Bürger können die Entwicklung ihres Wohnortes mitgestalten
Namedy lädt ein zur Dorfmoderation
Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 4. Februar
Namedy. In Andernachs Stadtteil Namedy soll einiges bewegt werden und die Einwohnerinnen und Einwohner können dabei mitreden und mitgestalten. Ortsvorsteher Hartmut Dressel und Moderator Winfried Steffens erläutern den am 4. Februar startenden Prozess der „Dorfmoderation“.
„Die machen ja doch was sie wollen“, so begründet manch politik-verdrossener Bürger sein Desinteresse am politischen Geschehen und demokratischen Prozessen. Die Bereitschaft zur Teilnahme an Wahlen, Einwohnerversammlungen, Ehrenamtsinitiativen zeigt sich in der Folge vielfach entsprechend verhalten. Dabei haben z.B. Lokalpolitiker längst erkannt, dass die Bürger selbst am besten wissen, was in der Gemeinde gut läuft und was besser laufen könnte. Nicht ohne Grund suchen Mandatsträger immer wieder das Gespräch mit ihren Wählern, wollen mit ihnen über die Zukunft und Entwicklung der Gemeinde sprechen. Zu diesem Zweck hat sich mit der sogenannten „Dorfmoderation“ in den vergangenen Jahren in vielen Regionen ein neues wirkungsvolles Instrument bewährt, mit dem die Leistungsfähigkeit der Dorfgemeinschaft auf den Prüfstand kommt und positive Energien zum Wohle aller genutzt werden.
Hartmut Dressel und Winfried Steffens sind gespannt, wie viele der rund 1300 Einwohner Namedys sich bei der Dorfmoderation einbringen werden und mit ihnen die Weichen stellen für die Dorfentwicklung in den kommenden 10 - 15 Jahren. In den letzten Tagen wurden bereits alle Bewohner ab 15 Jahren zur Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 4. Februar, 19 Uhr in die Turnhalle Namedy eingeladen.
Ablauf der Dorfmoderation
Zunächst werden die Teilnehmer in einer Ist-Analyse zusammentragen, was in ihrem „Dorf“ gut läuft und was verbesserungswürdig ist. Anders als bei manchen in anderen Orten durchgeführten Dorfmoderationen stehen in Namedy, wie Winfried Steffens betont, nicht vordergründig bauplanerische Erörterungen im Vordergrund. Vielmehr sind es denkbare Themen wie soziales Miteinander, Kinder und Jugendliche, Senioren und Versorgung, Dorfbild und Verkehr, Tourismus und Naherholung, die die Dorfmoderation prägen könnten. Der Blick auf die Altersstruktur in Namedy kann dabei wegweisend sein. Mit Stand vom 30. September 2014 ergibt sich hier folgendes Bild: unter 19 Jahren: 204 (15,7 Prozent); 20-59 Jahre: 721 (55,3 Prozent); über 60: 378 (29 Prozent). Im Vergleich zu Erhebungen vergangener Jahre ist ein geringfügiger Anstieg der Einwohnerzahl auf jetzt 1303 und eine deutliche Zunahme des Anteils der über 80-Jährigen seit dem Jahr 1999 zu verzeichnen.
Arbeitsgruppen können sich im Rahmen der Dorfmoderation der Themenbereiche annehmen und in den nächsten Wochen Ergebnisse erarbeiten, die sie dann auf der Abschlussveranstaltung im Juni präsentieren. So werden möglichst viele Bürgerinnen und Bürger an der Ideengewinnung für die zukünftige Entwicklung ihres Wohnortes beteiligt, gemäß dem Motto „Wir gewinnen Lebensqualität, wenn wir uns um Namedy kümmern.“
Ansprechpartner für die Dorfmoderation in Namedy sind Hartmut Dressel, Tel. (0 26 32) 30 04 33, und Winfried Steffens, Tel. (0 26 32) 49 55 21.
Namedy will auf der Basis der Ergebnisse einer Dorfmoderation, den Grundstein für eine mittelfristige Ortsentwicklung legen.
