Bildung statt Herkunft:PISA zeigt dringenden Handlungsbedarf
Moesta: „Unser Aufstiegsversprechen muss wieder für jedes Kind gelten“
aus Andernach
Rheinland-Pfalz. PISA-Ergebnisse sind ein sozialpolitischer Weckruf: Bildung entscheidet über die Zukunft Die aktuellen PISA-Ergebnisse sind alarmierend. Deutschlands Schülerinnen und Schüler erreichen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften die niedrigsten Werte seit Beginn der Erhebungen. Rund ein Drittel der 15-Jährigen verfehlt beim Lesen und in Mathematik die Mindeststandards. „Wer nicht sicher lesen, rechnen und Informationen verstehen kann, hat später deutlich schlechtere Chancen auf Ausbildung, Arbeit und ein selbstbestimmtes Leben“, erklärt die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Anette Moesta. „Bildung entscheidet über die Zukunft. Sie ist der wichtigste Schlüssel, um den Kreislauf von Armut zu durchbrechen.“
Besonders besorgniserregend sei der weiterhin starke Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg. Nur zwei Prozent der Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien erreichen laut PISA die höchste Leistungsgruppe. Bei Jugendlichen aus privilegierten Familien sind es rund 25 Prozent. „Der Geldbeutel und der Bildungsabschluss der Eltern dürfen nicht darüber entscheiden, was aus einem Kind wird. Unser Aufstiegsversprechen muss wieder gelten – für jedes Kind, unabhängig von seiner Herkunft und seiner Adresse“, betont Moesta.
Dafür müsse Unterstützung früh beginnen: mit verbindlichen Sprachstandserhebungen, gezielter Förderung bereits in der Kita, einer Stärkung der Grundkompetenzen sowie gut aufgestellter Schulsozialarbeit. Auch ein gesundes Mittagessen, erreichbare Beratungsangebote und eine bessere Zusammenarbeit von Kitas, Schulen, Jugendhilfe und Familienzentren gehörten dazu. Moesta abschließend: „Schulen können soziale Probleme nicht allein lösen. Bildungspolitik und Sozialpolitik müssen deshalb enger zusammengedacht werden. Wir müssen Kinder früh erreichen, Familien gezielt unterstützen und verhindern, dass junge Menschen ohne ausreichende Grundlagen die Schule verlassen. Kein Kind darf aufgegeben werden.“
[Pressemitteilung Anette Moesta MdL]
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„Anette Moesta fordert angesichts der alarmierenden PISA-Ergebnisse bessere Bildungschancen für alle Kinder.“ Foto: Paul Schneider