hühner, 200.000 Rinder und vier Millionen Schweine. Demnach wirft jeder Endverbraucher im Durchschnitt 4,3 Kg Fleisch und damit sieben Prozent seiner jährlichen Fleischeinkäufe weg. Das entspreche einer Menge von über 8500 Lkw der 40 Tonnen-Klasse.
Lebensmittelverschwendung beginnt im Kindesalter
Erschreckend dies zu hören und bei den Gästen ging ein Raunen durch den Raum. Raimund Solcher fügte in seinem aufschlussreichen Referat auch hinzu, dass die Lebensmittelverschwendung schon im Kindesalter beginnt, denn viele Kinder werfen ihre Pausenbrote einfach weg. Sei es dadurch, weil es nicht mehr schön aussieht oder Spielen in der Pause ist ihnen wichtiger als das Pausenbrot. Ein weiterer Faktor ist: Süßigkeiten und andere leckere Sachen sind für Kinder verlockender als ein simples Käsebrot von Mama. Er führte auch anhand einiger Beispiele auf, was man noch mit unschön aussehendem Obst oder mit Resten von Lebensmittel machen kann. Noch viele weitere Sachen zu diesem Punkt erfuhren die Besucher und dankten Raimund Solcher am Ende des Referats mit Applaus.
Weitere Infos zum Haus der Familie in Andernach: Tel. (0 26 32) 92 23 52, oder Janine Schäfer, Tel. (0 26 32) 92 23 50. Persönlich auch an der Infotheke: Montag bis Donnerstag 8 - 16.30 Uhr und Freitag von 8 - 11.30 Uhr im 1. Stock der Stadthaus-Galerie Andernach.
