Geistliche Abendmusik in Andernach - Flügel wurde feierlich in der Gemeinde vorgestellt
Neuer Klang in der Kreuzkirche
Andernach. „Musik ist die schönste Offenbarung Gottes.“ Mit diesen Worten begrüßte Pfarrer Jürgen Gundalin zur Geistlichen Abendmusik in der evangelischen Kreuzkirche in Andernach. Eine bemerkenswerte Auswahl musikalischer Beiträge wurde den Besuchern geboten. Das Orchester von Ute Winkler-Jahn, dessen Leiterin leider erkrankt fehlte, machte den Auftakt.
Mit dem Adagio und dem Allegro aus dem Klavierkonzert in C-Dur von Joseph Haydn erklang auch der Flügel, gespielt von Kantor Ingo Bechmann, zum ersten Mal in der gut besuchten Kirche. Welch ein wunderbarer Klang, der durch das Orchester bestens unterstützt zur Geltung kam. Im Zusammenspiel von Flöte (Mechthild Gerber) und Klavier (Martin Gerber) bei Stücken aus der „Dachbodensuite“ von Hans-Georg Lotz war ebenfalls schon zu hören, dass der gebraucht gekaufte Flügel ein ideales Instrument für Kirche und Gottesdienst ist. Ein flotter Volkstanz und ein argentinisches Solostück wurden darauf von Martin Gerber hervorragend vorgetragen. Gedanken zur Musik ergänzten die musikalischen Beiträge. „Musica ist das beste Labsal für einen betrübten Menschen.“ Die Worte Martin Luthers stellte Pfarrer Gundalin in den Bezug zu dem Ausspruch, frei nach Wilhelm Busch: „Musik wird störend oft empfunden, weil stets sie mit Geräusch verbunden.“. In den heutigen Verkehrsmitteln lässt sich diese Beobachtung leider allzu oft machen. Doch im Gegensatz dazu, brachten zwei Vorträge der „Andernacher Kantorei“ gemeinsam mit dem Gospelchor „Gospel and more“ den Beweis, dass Musik die Seele des Menschen anrührt: „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ (Solisten: Claudia Gesell und Martin Wagner) und das Weihnachtslied „Leise, leise“. Weiter im Programm ging es mit den jüngsten Mitwirkenden Nathanael Horn (Klarinette) und Emanuel Horn (Klavier), die ein Largo von Vivaldi souverän vortrugen. Nathanael Horn glänzte ebenso mit dem „Lied ohne Worte“ von Felix Mendelsson Bartholdy am Klavier. Bald war auch ersichtlich, woher die beiden Brüder ihre Musikalität haben, denn ihre Mutter Renata Horn spielte ebenso leidenschaftlich und - beachtlich, wie auch die Kinder - ohne Noten, ein Stück von Alyosha Ryabinov. Hier wurde auch der nachfolgende Gedanke des italienischen Schriftstellers Gabriele d’Annunzio zur Musik eindrucksvoll deutlich: „Hast du jemals bedacht, dass das Wesen der Musik nicht in den Tönen liegt, es liegt in dem Schweigen, das den Tönen voraus geht und dem Schweigen, das den Tönen folgt“. Die Sopranistin Sabine Struck, die einzige Mitwirkende, die nicht in der Andernacher Gemeinde zu Hause ist, dort jedoch bestens bekannt ist, brachte gut aufgelegt drei Solostücke zu Gehör, bevor sie gemeinsam mit den beiden Chören „La ciel a visite la terre“ von Charles Gounod vortrug. Jetzt wurde der neue Flügel auch von der Orgel begleitet. Der musikalische Leiter Kantor Bechmann (Klavier) und Charlotte Blanke-Sarholz (Orgel) begleiteten den Gesang, der die Kirche wohlklingend erfüllte. Nachdem die Gemeinde bereits zu Beginn das ökumenische Kirchenlied „Lobe den Herren“ erschallen ließ, wurde jetzt zum Abschluss „Der Mond ist aufgegangen“ von Matthias Claudius“ gemeinsam mit allen Beteiligten gesungen. Nach dem Segen und dem Spiritual „Oh happy day“, vorgetragen vom Gospelchor mit Sabine Struck (Solo), endete eine beschwingte und überaus gelungene Abendmusik in der Kreuzkirche. Die ehemalige Eigentümerin des Flügels, Frau Ackermann, konnte sich überzeugen, dass ihr „Prachtstück“ einen würdigen Rahmen gefunden hat und liebevoll in seinem neuen Zuhause aufgenommen wurde.
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