Allgemeine Berichte | 05.06.2020, 11:57 Uhr

Altenzentrum St. Stephan

Nach 43 Jahren verabschiedet sich Gertrud Hüttges

Getrud Hüttges (Bildmitte) verlässt das Altenzentrum und ihre Kollegen – (von links) Anna Jost, Thomas Weber, Wolfram Haymann, Georg Breit und Diana Petrek – sagen Danke. Foto: Eduard Bretthauer
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Andernach. Immer mit Humor und einem guten, liebevollen Wort, so kennen und lieben Bewohner und Mitarbeiter Gertrud Hüttges von der Altenzentrum-Stankt-Stephan-Stiftung in Andernach. Kaum vorstellbar, dass sie sich am 30. April nach 43 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Angefangen hatte Gertrud Hüttges im Oktober 1977, als sie der Liebe wegen nach Andernach zog. In dem noch jungen Haus, das Altenzentrum war gerade zwei Jahre alt, arbeiteten Pflegefachkräfte, die als ehemalige Krankenschwestern die Senioren mehr als „Patienten“ denn als „Bewohner“ sahen. Schon immer faszinierte Gertrud Hüttges das kreative Mitgestalten, ein Traum, der sich mit der Stabsstelle als Praxisanleiterin und 1988 mit ihrer Assistenz Schwester Bonifatias bei den Heimeinzügen erfüllte. „Scheinbar habe ich diese Aufgaben gut gemacht, sonst wäre Pastor Schmidt nicht auf mich aufmerksam geworden“, so Gertrud Hüttges, die 1991 gemeinsam mit Georg Breit (PDL) Teil des Heimleitungsteams wurde. „Die 90er Jahre waren eine kraftvolle Zeit voller Aufbruchsstimmung. Die Einrichtung brauchte ein neues Gesicht“, erinnert sie sich. Die Menschen sollten im Altenzentrum leben und nicht nur versorgt werden. Dass diese Philosophie das Haus bis auf den heutigen Tag kennzeichnet, ist Gertrud Hüttges mit zu verdanken, die mit Georg Breit und Hans Kolvenbach, an dessen Stelle 1994 Thomas Weber trat, immer ein starkes Team bildete. Im Qualitätsmanagement standen damals Carmen Mitscher und Georg Seibert (1998) zur Seite.

Zudem ist sie seit 22 Jahren im Vorstand der Altenzentrum-Sankt-Stephan-Stiftung tätig. „Mit Herzblut und Leidenschaft habe ich meinen Teil zum Gelingen des Ganzen beigetragen“, sagt Gertrud Hüttges nicht ohne Stolz und schaut „dankbar auf ein reich beschenktes, langes Berufsleben zurück.“ Dankbar ist sie ihrem langjährigen Lehrmeister und Mentor, Pastor Günter Schmidt, der die Einrichtung als Vertreter des Trägers und später als Stiftungs-Vorstandsvorsitzender in die Zukunft führte. Gertrud Hüttges: „Fast 28 Jahre waren wir ein eingespieltes Team. Unvorstellbar!“ Mit ruhiger Hand führte das Leitungsteam das Altenzentrum in die Zukunft und baute auf lange Sicht immer früh genug Nachfolger auf, zeichnete sich am Horizont eine Veränderung durch Ruhestand ab. 2015 kam Diana Petrek als Assistentin der Heimleitung ins Team und übernahm 2017 von Gertrud Hüttges mit Bravour die Hauptaufgaben. 2018 bekam Dr. Wolfram Haymann das Staffelholz von Pastor Schmidt überreicht und seit März 2020 verstärkt Anna Jost das Team. Die Leitungsaufgaben der drei Wohnheime wird Georg Breit von Gertrud Hüttges übernehmen. Gertrud Hüttges bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und bei allen, die sie extern auf diesem langen beruflichen Weg begleitet haben, vom Amtsgericht über die Stadt- und Kreisverwaltung, Gesundheitsamt, die Sozialdienste der Krankenhäuser, Pflegestützpunkte bis hin zu den Hausärzten: „Damals wie heute hatten und haben alle den Ehrgeiz zu helfen und das Beste für die Heimbewohner zu erreichen. Danke auch der Gemeinde, den Leitungen der pädagogischen Einrichtungen und der Sozialstation und nicht zu vergessen den Heim- und Hausleitungen der Altenheime in der Stadt. Das größte Dankeschön gilt den Bewohnern und den Angehörigen, die mit ihrem Vertrauen unsere Einrichtung bereichern.“

Bis Ende des Jahres bleibt Gertud Hüttges ehrenamtlich dem Altenzentrum erhalten. Was aber waren ihre Kraftquellen in all den Jahren? Gertrud Hüttges nennt ohne Pathos „den Glauben, die Begegnungen mit Menschen, die Lebensfreude versprühen und mit denen ich gemeinsam lachen kann“, Städtereisen und immer neugierig auf Kunstausstellungen sein, wobei es ihr die Expressionisten besonders angetan haben. „Bei all dem Aufnehmen und Abschiednehmen, was immer wieder eine Herausforderung ist, brauche ich was Beständiges.“ Für die Zukunft des Altenzentrums hat sie nur einen Wunsch, „dass wir den Weg weitergehen und in Vertrauen und Zuversicht dafür kämpfen, dass die Menschen ihre Würde behalten, besonders jetzt in dieser schwierigen Zeit und dass wir kein beliebiges Haus werden.“

Pressemitteilung

Altenzentrum St. Stephan

Getrud Hüttges (Bildmitte) verlässt das Altenzentrum und ihre Kollegen – (von links) Anna Jost, Thomas Weber, Wolfram Haymann, Georg Breit und Diana Petrek – sagen Danke. Foto: Eduard Bretthauer

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