Allgemeine Berichte | 10.01.2016, 13:30 Uhr

Sechs europäische Länder im Rahmen von ERASMUS+ an der August-Horch-Schule zu Gast

Multinationale Zusammenarbeit

Die polnischen Partnerschülerinnen Kinga Ciupa und Klaudia Góral im Foyer vor dem Stand mit Apfelprodukten. privat

Andernach. Insgesamt 36 Schüler und Schülerinnen aus sechs verschiedenen europäischen Ländern besuchten mit ihren Lehrkräften in der zweiten Adventswoche Andernach.

Als eine von nur zwei Schulen in Rheinland-Pfalz nimmt die August-Horch-Schule an dem zweijährigen ERASMUS+ Programm „Strategische Schulpartnerschaften“ der Europäischen Kommission teil. Unter dem Titel A.P.P.L.E.S „Applied Pupils Project of Learning Entrepreneurial Skills“ verfolgt die Projektarbeit das Ziel, den Teilnehmern wirtschaftliche Kenntnisse und unternehmerisches Denken zu vermitteln und eine „multinationale Firma“ zu schaffen. Dabei bildet jedes der beteiligten allgemeinbildenden vier Gymnasien wie auch jede Berufsschule eine bestimmte Abteilung, die den jeweiligen Arbeitsschwerpunkt rund um das „Produkt“ Apfel bestimmt.

Während in Deutschland die rechtlichen und finanziellen Bedingungen für eine Firmengründung, Teambildung sowie nachhaltiges Wirtschaften im Vordergrund standen, wird sich die nächste Begegnung in Kroatien um die „Produktion“, das heißt den Anbau, die Züchtung neuer Apfelsorten und die Erzeugung von Apfelprodukten drehen. Im Gymnasium in Vilnius – "unsere Marketingabteilung" - erfolgt das Design der Verpackung sowie der Entwurf einer Werbekampagne, das polnische Gymnasium befasst sich mit der Auswahl des Personals und mit der Arbeitnehmergesundheit, in Portugal sitzt die Forschungs- und Entwicklungsabteilung, in der Apfelprodukte auf ihren Inhalt hin untersucht werden. Das Partnergymnasium in Athen ist verantwortlich für IT-Prozesse und die Berufsschule in Milazzo kümmert sich um den Vertrieb der Produkte per Internetshop.

Die Arbeitssprache ist Englisch. Einerseits können die Schüler so ihre Sprachkenntnisse anwenden und neue erwerben. Andererseits erleben sie ganz konkret die Herausforderung, sich und ihre Vorstellungen in ein multinationales Team einzubringen und zu vertreten. Sie lernen praxisbezogene Aufträge trotz unterschiedlicher Mentalität und Herangehensweise termingerecht abzuschließen und ihre Ergebnisse vor Publikum zu präsentieren.

Die konkrete Projektarbeit der Schüler wurde durch eine Wanderung zur Permakultur nach Eich, einen Ausflug nach Trier und durch eine Andernacher Stadtrallye sowie den Besuch des Weihnachtsdorfes ergänzt. Ein besonderer Dank galt den Gastfamilien, bei denen alle Partnerschüler eine herzliche Aufnahme fanden und die ihnen einen Einblick in das Alltagsleben ermöglichten.

Die polnischen Partnerschülerinnen Kinga Ciupa und Klaudia Góral im Foyer vor dem Stand mit Apfelprodukten. Foto: privat

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