Projektgruppe kommunales Kino zeigt französisch-senegalesischen Film
Preisgekröntes Flüchtlingsdrama
Andernach. Im Monat April zeigt die Projektgruppe kommunales Kino am 16. April um 19 Uhr im Gemeindesaal der Christuskirche Andernach, Läufstraße, zusammen mit der Projektgruppe „der Senegal ruft“ der Ehrenamtsinitiative einen preisgekrönten französisch-senegalesischen Film über ein Flüchtlingsdrama.
Der Film erzählt von einem Fischer, der sich widerwillig als Kapitän anheuern lässt, um eine Gruppe von Migranten aus dem Senegal über den Atlantik zu den Kanarischen Inseln zu bringen. In einem einfachen Motorboot, das eigentlich nur für den Fischfang in Küstengewässern gebaut ist, mit einem Minimum an Ausrüstung und Know-how. An Bord befinden sich dreißig Männer unterschiedlicher Herkunft, die sich kaum verständigen können. Sie alle haben teuer bezahlt für die Überfahrt. Sie alle haben Pläne, träumen von Karrieren als Fußballer und Musiker oder einfach nur davon, auf einer spanischen Gemüseplantage ein vernünftiges Auskommen zu finden. Und sie haben Angst.
Man erfährt viel in diesem Film: Über die Beziehungen zwischen Auswanderern und Zurückgebliebenen, über die Ökonomie der Migration, die auch Geld ins Heimatland zurückspült, über die Vorstellungen, die die Migranten von ihrem künftigen Leben haben.
Und man spürt, was es heißt, auf die einfachsten Dinge zurückgeworfen zu sein: Wie reagieren, wenn Wasser und Benzin knapp werden, wie schlafen auf einer schmalen Holzpritsche, wie Mensch bleiben, wenn sich alles aufs schiere Überleben reduziert?
