Politik | 11.10.2015

Aktion zum „Internationalen Tag gegen prekäre Beschäftigung“

Missbrauch von Werkverträgen angeprangert

Hans-Jürgen Urban, IG Metall Frankfurt, war im Rahmen einer Vertrauensleuteversammlung zu Gast bei ThyssenKrupp Rasselstein

Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall Frankfurt (3.v.l.), Markus Eulenbach, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Neuwied (4.v.l.) und Wilfried Stenz, Betriebsratsvorsitzender von ThyssenKrupp Rasselstein (5.v.l.) sowie Vertrauensleute von ThyssenKrupp Rasselstein präsentieren eine Aufstellung von Firmen, die alle mit Werkverträgen bei ThyssenKrupp Rasselstein beschäftigt sind. Meta Welling

Neuwied/Andernach. Anlässlich des „Internationalen Tages gegen prekäre Beschäftigung“ hat die IG Metall im Rahmen einer Vertrauensleuteversammlung bei ThyssenKrupp Rasselstein auf den Missbrauch von Werkverträgen aufmerksam gemacht. An der Veranstaltung nahm auch Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall aus Frankfurt, teil. „Es ist ein Skandal, dass immer mehr Arbeitgeber das Instrument „Werkverträge“ missbrauchen, um Löhne zu drücken und Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. Dagegen geht die IG Metall gemeinsam mit Betriebsräten in Betrieben an. Zugleich fordern wir die Politik auf, gesetzliche Regelungen zu schaffen, die den Missbrauch von Werkverträgen unterbinden. Insbesondere braucht es bessere Informations- und Mitbestimmungsrechte für Betriebsräte“, sagte Hans-Jürgen Urban. Wilfried Stenz, Betriebsratsvorsitzender von ThyssenKrupp Rasselstein, betonte, dass sich der Betriebsrat von TK Rasselstein schon seit Jahren mit den Themen Werkverträge und damit verbunden mit Leiharbeit und Scheinselbstständigkeit beschäftigt.

„So viel Arbeit in Eigenregie wie möglich und so wenig Fremdvergabe wie nötig!“

„Es ist uns ein großes Anliegen, dass Arbeiten, die seit Jahren fremd vergeben sind, wieder in Eigenregie durchgeführt werden, um Arbeitsplätze am Standort Andernach zu sichern, zum andern auch um dringend notwendige Qualifikationen am Standort zu erhalten, damit keine Abhängigkeit zu Fremdfirmen entsteht. Es ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar, dass Werkverträge an Fremdfirmen vergeben werden, die dann durch Vergabe an Subunternehmer mit Leiharbeit und Scheinselbstständigkeit unterlaufen werden. Wir haben mit unserem Arbeitgeber klare Absprachen, dass die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. Dabei ist es uns unter Hinzuziehung von Herrn Professor Sell von der Fachhochschule Koblenz-Remagen gelungen, erstmalig Leitplanken zum Thema Werkverträge einzuziehen. Unser Ziel ist klar und deutlich formuliert: ‚So viel Arbeit in Eigenregie wie möglich und so wenig Fremdvergabe wie nötig‘!“ Ähnlich äußerte sich Markus Eulenbach, der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Neuwied, und betont die Wichtigkeit des Themas. Er ruft alle Betriebsratsgremien auf, genau hinzuschauen und sich die Aktivitäten ihres Unternehmens darstellen zu lassen. „Es ist oft überraschend, welche produktiven Arbeiten sich durch Werkverträge in den Sachkosten verbergen. Diese Arbeiten können aber oft auch durch die Stammbelegschaft oder Neueinstellungen nicht selten kostengünstiger bewerkstelligt werden“. Pressemitteilung der

IG Metall Neuwied

Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall Frankfurt (3.v.l.), Markus Eulenbach, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Neuwied (4.v.l.) und Wilfried Stenz, Betriebsratsvorsitzender von ThyssenKrupp Rasselstein (5.v.l.) sowie Vertrauensleute von ThyssenKrupp Rasselstein präsentieren eine Aufstellung von Firmen, die alle mit Werkverträgen bei ThyssenKrupp Rasselstein beschäftigt sind. Foto: Meta Welling

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