Förderverein stiftet Hochbeet für demente Bewohner
Mehr Gartenarbeit im „Sonnengarten“ möglich
Andernach. Der Förderverein des Seniorenzentrums Marienstift war wieder aktiv und ermöglichte die Anschaffung eines neuen Hochbeetes für den besonders geschützten Bereich „Sonnengarten“, in dem an Demenz erkrankte Seniorinnen und Senioren leben.
Die bisherigen Beete sind für die meisten der 21 betagten Herrschaften des Sonnengartens schlicht zu tief, erklärt Stefanie Müller, die die Idee zu dieser Anschaffung hatte. Also recherchierte man, welche Möglichkeiten sich bieten, um auch weiterhin selbst Blumen und Kräuter anbauen zu können. Auf diese Weise erhalten die Senioren die Gelegenheit, bereits aus der Kindheit bekannte taktile Erfahrungen zu machen und auch die Gerüche, etwa von Kräutern, wieder wahrzunehmen.
Dieter Ulrich Schmidt, der Vorsitzende des Fördervereins, wurde schnell aktiv. Die bestellbaren Beete waren zu klein, um mit mehreren Leuten in Rollstühlen direkt am Beet zu sitzen. Also ließ er ein Beet nach Wunsch im Heinrich-Haus Neuwied für rund 3.500 Euro anfertigen. Nach unten abgeschrägte Kanten mit besonderem Knieschutz ermöglichen das dichte Heranfahren. Statt Metall im Innern wurde eine spezielle Folie angebracht, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Zusätzlich steht das Beet auf Rollen, um es im Außenbereich dort hinzubringen, wo es gebraucht wird. Heimleiter Hans-Peter Mayer, Ursula Schlöffel (Pflegedienstleitung) und Cornelia Kaltenborn, Geschäftsführerin der St. Nikolaus-Stiftshospital GmbH, freuen sich über die erneute großzügige Spende und dankten dem Vorsitzenden Dieter Ulrich Schmidt stellvertretend für den gesamten Förderverein.
Pressemitteilung St. Nikolaus-
Stiftshospital GmbH
Ursula Schlöffel, Hans-Peter Mayer, Dieter Ulrich Schmidt und Cornelia Kaltenborn (hi. v.l.) überzeugten sich von der Sinnhaftigkeit der vom Förderverein gespendeten Neuanschaffung. Stefanie Müller (li.) arbeitet bereits mit Bewohnern am Hochbeet. Ab dem Frühjahr wird das Beet dicht bepflanzt sein. Foto: Privat
