Allgemeine Berichte | 16.11.2013

St. Nikolaus-Stiftshospital GmbH

Palliativmedizin bejaht das Leben

Palliative Versorgung in Andernach und der Pellenz vorgestellt

Die Referenten Thomas Dr. Dyong, Brigitte Protzmann und Margarete Schmitz referierten über das Thema Palliativmedizin.privat

Andernach. Brigitte Protzmann und Margarete Schmitz von der Hospizarbeit der Stiftung Kirchliche Sozialstation sowie Dr. Thomas Dyong, Palliativmediziner am St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach, stellten vor vielen interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger die Möglichkeiten der Versorgung von Menschen in einer palliativen Krankheitssituation in der Region vor.

Palliativmedizin beschreibt eine ganzheitliche Medizin, die bei unheilbaren Erkrankungen ihr besonderes Augenmerk auf die Kontrolle von bestimmten Symptomen z.B. wie Schmerz, Luftnot, Unruhe oder Angst richtet. Der Wunsch des Patienten steht im Mittelpunkt der Behandlung. Auf die körperlichen und seelischen Bedürfnisse des Patienten und seiner Angehörigen wird in der Palliativmedizin und Palliativ-Care-Pflege im besonderen Maße eingegangen. Oft werden Patienten mit onkologischen Diagnosen behandelt. Aber auch Menschen am Ende ihres Lebens und Patienten mit schweren nichtheilbaren Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen können palliative Beratung und Begleitung erhalten. Palliativmedizin ist keine Sterbemedizin, sondern bejaht das Leben und möchte den Patienten in der letzten Zeit ihres Lebens ein möglichst symptomfreies und selbstbestimmtes Leben bis zuletzt ermöglichen.

Angehörige sind oft von der Erkrankung des Patienten genauso stark betroffen wie der Patient selbst. Daher werden die Angehörigen stark in die Behandlung mit eingebunden und begleitet. Angehörigenarbeit und -aufklärung stellt einen wichtigen Baustein der palliativmedizinischen und palliativpflegerischen Versorgung dar.

„Palliative Versorgung ist nur in einem Netzwerk erfolgreich möglich“, so Dr. Dyong. Er hebt die enge Zusammenarbeit mit den Hausärzten, den Apotheken in der Region, den Senioren- und Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten und Pflegestützpunkten hervor. Dass eine palliativmedizinische und hospizliche Begleitung in Andernach einen hohen Stellenwert und eine lange Tradition hat, zeigt auch die große Zahl der ehrenamtlichen Hospizhelfer, die über die Hospizarbeit an der Kirchlichen Sozialstation zu den Menschen nach Hause kommen und dort Unterstützung und Begleitung anbieten.

Brigitte Protzmann und Margarete Schmitz stellten die ambulante hospizliche Begleitung vor und machten an einem praktischen Fall den Nutzen einer solchen Begleitung durch Palliativ-Care-Pflegekräfte und ehrenamtlichen Hospizhelfer deutlich. Wenn Menschen eine solche palliative und hospizliche Begleitung wünschen, ist diese für sie kostenfrei, da die Finanzierung durch die Krankenkassen und das Land mitgetragen wird. Dennoch sind für z.B. Ausbildung u.a. Hilfsmittel Spenden an den Förderverein Hospizbewegung, Andernach-Pellenz.e.V. herzlich willkommen. Die Hospizarbeit der Stiftung Kirchliche Sozialstation ist unter Tel. (0 26 32) 25 44 11 und die Palliativeinheit des St. Nikolaus-Stiftshopitals Andernach unter Tel. (0 26 32) 40 48 35 2 erreichbar.

Die Referenten Thomas Dr. Dyong, Brigitte Protzmann und Margarete Schmitz referierten über das Thema Palliativmedizin.Foto: privat

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