Zum fünften Mal: Aktion „Andernacher R(h)einheit“
Müllsammelaktion und Infomarkt zum Thema Nachhaltigkeit
Aussteller und Interessierte trafen sich in der Stadthausgalerie
Andernach. Natalie Karij veranstaltete bereits zum fünften Mal die Aktion „Andernacher R(h)einheit“, bei der freiwillige Helfer das Andernacher Rheinufer von Müll und Unrat befreiten.
Trotz des schlechten Wetters kamen mehr als 30 Helfer zum Ufer, und die schlimme Ausbeute konnte sich hinterher sehen lassen. Mit der Unterstützung vom Bauhof der Stadt Andernach und von einigen Andernacher Firmen wurde auch diese Aktion ein Erfolg. Was die fleißigen Helfer in drei Stunden alles am Ufer fanden, wurde in bereitgestellte Container und Tonnen gefüllt. Bei einer Uferstrecke von fünf Kilometern wurden ein Container und sechs Mülltonnen Unrat eingesammelt.
Was alles in den Rhein geworfen wird
Vom Fahrrad über Glas, Metall, sehr viel Plastikmüll bis zum Verkehrsschild war alles vertreten, und zwar in großen Mengen. Kaum zu glauben, dass nach der letzten Aktion vor ein paar Monaten das Ufer blitzsauber war. Fotos sind bei Facebook unter „Andernacher R(h)einheit“ zu sehen. Nach der Aktion kamen alle Teilnehmer hoch zur Stadthausgalerie, wo man sich mit gespendeten Speisen wie Kuchen, Pizza und Obst stärken konnte und im Anschluss einige Preise unter den Teilnehmern verlost wurden. Parallel dazu wurde erstmalig ein kleiner Info-Markt zum Thema Nachhaltigkeit veranstaltet.
Dieser war wegen des angekündigten Regens vom Rheinufer in die Stadthausgalerie verlegt worden. Hier war der Besucherandrang nicht so hoch, wie man es sich erhofft hatte, was wohl überwiegend dem Wetter und dem Freitagnachmittag geschuldet war. Nichtsdestotrotz konnten einige Gespräche mit interessierten Menschen geführt werden, auch der Kontakt der Aussteller untereinander wurde gesucht. Denn es waren einige Aussteller versammelt, die sich allesamt der Nachhaltigkeit verschrieben haben, jedoch aus völlig unterschiedlichen Bereichen kamen.
NaBu, Tierarten und Klimaschutz
Der NaBu Mayen informierte über seine Tätigkeit, Matthias Küchler zeigte, welche Tierarten in und um Andernach vom Aussterben bedroht sind. Der Klimaschutzmanager der Stadt Andernach, Andreas Faßbender, präsentierte Wissenswertes aus seiner Tätigkeit, und Manfred Nachtsheim hatte eine erste „nachhaltige Einkaufsliste“ für Andernach zusammengestellt.
C2C, KeepGreen etc.
Burkhard Mosen von TANA erläuterte das Cradle2Cradle-Konzept, nach dem überhaupt kein Müll mehr entsteht, Marco Hackenbruch zeigte mit KeepGreen Photovoltaikmodule fürs Balkongeländer. Er vertrat auch die Neue Energie Bendorf eG, die lokale Bürgerenergie-Genossenschaft, welche ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen produziert. Auch die FSG mit Willi Stroganoff bot regenerative Energie an und gehörte zu den Unterstützern der Veranstaltung. Der REWE-Markt Andernach von Inhaber Nico Grunert zeigte in einer Präsentation, welche nachhaltigen Wege sein Geschäft mittlerweile geht. Die Künstlerinnen Carmen Rakemann und Doris Büma zeigten Kunstwerke, die zum Teil aus Müll hergestellt waren. Natalie Karij selbst präsentierte an einem Stand Alternativen zu Plastik und zeigte, wie man Zahnpasta selbst herstellen kann.
Auf den kunstvollen Fotos von Johannes Palm konnte man sehr gut sehen, wie unterschiedlich Landschaften mit und ohne Müll aussehen. Für den Weltladen Andernach zeigte Hildegard Bender, dass es dort fast nur ökologisch saubere und fair hergestellte Produkte im Sortiment gibt. In diesem Jahr ist keine weitere Müllsammelaktion in Andernach geplant. Natalie Karij plant, im November 2018 ihr gemeinnütziges Start-up-Unternehmen mit den Schwerpunkten Müll, Wasser, Umwelt und Nachhaltigkeit der Öffentlichkeit vorzustellen. Der genaue Termin und die Örtlichkeit werden noch rechtzeitig bekannt gegeben. Dazu ist jeder eingeladen. Weitere Informationen können per E-Mail an natalie.karij@gmail.com angefordert werden.
