Lokalsport | 20.06.2014

Deutsche Meisterschaften der Leistungsklassen der Damen und Herren im Tischtennis

Neunter Platz für Simone Drysch

Die elfjährige Schülerin überraschte die mitunter deutlich ältere Konkurrenz

Simone Drysch zeigte in Mölln eine sensationelle Leistung. privat

Mölln. Die Deutschen Meisterschaften der Leistungsklassen der Damen und Herren im Tischtennis fanden vor Kurzem in Mölln in Schleswig-Holstein statt. Mit dabei war Simone Drysch, Schülerin des Kurfürst-Salentin-Gymnasiums in Andernach, die sich in einem Qualifikationsturnier des Tischtennisverbandes Rheinland Anfang des Jahres überraschend durchgesetzt hatte. Am frühen Morgen ging es in Richtung Norden. Sieben Stunden Hinfahrt und sechs Stunden Rückfahrt, insgesamt 1150 km. Dazwischen lag das schönste Tischtenniserlebnis für Simone Drysch. Sie startete in der Damen-Leistungsklasse C, also bei den Damen, die bis zu 1300 TTR-Punkte haben. Das 32er Teilnehmerinnenfeld wurde in acht Gruppen zu je vier Teilnehmerinnen aufgeteilt, wobei die jeweiligen Gruppenersten und -zweiten in das Achtelfinale einzogen.

Simone Drysch war mit ihren elf Jahren nicht nur die jüngste Teilnehmerin bei diesen Deutschen Meisterschaften, sie hatte mit knapp 1170 TTR-Punkten auch die mit Abstand wenigsten Punkte aller Spielerinnen und wurde deshalb auch in ihrer Gruppe nur an Nummer vier gesetzt. Im ersten Spiel spielte sie gegen die spätere Gruppensiegerin, die 18-jährige Johanna Finkbeiner aus Baden-Württemberg. Den ersten Satz gewann Simone Drysch mit 11:7. Das gute Abwehrspiel stellte ihre Gegnerin vor Probleme. Danach setzte sich ihre immer stärker werdende Gegnerin mit 11:5, 11:7 und 12:10 durch, wobei Simone Drysch im vierten Satz einen Satzball vergab.

Simone Drysch trotzte dem Altersunterschied

Im zweiten Spiel spielte Simone gegen die 35-jährige Kathrin Eckmann aus Schleswig-Holstein. Nachdem die Schleswig-Holsteinerin den ersten Satz mit 11:8 gewinnen konnte, stellte Simone Drysch ihr Spiel um, griff häufiger an und gewann den zweiten Satz 11:5. Der dritte Satz wurde zu einem Krimi. Andernacher Schülerin lag schnell mit 0:4 hinten und ihr Betreuer nahm ein Time-out. Neu motiviert spielte Simone nun noch aggressiver, holte Punkt um Punkt auf. Doch beim 9:10 und 10:11 hatte ihre Gegnerin zwei Satzbälle, die Simone Drysch mit Bravour abwehrte und den vierten Satz mit 13:11 für sich entscheiden konnte. Damit war die Gegenwehr ihrer erfahrenen Gegnerin gebrochen. Den vierten Satz entschied Simone dann mit 11:2 klar für sich. Damit gewann sie das Spiel völlig überraschend mit 3:1 nach Sätzen.

Im Spiel gegen die 27-jährige Raihan Youssufzay aus Hessen verlor Simone Drysch den ersten Satz mit 6:11. Doch sie kämpfte weiter und gewann den folgenden Satz mit 11:8. Der dritte Satz ging mit 7:11 an ihre Gegnerin. Da am Nachbartisch Johanna Finkenbeiner gegen Kathrin Eckmann 3:1 gewann, musste Simone Drysch mindestens noch einen Satz gewinnen, um das Achtelfinale zu erreichen. Im vierten Satz lag sie lange Zeit zurück, drehte dann aber noch den Satz und gewann in der Verlängerung mit 13:11. Im fünften Satz blieb das Spiel spannend. Die Gymnasiastin spielte weiter gut mit, musste aber letztendlich den fünften Satz mit 11:13 abgeben und kassierte eine unglückliche 2:3-Niederlage. Aus den Tränen wurden dann doch noch Freudentränen, als sie erfuhr, dass sie weiter war. Denn trotz dieser Niederlage erreichte Simone Drysch das Achtelfinale, da sie bei Satzgleichheit mit Kathrin Eckmann den direkten Vergleich mit 3:1 für sich entschieden hatte.

Im Achtelfinale scheiterte Simone Drysch nach einer sehr guten Leistung mit 0:3 Sätzen an Pascale Roth aus Sachsen und belegte einen vorher nicht für möglich gehalten neunten Platz. Für Simone Drysch war das Erreichen des Achtelfinales ihr bisher größter Erfolg. Sie war, ebenso wie die anderen Sportler und Betreuer, sowohl von der Organisation des Ausrichters TTC Mölln als auch von der Atmosphäre bei dieser tollen Veranstaltung angetan. Die Deutschen Meisterschaften bleiben für sie ein unvergessliches Erlebnis.

Simone Drysch zeigte in Mölln eine sensationelle Leistung. Foto: privat

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