Allgemeine Berichte | 20.11.2012, 08:41 Uhr

Offiziell eine „lebenswerte Stadt“

Auszeichnung durch Deutsche Umwelthilfe und Stiftung „Lebendige Stadt“

Die Projektbeteiligten der „Essbaren Stadt“ freuten sich über die Auszeichnung Andernachs.WPA
36

Andernach. Die meisten Andernacher wissen es ohnehin, doch jetzt kann sich die Stadt auch mit dem Titel „Lebenswerte Stadt“ schmücken: Die Deutsche Umwelthilfe e.V. und die Stiftung „Lebendige Stadt“ zeichneten Andernach für die vorbildliche Umgestaltung seiner Parkanlagen als „Lebenswerte Stadt“ aus. Dem ging die Teilnahme an einem Wettbewerb voraus - die Stadt hatte sich mit der Umsetzung des Projekts der „essbaren Stadt“ beteiligt. Mit fünf weiteren Kommunen konnte sich Andernach gegen 154 andere Projekte behaupten und wurde mit 3.000 Euro bedacht. Oberbürgermeister Achim Hütten und Lutz Kosack (Stadtverwaltung) stellten Silke Wissel (Deutsche Umwelthilfe) und Jury-Mitglied Peter Werner (Kompetenznetzwerk Stadtökologie) das Projekt „Essbare Stadt“ noch einmal vor, auch wenn sie im Herbst vor Ort natürlich nicht mehr richtig nachvollziehen können, welche Form das Projekt nach drei Jahren angenommen hat. Lutz Kosack unterstrich in seinem Vortrag die Verbindung der Idee der urbanen Landwirtschaft mit sozialen Aspekten (die Perspektive gGmbH beschäftigt 20 Langzeitarbeitslose).

Er zeigte für die Beete im Innenstadtbereich die langfristige Planung mit mehrjährigen Stauden auf und bewies anhand von Fotos die Schönheit von Kulturpflanzen als Zierpflanzen. Bedeutend ist bei der urbanen Landwirtschaft auch eine Änderung der Nutzung: Statt „Betreten verboten“ heißt es ausdrücklich „Pflücken erwünscht“. Nebenher wurde auch verraten, dass nach den Schwerpunkten Tomaten, Bohnen und Zwiebeln im nächsten Jahr der Kohl eine große Rolle spielen wird. Wie richtig Andernach mit dem Projekt liegt, zeigt ein Zitat von Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung „Lebendige Stadt“: „Bei einer integrierten Siedlungs- und Städtebaupolitik gehen Ökologie, Ökonomie und Soziales Hand in Hand. Hierzu gehört auch eine sinnvolle und kreative Grünflächenplanung. Denn diese hat positive Auswirkungen auf die Lebensqualität in unseren Städten und ist damit ein nicht zu vernachlässigender Standortfaktor.“ Zwischenzeitlich arbeiten auch Großstädte und Metropolen wie Paris an solchen Konzepten. Im Frühjahr wird aus den sechs Städten, die die erste Runde gewannen, in Leipzig ein Gesamtsieger gekürt. Dieser erhält weitere 15.000 Euro, die wie die bislang erhaltenen 3.000 Euro zweckgebunden aufgewendet werden müssen. WPA

Die Projektbeteiligten der „Essbaren Stadt“ freuten sich über die Auszeichnung Andernachs.Foto: WPA

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Image Anzeige
 Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606 / Anzeige Heizung Fokus Q3
Titel 24H Notdienst
Heimat aktiv AW
Sozialpädagogische Familienhilfe
Empfohlene Artikel
Ehrenbaum mit Widmung
6

Der Männerchor Plaidt hat kürzlich einen verdienten Plaidter Bürger in besonderer Weise geehrt: Für Anton Bartz wurde ein „Ehrenbaum“ gepflanzt, verbunden mit einer Ehrentafel auf einer Basaltstele. Damit soll die besondere Verbundenheit des betagten Sängers zum Männerchor Plaidt, aber auch zu seiner Heimatgemeinde gewürdigt werden. Der Chorsänger Toni Bartz schaut auf ein langjähriges, sehr diszipliniertes Engagement als aktiver Sänger und Funktionsträger für den Chor zurück (u.a.

Weiterlesen

Die Wandergruppe des Eifelvereins Andernach vor dem Hotel „Alte Post“ in Oberammergau
12

Oberammergau. Im Oktober veranstaltete der Eifelverein Andernach eine Mehrtagesfahrt nach Oberammergau. Der Ort ist für die zahlreichen, mit kunstvoller Lüftlmalerei verzierten Häuser, seine Schnitzkunst und vor allem für die alle zehn Jahre stattfindenden Passionsspiele bekannt. Dagmar Müller hatte ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet, und da es auch das Wetter gut mit den 28 Urlaubern meinte, standen der Reisegruppe ein paar schöne Tage bevor.

Weiterlesen

8

Pütz. Am 08.11.2026 um 12:00 Uhr findet das Döppekooche-Essen der Nachbarschaft Pütz in der Altentagesstätte auf der Pütz statt. Damit die Anzahl der Portionen geplant werden kann, ist eine verbindliche Voranmeldung erforderlich. Bis zum 28.10. haben die Nachbarinnen und Nachbarn Zeit, sich bei Agnes Friesenhahn (Tel. 71348) anzumelden. Im Anschluss an das gemeinsame Essen stehen Gesellschafts-, Karten- und Würfelspiele zur Verfügung, um den Nachmittag ausklingen zu lassen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Christuskirche vor der Sanierung
789

Christuskirche. Der Förderverein Christuskirche lädt seine Mitglieder zur bereits angekündigten außerordentlichen Mitgliederversammlung ein. Sie findet am 13. November um 18 Uhr im Gemeindesaal der Christuskirche statt. Der Vorstand bitte um zahlreiches Erscheinen, es geht nur um einen Tagesordnungspunkt von erheblicher Bedeutung: Die Auflösung des Vereins. Auf der letzten Jahreshauptversammlung kündigten...

Von Helmut Freise aus Andernach

Weiterlesen

Der Ahrpegel in Bad Bodendorf
1141

Bad Bodendorf. Der Ahrpegel Nr.8 am Sportplatz in Bad Bodendorf ist der letzte auf dem Weg der Ahr zur Mündung in den Rhein bei Kripp. Er wurde nach der Flut 2021 technisch auf den neuesten Stand gebracht. Die wechselnden Wasserstände (z.Zt 53cm) kann man jederzeit aktuell im INTERNET ansehen.Man sieht je nach Witterung interessante Verlaufsprofile.

Von Michael Zahrobsky aus Sinzig

Weiterlesen

Thomas Hille führte die Teilnehmenden fachkundig ins intuitive Bogenschießen ein,
358

Bei herrlichem Herbstwetter stand am Samstag, 24. Oktober, im Sportpark „Am Querweg“ eine etwas andere Sportart im Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem erfahrenen Bogenschützen Thomas Hille hatte der SV Kripp zu einem Schnuppertag im intuitiven Bogenschießen eingeladen. Insgesamt 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, erste Erfahrungen mit Pfeil und Bogen zu sammeln und eine faszinierende Sportart kennenzulernen.

Von Sportverein 1946 Kripp e.V. aus Remagen

Weiterlesen