Politik | 16.08.2026

Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz

Rheinland-Pfalz muss sich besser auf Extremhitze vorbereiten

Anette Moesta fordert einen konsequenten Ausbau des Hitzeschutzes in Rheinland-Pfalz.

ANDERNACH / MENDIG / PELLENZ. Extreme Hitze ist längst kein Ausnahmeereignis mehr. Sie

entwickelt sich zunehmend zu einer der größten gesundheitlichen Herausforderungen

unserer Zeit. Besonders ältere Menschen, Pflegebedürftige, chronisch Kranke, Schwangere,

Säuglinge und Kleinkinder sowie Menschen, die im Freien arbeiten, sind den Belastungen

hoher Temperaturen in besonderem Maße ausgesetzt.

„Hitzeschutz ist keine Frage des Komforts, sondern des Gesundheitsschutzes. Wir müssen

unsere Städte und Gemeinden, aber auch unsere sozialen und gesundheitlichen

Einrichtungen so aufstellen, dass besonders gefährdete Menschen wirksam geschützt

werden“, erklärt Anette Moesta, stellvertretende Fraktionsvorsitzende sowie sozial- und

pflegepolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz.

Aus Sicht von Moesta braucht Rheinland-Pfalz einen konsequenten Ausbau der

Hitzevorsorge. Dazu gehören verbindliche Hitzeschutzkonzepte für Pflegeeinrichtungen,

Krankenhäuser, Geburtskliniken und soziale Einrichtungen ebenso wie eine bessere

Unterstützung der Kommunen bei der Umsetzung von Hitzeaktionsplänen. Darüber hinaus

muss das Land Investitionen in Hitzeschutzmaßnahmen gezielt unterstützen – etwa für

Verschattung, Sonnenschutz, moderne Lüftungs- und Kühlsysteme sowie die Begrünung von

Außenbereichen in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Kitas, Schulen und Einrichtungen

der Eingliederungshilfe. Trinkwasserangebote im öffentlichen Raum, ausreichend

Schattenflächen, hitzeresiliente Gebäude und eine gezielte Information der Bevölkerung

müssen selbstverständlich werden.

Für Moesta gehört zum Hitzeschutz aber auch eine stärkere Sensibilisierung der Bevölkerung:

„Wir müssen viel stärker erklären, warum bestimmte Maßnahmen notwendig sind. Ich erlebe

vor Ort immer wieder, dass zusätzliche Bäume oder andere Bepflanzungen im Straßenraum

kritisch gesehen oder sogar abgelehnt werden, weil sie im Herbst Laub verursachen oder

einen Pflegeaufwand mit sich bringen. Dabei leisten sie einen wichtigen Beitrag zum

Hitzeschutz. Wer heute nur das Laub sieht, übersieht den Schatten von morgen. Bäume

spenden Schatten, kühlen durch Verdunstung ihre Umgebung und tragen dazu bei, unsere

Städte und Gemeinden auch an heißen Tagen lebenswert zu halten.“

„Hitzeschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir werden unsere Orte nur

gemeinsam an zunehmende Hitze anpassen können. Dafür brauchen wir Investitionen, gute

kommunale Konzepte und vor allem das Verständnis der Menschen dafür, warum

Veränderungen notwendig sind. Hitzeschutz beginnt nicht erst bei 35 Grad.“

[Pressemitteilung Anette Moesta MdL]

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Anette Moesta fordert einen konsequenten Ausbau des Hitzeschutzes in Rheinland-Pfalz. Foto: Paul Schneider

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